Liebejohann und seine Ehefrau Gerhus bekennen, dass ihnen Äbtissin Grede und der Konvent des Klosters Altmünster zu Mainz einen "fryen eygen hoff" zu Wörrstadt ("Werstat"), "uffe eynen syden an juden porten und stoeßet uffe dy andern syden an Cleschen Monchenheymer", auf Lebenszeit verliehen haben. Die nächsten zehn Jahre sollen sie dem Kloster keinen Zins geben, weil sie an dem Gebäude "darane gelacht und gedan habin und noch dun sollen". Nach Ablauf der zehn Jahre sollen sie oder, wer von ihnen beiden dann noch lebt, dem Kloster jährlich auf St. Martinstag ein Pfund Heller reichen. Nach dem Tod beider fällt der Hof wieder an das Kloster zurück ohne Widerrede ihrer Erben. Der Äbtissin und den Nonnen bleibt vorbehalten, in dem Hof Herberge zu halten, Korn zu lagern ("korn daruff zcu schüddene") und auch ihr Vieh unterzubringen, und zwar zu Zeiten, wenn Unfriede oder Feindschaft herrschen oder ihre anderen Geschäfte es erfordern. Auf Bitten der Aussteller hat der Pfarrer Philipp von Wörrstadt sein Siegel an die Urkunde gehangen. Zeugen: Schultheiß der Rheingrafen und Schöffe Tilo Lederhose ("Ledirhose"), Jekil Süß ("Sues"), Wolf von Sulzheim ("Soltzheim"), Junker Henne von Albich "und ander lude viel". "gegeben in dem iare du man zcalte nach Cristis gebort dusent jar druhundirt jare dar nach in dem funf und achtzigestene jare uffe sante Mertines dag".

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