Feldpost von Ernst Vietmeier an die Familie
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08 NL 65, 39
08 NL 65 [S 1] 08 Nachlass Vietmeier (Müller, Sägewerk Brake)
[S 1] 08 Nachlass Vietmeier (Müller, Sägewerk Brake) >> 1.0 Korrespondenz >> 1.1 Feldpostbriefe >> 1.1.2 Zweiter Weltkrieg
1942
Enthält: 7.1.42 Altdamm
nach Weihnachtsurlaub
11.1.42 Altdamm
fragt, ob Fritz schon eingezogen wurde; Rückkehr Ilses
aus Teschen; sein alter Reg.kom. Oberst Lohmeier sei
gefallen
29.9.41 Altdamm
bittet um Zusendung/Kauf von Koffer und lederner Aktentasche, erwartet 350 RM Einkleidegeld, Ausschau nach Uniformstoff halten
20. 1.42 Altdamm
kauft sich neue Uniform zusammen; fragt an, ob sie ihm Lederbesatz besorgen könnten (Bezugsscheine); erwartet Verteilung d. Sturmabzeichen
26.1.42 Altdamm
benötigt Ahnennachweise, per Einschreiben, ebenso 3 Bürgen; fragt an, wen er angeben könnte, Verwandte sind ausgeschlossen
27.1.42 Altdamm
erwartet für Auslagen für Uniform 350 RM; sendet Bezugsscheine für Handtücher u. 1 Pelzweste, benötigt ebenso Offizierskleppermantel; bittet um Umänderung der alten franz. Pistolentasche für deutsche Pistolen bei Duwe; fragt nach überflüssigen Brotmarken
3.2.42 Altdamm
hat noch keine Pistole organisieren können, bittet, danach zu sehen; schlägt als Bürgen vor: Herrn Tille, Herr Brakemeier, Herr Höke; entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten, aber Beschaffung d. benötigten Gegenstände sei heutzutage so schwierig; hat sich m. Ernst Witte in Stettin getroffen; sucht noch nach einem langen Säbel
9.2.42 Altdamm
schickt Besitzurkunde für Sturmabzeichen mit; erwartet am Do. General zum Schlußappell
23.2.42 farbige Fotopostkarte (Schäfer); Heiligenbeil
Abs.: Leutnant Vietmeier
1.3.42 Heiligenbeil
als Ausbilder v. 70 Rekruten, z. T. nicht deutschsprachig; ist heute als Offizier v. Btl.-Dienst für Betrieb im ges. Btl. verantwortl., hofft dafür am So. nach Königsberg fahren zu können; Freizeit: Kino oder Variete vom KdF, abends oft im Kasino (lesen, Radio hören); l x im Monat Urlaub in Königsberg
8.3.42 Heiligenbeil
zum Geburtstag d. Vaters, er bekäme sicher bei Lüttorps (?) eine Zigarre und einen guten Weinbrand extra; hatte erst 2 Züge zur Ausbildung, jetzt die Melder, über monatliche Fahrt nach Königsberg: "Überall nichts als Soldaten. In keinem Restaurant bekommt man einen Platz."
14.3.42 Heiligenbeil (m. Schreibmaschine)
fertig ausgebildete Rekruten nach Rußland gekommen; mußten Tropentauglichkeitstest machen: 10 Chinintabletten auf einmal (er habe noch nie gerne Tabletten genommen)
18.3.42 Heiligenbeil
an Ilse: Geburtstag; muß Gestaltung des Tages der Wehrmacht übernehmen
24.3.42 Heiligenbeil
31.3.42 Pommern
für eine Woche zur Vorbereitung eines
Transporteinsatzes als Kompanieführer, Rückweg zu Fuß, wohl erst in 8 - 12 Wochen zurück Ostern vor der Reichsgrenze
kennt Ziel des Einsatzes nicht
15.4.42 Frankfurt/Oder
(Telegramm) bittet um Zusendung von Uniformstücken
1.5.42 Heiligenbeil
Ziel d. Einsatzes: Rußland; Rückkehr aus Stettin am 27.4., anschließend m. Komp. zum Scharfschießen nach Brüsterort, gerade zurückgekehrt. Verpflegung im Kasino sehr gut, oft markenfreie Sachen wie Fisch. Geburtstgasfeier zugleich Abschiedsabend in Stettin auf Btl.kosten
7.5.42 Heiligenbeil
seit 2 1/2 Monaten Offizier, davon schon 6 Wochen Komp.führer. hat Antrag zur Lebensversicherung erhalten, wo Berufseintrag "Sägewerksbesitzer11, fragt, wer dafür verantwortlich. "Ich komme mir fast wie ein Millionär vor." könne Beiträge selbst bezahlen, da er mtl. etwa 165 Rm verdiene.
11.5.42 Heiligenbeil
bittet um Zusendung von Karten von Lettland
18.5.42 Heiligenbeil
hat versucht Fleuropgrüße zum Muttertag zu schicken, aber Blumenhandlungen in H. nahmen keinen Auftrag an, auch angemeldetes Telefonat kam nicht zustande, hat Komp.führerposten wieder abgegeben, bildet wieder Rekruten aus
28.5.42 s/w Ansichtskarte "Zinten/Ostpr."
nach tagelanger "Rundreise" wieder auf Rückweg nach H.
5.6.42 Heiligenbeil; färb. Kunstdruckpostkarte "Orchidee"
5.6.42 s/w Ansichtskarte "Zinten/Ostpr."
an Margret(Adresse: Bingenheim über Friedberg geändert in Brake/Lippe)
11.6.42 Heiligenbeil
23.6.42 Arys, Ausbildungsstab f. Jagdbataillone, Lager Nord ist bei Gebirgsjägern einziger motorisierte Mann; bekommt für den Winter Pferdeschlitten für Geschütze, muß dann reiten und Skilaufen lernen; Uniform d. Gebirgsjäger: Skistiefel, -hosen u. -mutzen, grüne Waffenfarbe, auf Ärmel Edelweiß u. bes. Abzeichen; aber noch einige Monate bis Einsatz. In Truppe viele berühmte Leute, u.a. Skiläufer Meergans, Polarexpedi-tionsteilnehmer u. Assistent v. Prof Wegener Dr. Sorge
30.6.42 Arys
allmählich Komplettierung d. Ausrüstung, viele Waffen, wurde heute laut Stabsbefehl zum Fla-Sachbearbeiter beim Organisations- u. Ausbildungsstab ernannt; erste Reitstunden
4.7.42 Arys
8.7.42 Arys
hat neue Feldpostnummer, aber nicht gleichbedeutend mit Beginn d. Kriegseinsatzes; fährt So. in Ötztaler Alpen zum Skikursus für ca. 20 Tage; hat Fahrlehrerschein für Krafträder u. Halbkettenfahrzeuge gemacht "Wenn ich nun noch fliegen lerne, ist alles da."
16.7.42 Obergurgl (Tirol) s/w Ansichtskarte "Blick v. Gurgler-Skikopf" Skilehrgang mit Meergans
21.7.42 Gurgl-Ferner
hat auf der Hinfahrt in Innsbruck Renate Steinmeier besucht, die dort studiert; wohnen in Zelten, täglich 6 - 7 Stunden Skischule und theoret. Unterricht; insges. sehr anstrengend. Wird ab Freitag nach Frankreich fahren
4.8.42 O. U.
liegt mit seinem Zug allein in einem Dorf
9.8.42 O.U.
Walter Köster habe eine Krankenschwester geheiratet, die ihn gepflegt hat, worüber seine Mutter furchtbar empört sei, da die Schwiegertochter nicht standesgemäß sei.
12.8.42 O.U.
21.8.42
28.8.42 O.U.
Landung der Engländer; hatte am Rande damit zu tun, aber kein Einsatz, da Rückzug d. Engl.; haben neues Truppenzeichen auf Fahrzeuge gemalt (Beispiel!)
30.8.42
13.9.42
hat lange Reise hinter sich; hat Kiste nach Hause geschickt, darin u.a. franz. Weinbrand u. Likör
21.9.42 Im Felde
klagt über Wanzen; war in Ort, den Karls Regiment gerade verlassen hatte 9.10.42 Im Felde
Post z.T. Luftpost; treffen Wintervorbreitungen; hat im Sumpf einen Lipper (Friedrich aus Lüerdissen) getroffen, der in Baubatl. mit russ. Kriegsgefangenen Straßen baut. Hat von Bombardierung bei Steinmeiers gehört. Episode: Männer aus seinem Zug haben während Bahnfahrt Zettel mit seiner Adresse abgeworfen, jetzt könne er sich vor Briefen von unbekannten Mädchen nicht retten.
11.10.42 Im Felde
an Ilse (4 Seiten): Sonntag sei wie Alltag, nicht einmal ein frisches Taschentuch; gratuliert zu bestandener Prüfung (?); ist z. Zt. Führerreserve, wurde nach wenigen Tagen Front mit Kameraden abgezogen, um für ausfallende Offiziere einzuspringen (unbefriedigend), seit einigen Tagen Kommando als Fahrlehrer kurz hinter der Front; zum Krieg: "...lange wird es so wie so nicht mehr dauern." Klagt über Wanzenstiche; auf Frage nach seinen Freunden Hans Steinmeier u. Bernhard Weege: 1. in Sanitätspark an der Südfront mit allem Komfort u. Zivilisation; 2. kurz vor seinem Eintreffen abgerückt, führt gemischtes Batl. m. Deutschen, Russen, Tataren usw. Karls (Leutnantsdoktor) Einheit ebenfalls 3 Tage vorher nach Norden abgerückt. Heimweh: fragt nach Lippern, aber selten einer dabei; Postverteilung 200 m vor russischer Linie: "Die Brüder hätten uns Minen an die Schuhbänder binden können, wir hätten nichts gemerkt."
20.10.42 im Felde
schreibt von sich als "Landser". Schlammperiode, neue Zugmaschinen leisten Abschleppdienst: "Man muss bald lachen wenn man sieht, wie vereinzelte ehemalige Luxuslimousinen sich durch den Morast schleppen lassen. Die passen hierher wie ein Wiembecker nach Berlin." für ein paar Tage von Front weggekommen, um neue Zugmaschinen von der Bahnstation abzuholen; muß Fahrer dafür auf dem Rückweg ausbilden
26.10.42 O.U.
fragt nach neuem Vertrag für Sägewerk; war vor Kurzem auf Urlaub zu Hause
27.10.42
28.10.42
schickt z. wiederholten Male Päckchenmarken für Weihnachtspakete; deutsche Luftangriffe auf Rußland
12.11.42 Im Felde
rechnet nicht mit Urlaub zu Weihnachten; baut z. Zt. Wohnbunker für Winter
19.11.42 Im Felde
bereits früh dunkel, als stellvertretender Kompaniefiihrer: "Man muss sich jetzt mehr denn je um seine Männer kümmern, damit sie während der langen Dunkelheit nicht auf allzu trübe Gedanken kommen." hat Radio; Verteilung v. zusätzl. Winterkleidung speziell f. SkiJäger: dick wattierte Jacke m. Kapuze u. Hose zum Wenden in weiß und grau, Pelzjacke, Filzstiefel, Stulpenhandschuhe, Pelzkopfhaube, elektr. Lampe, die man vor die Stirn schnallt.
26.11.42
zum Geburtstag d. Mutter: Flasche franz. Bau de Cologne und Beutel Schampoo, stammen nicht aus Rußland; über Lebensverhältnisse: "Drei Dinge werden hier nie kalt: Der Ofen, die Bratpfanne und unsere Sauna. Schon morgens um 6 Uhr brät der erste seine Kartoffeln. Wir haben für den Zug nur eine Pfanne und da muß sich jeder beeilen, wenn wir bis Mittags ddurchkommen wollen. (...) Die Sauneuist eine segensreiche Einrichtung. Man schwitzt den ganzen Dreck raus und fühlt sich nach einem Schwitzbad frisch wie nie. Auch die Läuse verziehen sich restlos. (...) Zum Glück befindet sich in jedem auch noch so kleinen Ort eine solche Einrichtung."
11,12.42
Truppenverlegung
24.12.42
wurden am 22.12. abgelöst, sind gerade in einem schon voll belegten Dorf noch notdürftig untergekommen; hat gerade 4 Weihnachtspäckchen von zuhause erhalten
27.12.42
habe große Kesselschlacht siegreich beendet
29.12.42
hat z. Zt. Strom v. der Batterie eines zerschossenen russ. LKW; hat als Weihnachtsgeschenk vom komm. General das E.K. I erhalten
nach Weihnachtsurlaub
11.1.42 Altdamm
fragt, ob Fritz schon eingezogen wurde; Rückkehr Ilses
aus Teschen; sein alter Reg.kom. Oberst Lohmeier sei
gefallen
29.9.41 Altdamm
bittet um Zusendung/Kauf von Koffer und lederner Aktentasche, erwartet 350 RM Einkleidegeld, Ausschau nach Uniformstoff halten
20. 1.42 Altdamm
kauft sich neue Uniform zusammen; fragt an, ob sie ihm Lederbesatz besorgen könnten (Bezugsscheine); erwartet Verteilung d. Sturmabzeichen
26.1.42 Altdamm
benötigt Ahnennachweise, per Einschreiben, ebenso 3 Bürgen; fragt an, wen er angeben könnte, Verwandte sind ausgeschlossen
27.1.42 Altdamm
erwartet für Auslagen für Uniform 350 RM; sendet Bezugsscheine für Handtücher u. 1 Pelzweste, benötigt ebenso Offizierskleppermantel; bittet um Umänderung der alten franz. Pistolentasche für deutsche Pistolen bei Duwe; fragt nach überflüssigen Brotmarken
3.2.42 Altdamm
hat noch keine Pistole organisieren können, bittet, danach zu sehen; schlägt als Bürgen vor: Herrn Tille, Herr Brakemeier, Herr Höke; entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten, aber Beschaffung d. benötigten Gegenstände sei heutzutage so schwierig; hat sich m. Ernst Witte in Stettin getroffen; sucht noch nach einem langen Säbel
9.2.42 Altdamm
schickt Besitzurkunde für Sturmabzeichen mit; erwartet am Do. General zum Schlußappell
23.2.42 farbige Fotopostkarte (Schäfer); Heiligenbeil
Abs.: Leutnant Vietmeier
1.3.42 Heiligenbeil
als Ausbilder v. 70 Rekruten, z. T. nicht deutschsprachig; ist heute als Offizier v. Btl.-Dienst für Betrieb im ges. Btl. verantwortl., hofft dafür am So. nach Königsberg fahren zu können; Freizeit: Kino oder Variete vom KdF, abends oft im Kasino (lesen, Radio hören); l x im Monat Urlaub in Königsberg
8.3.42 Heiligenbeil
zum Geburtstag d. Vaters, er bekäme sicher bei Lüttorps (?) eine Zigarre und einen guten Weinbrand extra; hatte erst 2 Züge zur Ausbildung, jetzt die Melder, über monatliche Fahrt nach Königsberg: "Überall nichts als Soldaten. In keinem Restaurant bekommt man einen Platz."
14.3.42 Heiligenbeil (m. Schreibmaschine)
fertig ausgebildete Rekruten nach Rußland gekommen; mußten Tropentauglichkeitstest machen: 10 Chinintabletten auf einmal (er habe noch nie gerne Tabletten genommen)
18.3.42 Heiligenbeil
an Ilse: Geburtstag; muß Gestaltung des Tages der Wehrmacht übernehmen
24.3.42 Heiligenbeil
31.3.42 Pommern
für eine Woche zur Vorbereitung eines
Transporteinsatzes als Kompanieführer, Rückweg zu Fuß, wohl erst in 8 - 12 Wochen zurück Ostern vor der Reichsgrenze
kennt Ziel des Einsatzes nicht
15.4.42 Frankfurt/Oder
(Telegramm) bittet um Zusendung von Uniformstücken
1.5.42 Heiligenbeil
Ziel d. Einsatzes: Rußland; Rückkehr aus Stettin am 27.4., anschließend m. Komp. zum Scharfschießen nach Brüsterort, gerade zurückgekehrt. Verpflegung im Kasino sehr gut, oft markenfreie Sachen wie Fisch. Geburtstgasfeier zugleich Abschiedsabend in Stettin auf Btl.kosten
7.5.42 Heiligenbeil
seit 2 1/2 Monaten Offizier, davon schon 6 Wochen Komp.führer. hat Antrag zur Lebensversicherung erhalten, wo Berufseintrag "Sägewerksbesitzer11, fragt, wer dafür verantwortlich. "Ich komme mir fast wie ein Millionär vor." könne Beiträge selbst bezahlen, da er mtl. etwa 165 Rm verdiene.
11.5.42 Heiligenbeil
bittet um Zusendung von Karten von Lettland
18.5.42 Heiligenbeil
hat versucht Fleuropgrüße zum Muttertag zu schicken, aber Blumenhandlungen in H. nahmen keinen Auftrag an, auch angemeldetes Telefonat kam nicht zustande, hat Komp.führerposten wieder abgegeben, bildet wieder Rekruten aus
28.5.42 s/w Ansichtskarte "Zinten/Ostpr."
nach tagelanger "Rundreise" wieder auf Rückweg nach H.
5.6.42 Heiligenbeil; färb. Kunstdruckpostkarte "Orchidee"
5.6.42 s/w Ansichtskarte "Zinten/Ostpr."
an Margret(Adresse: Bingenheim über Friedberg geändert in Brake/Lippe)
11.6.42 Heiligenbeil
23.6.42 Arys, Ausbildungsstab f. Jagdbataillone, Lager Nord ist bei Gebirgsjägern einziger motorisierte Mann; bekommt für den Winter Pferdeschlitten für Geschütze, muß dann reiten und Skilaufen lernen; Uniform d. Gebirgsjäger: Skistiefel, -hosen u. -mutzen, grüne Waffenfarbe, auf Ärmel Edelweiß u. bes. Abzeichen; aber noch einige Monate bis Einsatz. In Truppe viele berühmte Leute, u.a. Skiläufer Meergans, Polarexpedi-tionsteilnehmer u. Assistent v. Prof Wegener Dr. Sorge
30.6.42 Arys
allmählich Komplettierung d. Ausrüstung, viele Waffen, wurde heute laut Stabsbefehl zum Fla-Sachbearbeiter beim Organisations- u. Ausbildungsstab ernannt; erste Reitstunden
4.7.42 Arys
8.7.42 Arys
hat neue Feldpostnummer, aber nicht gleichbedeutend mit Beginn d. Kriegseinsatzes; fährt So. in Ötztaler Alpen zum Skikursus für ca. 20 Tage; hat Fahrlehrerschein für Krafträder u. Halbkettenfahrzeuge gemacht "Wenn ich nun noch fliegen lerne, ist alles da."
16.7.42 Obergurgl (Tirol) s/w Ansichtskarte "Blick v. Gurgler-Skikopf" Skilehrgang mit Meergans
21.7.42 Gurgl-Ferner
hat auf der Hinfahrt in Innsbruck Renate Steinmeier besucht, die dort studiert; wohnen in Zelten, täglich 6 - 7 Stunden Skischule und theoret. Unterricht; insges. sehr anstrengend. Wird ab Freitag nach Frankreich fahren
4.8.42 O. U.
liegt mit seinem Zug allein in einem Dorf
9.8.42 O.U.
Walter Köster habe eine Krankenschwester geheiratet, die ihn gepflegt hat, worüber seine Mutter furchtbar empört sei, da die Schwiegertochter nicht standesgemäß sei.
12.8.42 O.U.
21.8.42
28.8.42 O.U.
Landung der Engländer; hatte am Rande damit zu tun, aber kein Einsatz, da Rückzug d. Engl.; haben neues Truppenzeichen auf Fahrzeuge gemalt (Beispiel!)
30.8.42
13.9.42
hat lange Reise hinter sich; hat Kiste nach Hause geschickt, darin u.a. franz. Weinbrand u. Likör
21.9.42 Im Felde
klagt über Wanzen; war in Ort, den Karls Regiment gerade verlassen hatte 9.10.42 Im Felde
Post z.T. Luftpost; treffen Wintervorbreitungen; hat im Sumpf einen Lipper (Friedrich aus Lüerdissen) getroffen, der in Baubatl. mit russ. Kriegsgefangenen Straßen baut. Hat von Bombardierung bei Steinmeiers gehört. Episode: Männer aus seinem Zug haben während Bahnfahrt Zettel mit seiner Adresse abgeworfen, jetzt könne er sich vor Briefen von unbekannten Mädchen nicht retten.
11.10.42 Im Felde
an Ilse (4 Seiten): Sonntag sei wie Alltag, nicht einmal ein frisches Taschentuch; gratuliert zu bestandener Prüfung (?); ist z. Zt. Führerreserve, wurde nach wenigen Tagen Front mit Kameraden abgezogen, um für ausfallende Offiziere einzuspringen (unbefriedigend), seit einigen Tagen Kommando als Fahrlehrer kurz hinter der Front; zum Krieg: "...lange wird es so wie so nicht mehr dauern." Klagt über Wanzenstiche; auf Frage nach seinen Freunden Hans Steinmeier u. Bernhard Weege: 1. in Sanitätspark an der Südfront mit allem Komfort u. Zivilisation; 2. kurz vor seinem Eintreffen abgerückt, führt gemischtes Batl. m. Deutschen, Russen, Tataren usw. Karls (Leutnantsdoktor) Einheit ebenfalls 3 Tage vorher nach Norden abgerückt. Heimweh: fragt nach Lippern, aber selten einer dabei; Postverteilung 200 m vor russischer Linie: "Die Brüder hätten uns Minen an die Schuhbänder binden können, wir hätten nichts gemerkt."
20.10.42 im Felde
schreibt von sich als "Landser". Schlammperiode, neue Zugmaschinen leisten Abschleppdienst: "Man muss bald lachen wenn man sieht, wie vereinzelte ehemalige Luxuslimousinen sich durch den Morast schleppen lassen. Die passen hierher wie ein Wiembecker nach Berlin." für ein paar Tage von Front weggekommen, um neue Zugmaschinen von der Bahnstation abzuholen; muß Fahrer dafür auf dem Rückweg ausbilden
26.10.42 O.U.
fragt nach neuem Vertrag für Sägewerk; war vor Kurzem auf Urlaub zu Hause
27.10.42
28.10.42
schickt z. wiederholten Male Päckchenmarken für Weihnachtspakete; deutsche Luftangriffe auf Rußland
12.11.42 Im Felde
rechnet nicht mit Urlaub zu Weihnachten; baut z. Zt. Wohnbunker für Winter
19.11.42 Im Felde
bereits früh dunkel, als stellvertretender Kompaniefiihrer: "Man muss sich jetzt mehr denn je um seine Männer kümmern, damit sie während der langen Dunkelheit nicht auf allzu trübe Gedanken kommen." hat Radio; Verteilung v. zusätzl. Winterkleidung speziell f. SkiJäger: dick wattierte Jacke m. Kapuze u. Hose zum Wenden in weiß und grau, Pelzjacke, Filzstiefel, Stulpenhandschuhe, Pelzkopfhaube, elektr. Lampe, die man vor die Stirn schnallt.
26.11.42
zum Geburtstag d. Mutter: Flasche franz. Bau de Cologne und Beutel Schampoo, stammen nicht aus Rußland; über Lebensverhältnisse: "Drei Dinge werden hier nie kalt: Der Ofen, die Bratpfanne und unsere Sauna. Schon morgens um 6 Uhr brät der erste seine Kartoffeln. Wir haben für den Zug nur eine Pfanne und da muß sich jeder beeilen, wenn wir bis Mittags ddurchkommen wollen. (...) Die Sauneuist eine segensreiche Einrichtung. Man schwitzt den ganzen Dreck raus und fühlt sich nach einem Schwitzbad frisch wie nie. Auch die Läuse verziehen sich restlos. (...) Zum Glück befindet sich in jedem auch noch so kleinen Ort eine solche Einrichtung."
11,12.42
Truppenverlegung
24.12.42
wurden am 22.12. abgelöst, sind gerade in einem schon voll belegten Dorf noch notdürftig untergekommen; hat gerade 4 Weihnachtspäckchen von zuhause erhalten
27.12.42
habe große Kesselschlacht siegreich beendet
29.12.42
hat z. Zt. Strom v. der Batterie eines zerschossenen russ. LKW; hat als Weihnachtsgeschenk vom komm. General das E.K. I erhalten
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:26 MEZ