Bürgermeister und Ratmannen der Stadt Luckau bekunden, dass sie mit Rat der Ältesten und Zustimmung der ganzen Gemeine Heinrich Schneider, Bürger der Stadt Cottbus, seiner Ehefrau Gertrud und ihren Erben 10 Schock guter böhmischer Groschen Prager Münze für 100 Schock wiederkäuflich verkauft haben und den Zins jährlich am Walpurgistag (1. Mai) in Luckau entrichten werden. Der Rückkauf kann jederzeit erfolgen. "Ouch ap wir . ratmanne den czins nicht mit enander zu eynem mol widirkowfen wolden, sunder halb ader eyn teil alz vor fumfzczig ader vor sechsczig schog, daz moge wir tun, welche czit wir im jare wollen [...], und dy beczalunge des geldis sollin sy von uns nemen und uns den . czins nach dem gelde nydern ane widerrede". Die Stadt erklärt sich auch einverstanden damit, dass Heinrich Schneider, seine Frau und seine Erben den Zins ganz, halb oder zum Teil verkaufen. "Ouch sal daz . gelt und czins unvorschosst und unvorbetet dy wile is uff unsern rathuse lyt, und unvorsprochin geistlichs und werltlichs gerichts". Die Summe soll die Stadt zu Luckau oder Cottbus zurückzahlen. "Worde is ouch, daz sy ennege czerunge an botlon nach dem czinse thun musten, daz sollen wir und wollen dy richten gliche dem czinse und houbgute". Wenn den Gläubigern der Brief abginge oder Schaden nähme, wollen sie ihnen einen anderen geben. "gegebin . nach Cristi geburt virczenhundert jar darnach in dem achten jaren an unser lieben frawn tage Lychtwyunge."