NL 332: Kanis, Hellmut Prof. (Bestand)
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NL 332
Bestände des Stadtarchivs Mainz >> Nachlässe >> Nachlässe nach Nummern, NL 301-350
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Kanis, Hellmut Prof., geb. 5. Oktober 1921 in Jössnitz bei Plauen, gest. 17. Juli 2020 in Mainz.
Abitur 1940 am Realgymnasium Plauen.
1940 Wehrdienst, Soldat im Zweiten Weltkrieg, "Schussbruch" im rechten Oberarm mit Folge eines steifen Arms, 1941/42 Architekturstudium in Stuttgart, 1943 Kriegseinsatz mit schweren Verwundungen und Verletzungen (Erfrierungen, Beinschuss). Arbeitslager im Uralgebiet, Fleckfieber, Beinlähmung links.
1947 Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft als Schwerkriegsbeschädigter nach Plauen.
1948 Übersiedlung nach Stuttgart und Wiederaufnahme des Studiums.
Bis 1960 angestellter Architekt in Stuttgart, Lindau, Berlin und Wiesbaden.
1955 Heirat in Berlin, später 3 Söhne.
1956 federführender Architekt für Landesbank und Girozentrale Rheinland-Pfalz in Mainz.
1956-1969 Wohnort: Mainz, Mittlere Bleiche.
1959 Ernennung zum Baurat und Professor für das Fachgebiet Entwurf und Baukonstruktion an der Staatlichen Ingenieurschule Mainz (ab 1971 Fachhochschule Mainz).
1960-1995 selbständiger Architekt in Mainz, ab 1970 gemeinsam mit einem Kollegen im "Baustudio Mainz".
1969 Erwerb eines Hauses in der Kartaus, Mainz.
1970-1978 Sprecher des Städtebaubeirates Mainz, der von ihm gegründet wurde.
Ab 1977 Vorstandsmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, 1992 Ehrenmitglied.
1979 Mitbegründer des Deutschen Werkbundes Rheinland-Pfalz, 2008 Ehrenmitglied des Deutsches Werkbundes.
1981 Aufnahme in den Rotary-Club Mainz.
1993-2003 Vorsitzender der Behindertensportgemeinschaft Mainz, später Ehrenvorsitzender.
1994 Gründer des "Hochschulförderkreises deutsch-polnischer Baukultur e. V.", Auflösung des Vereins nach 6 Jahren.
Erinnerungen an Hellmut Kanis von Rotary-Club-Mitgliedern (2020); Heiratsurkunde (1955); Personalausweis (Plauen, 3. Juni 1948); Mitgliedskarten Versehrten-Sport-Gemeinschaft Mainz (1963) und Vespa-Lambretta-Club Lindau (1954); Lebensläufte, beruflicher Werdegang, Bescheinigungen und Zeugnisse über berufliche Tätigkeiten (1942-1988), Lebenserinnerungen "Studium Stuttgart I" und "Studium Stuttgart II" [bis 1960]; Expose "Städtebaulicher Einsatz und Öffentlichkeitsarbeit" (1959-2015); Auflösung der Baupatent Lizenzverwertung GmbH in Mainz (1985); Belegbuch des Architekturstudenten Hellmut Kanis, Technische Hochschule Stuttgart mit Urkunden, Ausweis und Fotos (1942-1952); Mitgliedsausweis des Stuttgart Cannstatter Ruderklubs von 1910 (1942); Bescheide wegen der Körperbehinderung (1948-1996); Zonenflucht, Notaufnahmeverfahren, Bundesvertriebenenausweis (1948-1962)
Abitur 1940 am Realgymnasium Plauen.
1940 Wehrdienst, Soldat im Zweiten Weltkrieg, "Schussbruch" im rechten Oberarm mit Folge eines steifen Arms, 1941/42 Architekturstudium in Stuttgart, 1943 Kriegseinsatz mit schweren Verwundungen und Verletzungen (Erfrierungen, Beinschuss). Arbeitslager im Uralgebiet, Fleckfieber, Beinlähmung links.
1947 Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft als Schwerkriegsbeschädigter nach Plauen.
1948 Übersiedlung nach Stuttgart und Wiederaufnahme des Studiums.
Bis 1960 angestellter Architekt in Stuttgart, Lindau, Berlin und Wiesbaden.
1955 Heirat in Berlin, später 3 Söhne.
1956 federführender Architekt für Landesbank und Girozentrale Rheinland-Pfalz in Mainz.
1956-1969 Wohnort: Mainz, Mittlere Bleiche.
1959 Ernennung zum Baurat und Professor für das Fachgebiet Entwurf und Baukonstruktion an der Staatlichen Ingenieurschule Mainz (ab 1971 Fachhochschule Mainz).
1960-1995 selbständiger Architekt in Mainz, ab 1970 gemeinsam mit einem Kollegen im "Baustudio Mainz".
1969 Erwerb eines Hauses in der Kartaus, Mainz.
1970-1978 Sprecher des Städtebaubeirates Mainz, der von ihm gegründet wurde.
Ab 1977 Vorstandsmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, 1992 Ehrenmitglied.
1979 Mitbegründer des Deutschen Werkbundes Rheinland-Pfalz, 2008 Ehrenmitglied des Deutsches Werkbundes.
1981 Aufnahme in den Rotary-Club Mainz.
1993-2003 Vorsitzender der Behindertensportgemeinschaft Mainz, später Ehrenvorsitzender.
1994 Gründer des "Hochschulförderkreises deutsch-polnischer Baukultur e. V.", Auflösung des Vereins nach 6 Jahren.
Erinnerungen an Hellmut Kanis von Rotary-Club-Mitgliedern (2020); Heiratsurkunde (1955); Personalausweis (Plauen, 3. Juni 1948); Mitgliedskarten Versehrten-Sport-Gemeinschaft Mainz (1963) und Vespa-Lambretta-Club Lindau (1954); Lebensläufte, beruflicher Werdegang, Bescheinigungen und Zeugnisse über berufliche Tätigkeiten (1942-1988), Lebenserinnerungen "Studium Stuttgart I" und "Studium Stuttgart II" [bis 1960]; Expose "Städtebaulicher Einsatz und Öffentlichkeitsarbeit" (1959-2015); Auflösung der Baupatent Lizenzverwertung GmbH in Mainz (1985); Belegbuch des Architekturstudenten Hellmut Kanis, Technische Hochschule Stuttgart mit Urkunden, Ausweis und Fotos (1942-1952); Mitgliedsausweis des Stuttgart Cannstatter Ruderklubs von 1910 (1942); Bescheide wegen der Körperbehinderung (1948-1996); Zonenflucht, Notaufnahmeverfahren, Bundesvertriebenenausweis (1948-1962)
0,05 lfm.
Bestand
Mainz
Mainz
Lindau
Mainz
Stuttgart
Stuttgart
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 08:02 MESZ