Vorstand (1. Amtsperiode / 12. Sitzung v. 04.07.1966)
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5WV 073M Diakonisches Werk - Organe, 165
5WV 073M Diakonisches Werk - Organe Diakonisches Werk - Organe
Diakonisches Werk - Organe >> 3. Organe des Diakonischen Werkes >> 3.4. Vorstand
1966
Enthält: u.a.: Tagungsordnung, Niederschrift mit Tonbandabschrift der Aussprache zu verschiedenen TOPs (Kollektenplan, BROT FÜR DIE WELT und Indienhilfe, zur Frage der "heiligen Kühe" von Staa: "Dann kam auch hinzu, das wußte ich bisher auch noch nicht, ein etwas komischer Gesichtspunkt: Weitgehend wird mit dem Kuhmist der heiligen Kühe gefeuert. Da gibt es gar kein Holz. Kochen kann man nur auf Kuhmist in weiten Landstrichen. Wären die Kühe abgeschlachtet, wäre überhaupt keine Möglichkeit mehr für ganze Landgebiete, warmes Essen zu bereiten. Das hängt also alles zusammen und ist nicht von ungefähr."; Zur Errichtung eines Mädchenschutzheimes in Paris Rechtsanwalt Eichholz: "Es spielt sich so ab, daß nicht nur, was ich eben in den Vordergrund gestellt habe, die Mädchen, wenn sie die Fahrkarte am Bahnhof abgegeben haben, dastehen und nicht wissen wohin, sondern es passiert immer, das kriegte ich aus einigen konkreten Fällen mit: der Hausherr in dem Haus, wo die Mädchen sind, wird zudringlich. Die Mädchen laufen davon, wissen nicht, wohin, oder müssen sich ihm ergeben. Oder sie kriegen einfach Krach mit der Hausfrau, sie laufen davon. Dann nimmt sich irgendein freundlicher Herr ihrer an und man weiß nicht, wo es hinführt."; Ausführliche Diskussion zur Stiftung Tannhof sowie zur Reform der Hauptversammlungstagung in Arbeitsgruppen mit Anregung von Pfarrer Sehmittat: "Bruder von Staa, ich weise darauf hin, daß der Mitarbeiterkreis der Diakonie im Rheinland etwa zu 70 oder 80% aus Frauen besteht und zwar auch Frauen, die immerhin an führender Stelle stehen. Die Arbeitsgruppen haben sämtlich Männer als Vorsitzende und Referenten, in sämtlichen Arbeitsgruppen referieren zunächst Männer. Ich sehe keine einzige Frau hier an der Arbeit. Das halte ich zunächst für einen Fehler." Direktor von Staa: "Das ist uns auch schon aufgefallen. Wir haben das schon ein bißchen dadurch korrigieren wollen, daß wir gedacht haben, entweder eine Frau mit hineinzunehmen als Beisitzer ... "; Planung der Einweihungsfeier des Hauses der Diakonie mit Skizze der Teilnehmer, u.a. "die Architekten Professor Hentrich, Petschnigg, Köhler und Trummel, Köllges ... " mit Aussprache zur Finanzierung; Stand der Planungen zum 80. Geburtstag von Pastor D. Dr. Otto Ohl; Vorschlag der Geschäftsführung zur Neufassung der Satzung der Prüfungsstelle
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:24 MEZ