Reichsstadt Nürnberg, Ratskanzlei, Evangelische Union (Bestand)
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Reichsstadt Nürnberg, Ratskanzlei, Evangelische Union
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ca. 1600-1632
Vorwort: Die Union (von Auhausen), ein Schutzbündnis zwischen evangelischen Fürsten und Städten, kam im Mai 1608 zustande. Am 4. Juni 1608 kam der pfälzische Rat Dathenus als Mittelsmann der Union nach Nürnberg. Hier war Christoph Fürer d. Ält. vorderster Losunger, der sogleich persönl. Interesse für die Union faßte. 1609 trat die Reichsstadt der Union bei. Die verschiedenen Schreiben, im Original oder Abschrift, wurden gesammelt und in Tome gebunden. 1628 fertigte ein Ratsangehöriger, wohl Ratskonsulent, ein Verzeichnis (Repertorium), das bisher benützt wurde. Aus Schriftvergleichen möchte ich annehmen, daß es sich bei dem Verfertiger des Repertoriums um Dr. Georg Richter (geb. 4. 5. 1592 in Nürnberg, 1626 Ratskonsulent, er ist 1631 der Vertreter Nürnbergs auf dem Konvent der Evangel. Stände in Leipzig, 1636 ist er auf dem Reichskonvent in Regensburg, gestorben 9. 12. 1651 - vgl. Will, Gelehrtenlexikon) handelt. In der Einleitung zu dem Repertorium schreibt er: "Demnach E. E. mir großg. anbefohlen, die in meinen Händen gehabten Unionshandlungen in eine völlige Ordnung zusammenzubringen, also hab ich diese Zeit hero, so mir deswegen von der Ratsstuben verwilligt worden, ich nicht allein dasselbige verrichtet, sondern auch alles, was bei denselben noch mangelt, ergänzt und in richtige Tome und Bücher gebracht. Es waren 71 als von Anfang der Union bis auf das 1614. Jahr gebunden, die übrigen bis August 1621 noch ungebunden gelassen worden. Sie wurden alle der Zeit nach von einem Jahr zum andern registriert ... und dabei geachtet, was separiert und kassiert werden könnte. Welches alles nun die Acta, Handlungen und Schriften sein, so ich von Anfang der Union an bis auf diese Stund in meinen Händen in Verwahrung gewesen und nunmehr in Gewölb gebracht worden." In dem alten Repertorium sind 138 Tome verzeichnet (= heutige Nrn. 1-144). Die Bände 145-159 waren im alten Repertorium nicht mehr erfaßt. Da die Betreffe sehr allgemein und teilweise ungenügend gehalten waren, wurde eine Neuverzeichnung vorgenommen. Vgl. auch 30jährige Kriegsakten: Rep. 16a B-Laden Akten, Lade 186 Nr. 9-14: Unionsrechnungen 1609-1659; Lade 198, 197, 217-224: 30jähr. Krieg, 1620-1673. Rep. 4 Differentialakten Nrn. 641-664: Westfäl. Friede 1643-1651. Literatur: H. Gürsching, Die Unionspolitik der Reichsstadt Nürnberg vor dem 30jährigen Krieg (1608-1618). H. Weigel, Franken, Kurpfalz u. d. böhmische Aufstand 1618-20. J. Krebs, Die Politik der evangel. Union i. J. 1618 (im Jahr. B. d. Realgymnasiums am Zwinger zu Breslau 1890/91). J. Müller, Reichsstädt. Politik in den letzten Jahren d. Union.
Reichsstadt Nürnberg, Ratskanzlei, Evangelische Union
160
Bestand
Akten
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Interne Vermerke: Die Bände weisen sehr häufig Einbandschäden auf - die Schäden müssen noch erfasst werden!
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ
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