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Herman [III.] Riedesel der Ältere, Erbmarschall zu Hessen, Herman [IV.] und Theodorus, seine Söhne, verpfänden Abt Johans zu Fulda (Fulde), seinen...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1500 Mai 1
Ausfertigung, Pergament (29,2 x 54,3 cm) mit ursprünglich drei anhängenden Siegel (1: fehlt: 2: gut erhalten; 3: beschädigt) Die Urkunde wurde durch mehrere Schnitte entwertet bzw. ungültig gemacht.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff fritag sant Philips und Jacobs tag
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Herman [III.] Riedesel der Ältere, Erbmarschall zu Hessen, Herman [IV.] und Theodorus, seine Söhne, verpfänden Abt Johans zu Fulda (Fulde), seinen Nachkommen und seinem Stift für 1.300 rheinische Gulden Frankfurter (Frangforter) Währung ihre Rechte, Zinsen und Gerechtigkeiten, die sie zu und um Freiensteinau (Friensteina) und im Gericht daselbst haben, an Leuten, Gütern, Zinsen, Diensten, Geboten und Verboten, Herrlichkeiten, Setzen und Entsetzen. Ihre armen Leute sollen geloben, dem Abt die Nutzungen ihres Teils an Freiensteinau von diesem Jahre an, das Petri Kathedra begonnen hat, zu geben. Sie behalten sich vor, die Verpfändung bis nächsten St. Peterstag ad cathedram rückgängig zu machen oder die Pfandschaft auf St. Petersberg zu lösen, wobei die Summe in Fulda oder Lüder (Ludder) zu zahlen ist. Sie versprechen dem Abt, ihm vor St. Peterstag kathedra die Einwilligung des Lehensherrn, Philips, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzogs in Bayern (Ryne, Beyern), Kurfürsten, zu schicken. Zur Sicherheit des Abts, wenn Sie mit der Ausbringung dieses Willigungsbriefs säumig würden, oder wenn sie am St. Peterstag die 1300 Gulden nicht bezahlten, setzen sie dem Abt das Mainzische Teil der Pfandschaft an Lauterbach (Lutternbach) und die Verschreibung darüber (Nr. 822) ein und heißen die Einwohner der Stadt, ihm alsdann zu gehorchen. Sie versprechen, die Einwilligung des Erzbischofs zu Mainz (Mentz) bis St. Peterstag oder zwei Monate danach einzuholen. Wiederkauf von Lauterbach nach vierteljährlicher Kündigung auf Sant Peterstag kathedra vorbehalten.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Ein durchlöchert Kauf-Instrument d(e) A(nn)o 1500, welcher Gestalt Herman Riedesel u(nd) Consorten dem H(errn) Abt zu Fulda vor 1300 geliehene Rheinsche fl. ihren Theil Freyensteinau versetzt"
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Siegel: Hermann [III.] Riedesel - fehlt 2. Siegel: Hermann [IV.] Riedesel 3. Siegel: Theodorus Riedesel Laut Vermerk: "1 Siegel fehlt. 22. II.1910"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1597
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.