Johann Bischof von Venecompo (episcopus Venecomponensis), Professor der Theologie und Generalvikar in pontificalibus des Erzbischofs Dietrich von Köln, beurkundet die am 29. Oktober 1452 in der Ordenskirche der Karmeliter zu Moers von ihm vollzogenen Konferation des Hofaltars zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit, der seligsten Jungfrau Maria, der heiligen Katharina, Justina, Barbara, Margaretha, Dorothea, Gertrudis, Ursula und Genossinen, Helena, Elisabeth und aller Heiligen, sowie ferner eines Altars auf der linken Seite der Kirche zu Ehren der heiligen Apostel Petrus und Paulus, der heiligen Laurentius, Vincentius, Dionysius, Felix und Nebor, Christopherus, Felicitus, Erasmus, zehntausend Märtyrern, Heribert, Servatius, Felix und Andauctus, Lambert, der heiligen Mourus (Mohren) und aller heiligen Märtyrer, dessen Weihe alljährlich am Tag des heiligen Vincenz (22. Januar) stattzufinden hat, zugleich ist von demselben Bischof die Kapelle bei der Klosterkirche dem heiligen Antonius geweiht worden und der darin befindliche Altar zu Ehren des heiligen Kreuzes, aller heiligen Engel, Johannes des Täufers, des Apostels Andreas und aller Apostel und Evangelisten, des heiligen Basilius, Benedictus, Augustinus, Hieronymus, Bernhard, Franziscus und aller Bekenner, unter Festsetzung des Dedicationsfestes auf den Tag der Apostelscheidung (15. Juli); auch hat der Aussteller auf Bitten des Konvents die Dedicationsfeier der Klosterkirche, welche bisher am 5. Sonntag nach Ostern begangen wurde, auf den 3. Sonntag nach Ostern verlegt, zugleich für die Besucher und Wohltäter derselben Kirche unter näherbezeichneten Bedingungen einen Ablass von je 40 Tagen bewilligend, der sich an den Festtagen der Patronen und der Kirchweihe verdoppelt.