Schwester Amelgardis, Priorin, und die übrigen Schwestern vom Predigerorden bei Sankt Marien in Lemgo haben von Elyzabet vom Patenhorst 8 Mark Lemgoer Münze empfangen und verschreiben ihrer Tochter Wilburg von Bussche 8 Schillinge jährlicher Rente zu Michaelis für ihre Lebenszeit aus einem unzäunten Garten vor dem Ostertore bei einem Garten, genannt der Papengarden, geteilt in 3 Teile, der einst der Reynekinne, genannt Wysinch, gehörte. Diese Rente wird auch an Elyzabets Enkelin nach dem Tode der Schwester Wilburg gezahlt, falls sie ins Kloster tritt, sonst an Schwester Elyzabet von Varendorpe für ihre Lebenszeit. Nach dem Tode der Wilburg von Busch, der Tochter ihrer Schwester oder Elizabets von Varendorpe wird die Rente zum Jahresgedächtnis der Elyzabet von Patenhorst und ihrer Lieben am Freitag nach Lucien (feria sexta post diem beate Lucie) jährlich im Refektorium zur Errettung der Seelen aus dem Fegefeuer verwandt. Besiegelt von der Priorin. Außerdem ist ein zweites geistliches Siegel mit gerade erkennbarem von Post'schem (?) Wappen mit einem Zettel angehängt, dessen Aufschrift schwer leserlich ist. Datum anno domini 1359 in die beati Dyonisii martiris gloriosi. Original auf Pergament mit zwei anhängenden Siegeln.