Akkord. Vor Johan Gerartz son, Herman Bech, Thomas Wyntzschen, Ailf Knouff, Geschworenen, und Gerard Prover, Baumeister des zu Plittersdorf (Blyterstorp) an der Kirche gelegenen Gandersheimer Hofes, halten Abt Heinrich von Heisterbach einer- und Johan Kais van Blyterstorp, Vogt des genannten Hofes, sowie dessen Bruder Tilgin Kais anderseits, mit einander friedliche Abrechnung wegen der jährlichen Weinpacht im Betrage von 4 Ohm weniger 5 Viertel Wein. Dabei ergibt sich, dass von den genannten Brüdern Johann dem Abte 23 Ohm Wein nach Ausweis eines älteren Schöffenbriefes und dazu neuerdings 20 1/2 Ohm Weinpacht schuldet; desgleichen schuldet Tilgin Kais 21 1/2 Ohm. Im Beisein des Bonner Schöffen Peter van Lainsteyn und des Dottendorfer Schöffen Jacob Kynckis wird akkordiert, so dass der Abt auf Vermittelung des Clais van Steynen genannt van Tricht und Johanns, des Sohnes des genannten Tilgin, die Schuld Johanns auf 12 Ohm und die des Tilgin auf 10 Ohm ermässigt, damit sie von nun an die Güter besser bauen und die Weinpacht desto pünktlicher zahlen können. Da die Hofgeschworenen kein Siegel haben, sollen für sie siegeln Hennen Koch, Herman Kogelbergh, Roloff Volraitz Sohn, Schöffen zu Godesberg.