Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Angehörige der deutschen Wehrmacht Tatbestand: Untersuchung von NS-Gewaltverbrechen über die Tötung von Russen, Polen und Juden Tatort: Im Gebiet der ehemaligen Kreise Monki und Bialystok/Polen Tatzeit: 22. Juni 1941 bis Ende Juli 1941 Az.: StA Stuttgart 19 Js 2151/78, Einstellungsverfügung vom 6. Februar 1979 gemäß § 170 Absatz 2 StPO, ZSt LB I 205 AR-Z 351/77 Bemerkung: Da weder die vernommenen Zeugen in der Lage sind, nähere Angaben über die verantwortlichen Täter zu machen und auch in den erhobenen Unterlagen Hinweise auf Erschießungen nicht erhalten sind, haben sich Möglichkeiten für erfolgsversprechende weitere Ermittlungen ergeben. Wegen der sehr hohen Anzahl der in diesem Gebiet eingesetzten Einheiten kommen mehrere tausend Personen als Tatverdächtige in Betracht. Die beim Militärarchiv Freiburg vorhandenen Kriegstagebücher der verschiedenen Einheiten des Armeeoberkommandos 9 enthalten keinerlei Hinweise und Schilderungen von Einzeltötungen oder Erschießungen kleinerer Gruppen aufgegriffener russischer Soldaten oder anderer Personen. Da nach den Zeugenangaben nur vereinzelt Juden miterschossen worden sind, kann angenommen werden, daß es sich hier nicht um gezielte Judenaktionen gehandelt hat.
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Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Angehörige der deutschen Wehrmacht Tatbestand: Untersuchung von NS-Gewaltverbrechen über die Tötung von Russen, Polen und Juden Tatort: Im Gebiet der ehemaligen Kreise Monki und Bialystok/Polen Tatzeit: 22. Juni 1941 bis Ende Juli 1941 Az.: StA Stuttgart 19 Js 2151/78, Einstellungsverfügung vom 6. Februar 1979 gemäß § 170 Absatz 2 StPO, ZSt LB I 205 AR-Z 351/77 Bemerkung: Da weder die vernommenen Zeugen in der Lage sind, nähere Angaben über die verantwortlichen Täter zu machen und auch in den erhobenen Unterlagen Hinweise auf Erschießungen nicht erhalten sind, haben sich Möglichkeiten für erfolgsversprechende weitere Ermittlungen ergeben. Wegen der sehr hohen Anzahl der in diesem Gebiet eingesetzten Einheiten kommen mehrere tausend Personen als Tatverdächtige in Betracht. Die beim Militärarchiv Freiburg vorhandenen Kriegstagebücher der verschiedenen Einheiten des Armeeoberkommandos 9 enthalten keinerlei Hinweise und Schilderungen von Einzeltötungen oder Erschießungen kleinerer Gruppen aufgegriffener russischer Soldaten oder anderer Personen. Da nach den Zeugenangaben nur vereinzelt Juden miterschossen worden sind, kann angenommen werden, daß es sich hier nicht um gezielte Judenaktionen gehandelt hat.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 48/2 I Bü 986
PA 475
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 48/2 I Landeskriminalamt Baden-Württemberg: Ermittlungsverfahren gegen NS-Gewaltverbrecher (ca. 1940-1945)
Landeskriminalamt Baden-Württemberg: Ermittlungsverfahren gegen NS-Gewaltverbrecher (ca. 1940-1945) >> 38. WEHRMACHT
1941, 1978-1979
Enthält: 1. Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 6. Februar 1979, 000830-000835;
2. Bericht des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg vom 9. Januar 1979, 000837-000840;
2. Aktenvermerke des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg vom 5. November und 6. Dezember 1978, 000841-000843
Darin: 1. Lichtbild (Landkartenausschnitt "Rückwärtiges Heeresgebiet Mitte" - Reproduktionen), 000844;
2. Sechs Landkartenausschnitte (Fotokopien), 000845-000852;
3. Dokumentationsuntersuchungen 1941 (Fotokopien), 000853-000926
2. Bericht des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg vom 9. Januar 1979, 000837-000840;
2. Aktenvermerke des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg vom 5. November und 6. Dezember 1978, 000841-000843
Darin: 1. Lichtbild (Landkartenausschnitt "Rückwärtiges Heeresgebiet Mitte" - Reproduktionen), 000844;
2. Sechs Landkartenausschnitte (Fotokopien), 000845-000852;
3. Dokumentationsuntersuchungen 1941 (Fotokopien), 000853-000926
Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Ermittlungsverfahren NS-Gewaltverbrechen
1 Bü
Archivale
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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