Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz und Pfalzgraf Friedrich von
Pfalz-Simmern, Graf zu Sponheim, vergleichen sich über die Pfarrei Kirchberg
in der Diözese Mainz, die durch Tod des Johann Beyer [von Boppard] ledig
geworden ist. Pfalzgraf Friedrich hat seinen Sohn Stephan, Domdekan zu Köln,
präsentiert, der Kurfürst seinen Prediger Magister Pallas Spangel. Bischof
Reinhard von Worms und Bischof Matthias von Speyer entscheiden, dass diesmal
der von Pfalzgraf Friedrich präsentierte Pfalzgraf Stephan die Pfarrei
erhalten und Pallas Spangel auf Lebzeiten jährlich 80 rheinische Gulden
Pension zahlen solle. Darüber soll eine separate Verpflichtungsurkunde
ausgestellt werden. Bei der nächsten Vakanz liegt das Präsentationsrecht
beim Kurfürsten. Siegelankündigungen von Kurfürst Friedrich (1) und
Pfalzgraf Friedrich (2). "Datum Heydelberg vff sannt Symon vnd Iudas tag der
heyligen zwolffbotten" 1476. (S. 244-245 = Bl. 147 verso und 148, alt Bl.
CXCI verso und CXCII = Urkunde 100).