Plansammlung des Rentamts Salem (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Salem-17
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Dynastie und Regierung >> Bodensee-Fideikommiss
Inhalt und Bewertung
Erste badische Bestandsaufnahme und Renovationen nach 1802, Pläne vor allem von Franz Anton Eggler (bis ca. 1830). Liegenschaftserwerb im Zug der Allodifikation von Lehengütern, vor allem Josef Lydtin (ca. 1830-1850). Liegenschaftsverkehr, z.B. beim Eisenbahnbau oder der Konstanzer Stadterweiterung (ca. 1850-1900). Kulturarbeiten, Drainagen, Flusskorrektionen. Forstverwaltung
Bestands- und Verwaltungsgeschichte: Die Salemer Plansammlung entstand aus der Überlieferung aller Ämter des Bodenseefideikommiss, sowohl der Rent- wie der Forstämter. Die Rekonstruktion einzelner Provenienzen war bei der Neuinventarisierung gleichwohl nicht mehr möglich und auch nicht sinnvoll, da Salemer Geometer auch durchaus außerhalb des engeren Salemer Rentamtsbezirks tätig waren und Renovationen oder Flurbereinigungen auch für die Ämter Herdwangen oder Hilzingen besorgten; zugleich entstand in Salem eine zentrale Planregistratur. Ihren klaren Aufbau gibt die angehängte Signaturenkonkordanz wieder; allerdings erfasste sie fast ausschließlich Ortspläne und damit nur einen Teil des Gesamtbestands, der ja auch größermaßstäbliche Übersichtskarten enthielt, regionale Kartenwerke und nicht zuletzt - wohl aus der Zeit des Prinzen Ludwig während seiner Verbannung aus Karlsruhe nach Salem - Karten zur europäischen Politik unter der Herrschaft Napoleons. An sehr vielen Karten ist die kontinuierliche Benutzung abzulesen, sei es in gleichzeitigen Einträgen zur Darstellung, sei es in späteren Notizen und Markierungen von Änderungen, von Kauf oder Verkauf. Dem Grundstock der zunächst selbst hergestellten Karten wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts systematisch Kopien von Katasterplänen beigefügt, die man sich vom Karlsruher Technischen Bureau für Katastervermessung und Feldbereinigung besorgte, meist im Grundmaßstab der badischen Gemarkungsatlanten 1:1500; auch diese Pläne wurde in Salem weitergeführt, teilweise bis in die 1950er Jahre. Unter den Geometern der Salemer Verwaltung ist - nicht nur zeitlich - an erster Stelle Franz Anton Eggler zu nennen. Er hatte schon seit etwa 1770 Pläne für die Klosterverwaltung hergestellt, war von der badischen Verwaltung übernommen worden und verfertigte noch bis in die 1830er Jahre muster- und meisterhafte Pläne von Ortsgemarkungen, in kleinen wie in großen Formaten. Dass er manchmal als "Renovator" firmierte, verdeutlicht, dass seine Pläne aus konkretem Anlass entstanden; sie waren eng mit gleichzeitig niedergeschriebenen Lagerbüchern verzahnt und sind zugleich frühe Zeugnisse von systematischer Flurbereinigung ("Vereinödung"), die langwierige, detaillierte Arbeit vor Ort voraussetzte. Einer seiner direkten Nachfolger, Josef Lydtin, dokumentierte dann in den 1830er bis 1850er Jahren vor allem in überaus exakten Flurkarten den Zugewinn an Grund und Boden, den der Fideikommiss bei der Allodifikation von Bauernlehen erfuhr; da die Ablösungssummen in der Regel nicht bar gezahlt werden konnten, kam es hier zu beträchtlichen Liegenschaftsbewegungen. Gleichzeitig entstand der große Kranz der verpachteten markgräflichen Kameralhöfe, die als bedeutende Wirtschaftseinheiten lange Bestand hatten und entsprechend sorgfältig kartografisch erfasst wurden. In die Jahrzehnte am Ende des Jahrhunderts fällt die Arbeit des Geometers Enderle, der vor allem die Katasterpläne 1:1500 bearbeitete und damit eine gleichförmige Grundlage für die Güterverwaltung schuf. Wie ansatzweise auch schon früher wurden jetzt grundsätzlich alle Flurstücke im Umriss farblich so markiert, dass die Kulturen eindeutig zu unterscheiden waren; ein Musterbeispiel dieser leider nicht immer vollständig erhaltenen Plansätze bietet der Hilzinger "Atlas" von Jakob Greber (Nrr. 352 - 400), dem auch eine vollständige Legende der in Salem üblichen Farbsymbole vorangestellt ist. Wie die Pläne im Rentamt Salem aufbewahrt wurden, ist nicht bekannt; einer der Planschränke befand sich bei der Übernahme ins Generallandesarchiv in einem Außenlager, zahlreiche Pläne lagen gerollt auf den Schränken des Aktenarchivs. Die meisten der gerollten Pläne wiesen starke Schäden (Risse, Verknitterungen, Abplatzen vom Trägermaterial wie Leinen bzw. Sackleinen) und Verschmutzungen auf.
Ordnung und Verzeichnung: Das Haus Baden hinterlegte mit den Zugängen 2014 Nr. 22 und 2017 Nr. 39 den Salemer Planbestand unter Eigentumsvorbehalt im Generallandesarchiv Karlsruhe; seine Inventarisierung war Teil eines Projektes des Landesarchivs und der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg. In Karlsruhe wurden die gerollten Pläne nach Möglichkeit plan gelegt und vom Unterzeichneten, die plan liegenden von Peter Ganz inventarisiert; die Endredaktion lag beim Unterzeichneten. Die Neuordnung nach Entstehungszweck (Verpachtung, Flurbereinigung, Wegebau, Wiesenwässerung, Forstverwaltung u.a.) und nach Maßstäblichkeit ließ manche der originalen Serien wieder zusammenkommen. Da fast alle Pläne Federzeichnungen sind, wurden nur Abweichungen (Bleistiftskizzen, Stiche, Drucke) genannt. Bei den Farben wurden die wichtigsten (rötlich bzw. gelb: Äcker, grün: Wiesen, auch Wald, blau: Reben) berücksichtigt. Über die Restaurierungsmöglichkeiten an den z.T. sehr beschädigten Plänen ist noch zu entscheiden.
Inhalt: Die Bedeutung des Bestandes geht schon aus seiner Entstehungsgeschichte hervor: Die klösterliche Verwaltung blieb nach 1802, nach der Säkularisation, in Teilen bestehen, und so setzte sich auch die kulturlandschaftliche Leistung dieser Verwaltung fort; diese klösterliche Tradition bildet sich in den Karten Franz Anton Egglers ab. Initiiert vor allem durch Markgraf Wilhelm, wurde der land- und forstwirtschaftliche Betrieb seit den 1830er Jahren intensiviert und modernisiert, der Besitz mit dem Zuerwerb bei den Allodifikationen arrondiert - auch dies spiegeln die Karten eindringlich und wie unter dem Mikroskop wieder, sodaß sie ergiebige Quellen zur standesherrschaftlichen wie zur bäuerlichen Besitz- und Wirtschaftsentwicklung sind. Der Eisenbahnbau am östlichen Bodensee begünstigte die Arrondierungspolitik. Vor allem die weiträumige Stadterweiterung von Konstanz ließ ganze Planwerke entstehen, die vom Eindringen der ersten Textil-Industrien in das noch mit Wällen befestigte Gelände des Klosters Petershausen bis zu den Baufluchtenplanungen für den "Petershausener Priel" im späten 19. Jahrhundert reichen. Schließlich und nicht zuletzt dokumentieren die Pläne auch den kontinuierlichen Rückzug der markgräflichen Verwaltung aus der Fläche, der auf den wirtschaftlichen und politischen Umbruch von 1918 folgen musste - wobei der unterschiedliche Umgang mit dem landwirtschaftlichen und dem forstwirtschaftlichen Grundbesitz bemerkenswert erscheint. Neben den handgezeichneten Karten enthält der Bestand auch einige Serien von Druckwerken, insbesondere Gemarkungspläne 1:10.000. Wegen ihrer Identifizierungsmöglichkeit bei Gewann-Namen sind es vorzügliche Hilfsmittel zur Arbeit mit den Flurkarten; in einigen Plänen sind aber auch Eigentumsflächen des Hauses Baden, insbesondere Wald, von Hand eingefärbt worden.
Umfang und Benutzung: Der Bestand umfasst ca. 1100 Pläne in 1149 Bestellnummern (einige Serien werden mit Unternummern gezählt). Die Formate reichen vom aktenmäßigen Folioblatt bis zu Rollen von 2 m Länge; die Lagerung ist entprechend heterogen. Wegen des z.T. sehr schlechten Erhaltungszustandes sind einige Pläne in der Benutzung eingeschränkt. Karlsruhe, im Juli 2017 Konrad Krimm
Erste badische Bestandsaufnahme und Renovationen nach 1802, Pläne vor allem von Franz Anton Eggler (bis ca. 1830). Liegenschaftserwerb im Zug der Allodifikation von Lehengütern, vor allem Josef Lydtin (ca. 1830-1850). Liegenschaftsverkehr, z.B. beim Eisenbahnbau oder der Konstanzer Stadterweiterung (ca. 1850-1900). Kulturarbeiten, Drainagen, Flusskorrektionen. Forstverwaltung
Bestands- und Verwaltungsgeschichte: Die Salemer Plansammlung entstand aus der Überlieferung aller Ämter des Bodenseefideikommiss, sowohl der Rent- wie der Forstämter. Die Rekonstruktion einzelner Provenienzen war bei der Neuinventarisierung gleichwohl nicht mehr möglich und auch nicht sinnvoll, da Salemer Geometer auch durchaus außerhalb des engeren Salemer Rentamtsbezirks tätig waren und Renovationen oder Flurbereinigungen auch für die Ämter Herdwangen oder Hilzingen besorgten; zugleich entstand in Salem eine zentrale Planregistratur. Ihren klaren Aufbau gibt die angehängte Signaturenkonkordanz wieder; allerdings erfasste sie fast ausschließlich Ortspläne und damit nur einen Teil des Gesamtbestands, der ja auch größermaßstäbliche Übersichtskarten enthielt, regionale Kartenwerke und nicht zuletzt - wohl aus der Zeit des Prinzen Ludwig während seiner Verbannung aus Karlsruhe nach Salem - Karten zur europäischen Politik unter der Herrschaft Napoleons. An sehr vielen Karten ist die kontinuierliche Benutzung abzulesen, sei es in gleichzeitigen Einträgen zur Darstellung, sei es in späteren Notizen und Markierungen von Änderungen, von Kauf oder Verkauf. Dem Grundstock der zunächst selbst hergestellten Karten wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts systematisch Kopien von Katasterplänen beigefügt, die man sich vom Karlsruher Technischen Bureau für Katastervermessung und Feldbereinigung besorgte, meist im Grundmaßstab der badischen Gemarkungsatlanten 1:1500; auch diese Pläne wurde in Salem weitergeführt, teilweise bis in die 1950er Jahre. Unter den Geometern der Salemer Verwaltung ist - nicht nur zeitlich - an erster Stelle Franz Anton Eggler zu nennen. Er hatte schon seit etwa 1770 Pläne für die Klosterverwaltung hergestellt, war von der badischen Verwaltung übernommen worden und verfertigte noch bis in die 1830er Jahre muster- und meisterhafte Pläne von Ortsgemarkungen, in kleinen wie in großen Formaten. Dass er manchmal als "Renovator" firmierte, verdeutlicht, dass seine Pläne aus konkretem Anlass entstanden; sie waren eng mit gleichzeitig niedergeschriebenen Lagerbüchern verzahnt und sind zugleich frühe Zeugnisse von systematischer Flurbereinigung ("Vereinödung"), die langwierige, detaillierte Arbeit vor Ort voraussetzte. Einer seiner direkten Nachfolger, Josef Lydtin, dokumentierte dann in den 1830er bis 1850er Jahren vor allem in überaus exakten Flurkarten den Zugewinn an Grund und Boden, den der Fideikommiss bei der Allodifikation von Bauernlehen erfuhr; da die Ablösungssummen in der Regel nicht bar gezahlt werden konnten, kam es hier zu beträchtlichen Liegenschaftsbewegungen. Gleichzeitig entstand der große Kranz der verpachteten markgräflichen Kameralhöfe, die als bedeutende Wirtschaftseinheiten lange Bestand hatten und entsprechend sorgfältig kartografisch erfasst wurden. In die Jahrzehnte am Ende des Jahrhunderts fällt die Arbeit des Geometers Enderle, der vor allem die Katasterpläne 1:1500 bearbeitete und damit eine gleichförmige Grundlage für die Güterverwaltung schuf. Wie ansatzweise auch schon früher wurden jetzt grundsätzlich alle Flurstücke im Umriss farblich so markiert, dass die Kulturen eindeutig zu unterscheiden waren; ein Musterbeispiel dieser leider nicht immer vollständig erhaltenen Plansätze bietet der Hilzinger "Atlas" von Jakob Greber (Nrr. 352 - 400), dem auch eine vollständige Legende der in Salem üblichen Farbsymbole vorangestellt ist. Wie die Pläne im Rentamt Salem aufbewahrt wurden, ist nicht bekannt; einer der Planschränke befand sich bei der Übernahme ins Generallandesarchiv in einem Außenlager, zahlreiche Pläne lagen gerollt auf den Schränken des Aktenarchivs. Die meisten der gerollten Pläne wiesen starke Schäden (Risse, Verknitterungen, Abplatzen vom Trägermaterial wie Leinen bzw. Sackleinen) und Verschmutzungen auf.
Ordnung und Verzeichnung: Das Haus Baden hinterlegte mit den Zugängen 2014 Nr. 22 und 2017 Nr. 39 den Salemer Planbestand unter Eigentumsvorbehalt im Generallandesarchiv Karlsruhe; seine Inventarisierung war Teil eines Projektes des Landesarchivs und der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg. In Karlsruhe wurden die gerollten Pläne nach Möglichkeit plan gelegt und vom Unterzeichneten, die plan liegenden von Peter Ganz inventarisiert; die Endredaktion lag beim Unterzeichneten. Die Neuordnung nach Entstehungszweck (Verpachtung, Flurbereinigung, Wegebau, Wiesenwässerung, Forstverwaltung u.a.) und nach Maßstäblichkeit ließ manche der originalen Serien wieder zusammenkommen. Da fast alle Pläne Federzeichnungen sind, wurden nur Abweichungen (Bleistiftskizzen, Stiche, Drucke) genannt. Bei den Farben wurden die wichtigsten (rötlich bzw. gelb: Äcker, grün: Wiesen, auch Wald, blau: Reben) berücksichtigt. Über die Restaurierungsmöglichkeiten an den z.T. sehr beschädigten Plänen ist noch zu entscheiden.
Inhalt: Die Bedeutung des Bestandes geht schon aus seiner Entstehungsgeschichte hervor: Die klösterliche Verwaltung blieb nach 1802, nach der Säkularisation, in Teilen bestehen, und so setzte sich auch die kulturlandschaftliche Leistung dieser Verwaltung fort; diese klösterliche Tradition bildet sich in den Karten Franz Anton Egglers ab. Initiiert vor allem durch Markgraf Wilhelm, wurde der land- und forstwirtschaftliche Betrieb seit den 1830er Jahren intensiviert und modernisiert, der Besitz mit dem Zuerwerb bei den Allodifikationen arrondiert - auch dies spiegeln die Karten eindringlich und wie unter dem Mikroskop wieder, sodaß sie ergiebige Quellen zur standesherrschaftlichen wie zur bäuerlichen Besitz- und Wirtschaftsentwicklung sind. Der Eisenbahnbau am östlichen Bodensee begünstigte die Arrondierungspolitik. Vor allem die weiträumige Stadterweiterung von Konstanz ließ ganze Planwerke entstehen, die vom Eindringen der ersten Textil-Industrien in das noch mit Wällen befestigte Gelände des Klosters Petershausen bis zu den Baufluchtenplanungen für den "Petershausener Priel" im späten 19. Jahrhundert reichen. Schließlich und nicht zuletzt dokumentieren die Pläne auch den kontinuierlichen Rückzug der markgräflichen Verwaltung aus der Fläche, der auf den wirtschaftlichen und politischen Umbruch von 1918 folgen musste - wobei der unterschiedliche Umgang mit dem landwirtschaftlichen und dem forstwirtschaftlichen Grundbesitz bemerkenswert erscheint. Neben den handgezeichneten Karten enthält der Bestand auch einige Serien von Druckwerken, insbesondere Gemarkungspläne 1:10.000. Wegen ihrer Identifizierungsmöglichkeit bei Gewann-Namen sind es vorzügliche Hilfsmittel zur Arbeit mit den Flurkarten; in einigen Plänen sind aber auch Eigentumsflächen des Hauses Baden, insbesondere Wald, von Hand eingefärbt worden.
Umfang und Benutzung: Der Bestand umfasst ca. 1100 Pläne in 1149 Bestellnummern (einige Serien werden mit Unternummern gezählt). Die Formate reichen vom aktenmäßigen Folioblatt bis zu Rollen von 2 m Länge; die Lagerung ist entprechend heterogen. Wegen des z.T. sehr schlechten Erhaltungszustandes sind einige Pläne in der Benutzung eingeschränkt. Karlsruhe, im Juli 2017 Konrad Krimm
1149 Archivalieneinheiten (Nr. 1-1150)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:03 AM CEST