1621 Mai 19, [Schloß] Eybach Barbara von Degenfeld bittet den Notar Peter Schön, Visierer und Pflegamtsgegenschreiber der Reichsstadt Ulm zu Geislingen, ihren Eid über folgenden Verzicht entgegenzunehmen: Sie verzichtet für sich und ihre Erben zugunsten ihrer Brüder Christoph Wolf, Christoph Wilhelm und Christoph Martin von Degenfeld von und zu Hoheneybach gegen die ihr von ihren Brüdern bewilligte Abfertigung - 8.000 fl Aussteuer und Erbgut, 1.000 fl für Kleider und Ausfertigung, 1.000 fl für Hochzeitsunkosten, 2.000 fl für ein ihr zustehendes mütterliches Legat und 1.100 fl Zinsen daraus - auf ihr ahnherrliches, ahnfrauliches, väterliches, mütterliches und brüderliches Erbe, es sei denn, alle ihre Brüder würden ohne männliche Erben in absteigender Linie sterben. U.: A. Insert in U 300
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1621 Mai 19, [Schloß] Eybach Barbara von Degenfeld bittet den Notar Peter Schön, Visierer und Pflegamtsgegenschreiber der Reichsstadt Ulm zu Geislingen, ihren Eid über folgenden Verzicht entgegenzunehmen: Sie verzichtet für sich und ihre Erben zugunsten ihrer Brüder Christoph Wolf, Christoph Wilhelm und Christoph Martin von Degenfeld von und zu Hoheneybach gegen die ihr von ihren Brüdern bewilligte Abfertigung - 8.000 fl Aussteuer und Erbgut, 1.000 fl für Kleider und Ausfertigung, 1.000 fl für Hochzeitsunkosten, 2.000 fl für ein ihr zustehendes mütterliches Legat und 1.100 fl Zinsen daraus - auf ihr ahnherrliches, ahnfrauliches, väterliches, mütterliches und brüderliches Erbe, es sei denn, alle ihre Brüder würden ohne männliche Erben in absteigender Linie sterben. U.: A. Insert in U 300
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 9/2 U 300
Reg. 311
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 9/2 Archiv der Freiherren von Woellwarth zu Essingen: Urkunden
Archiv der Freiherren von Woellwarth zu Essingen: Urkunden >> Regesten Woellwarth-Lauterburg >> 12. Familienverträge und Vormundschaften (Reg. 287-317)
19. Mai 1621
1 U.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:46 MEZ
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- 12. Familienverträge und Vormundschaften (Reg. 287-317) (Gliederung)