Ephrosina Barbara Hermann, geb. Stüber, Witwe von Esslingen, verkauft zusammen mit ihrem Kriegsvogt Jakob Vischer, Bm. zu Stuttgart, an Hz. Friedrich Karl, Administrator und Obervormund, die unweit von Berg gelegene Bannmühle mit 1 Gerb- und 3 Mahlgängen, gen. Zubehör, Rechten, Pflichten und Abgaben um 5 577 fl gangbarer Münzwährung, wovon 2 000 fl sofort aus der fürstlichen Kastkellerei bar zu erlegen sind. Ein Kapital von 1 000 Reichstalern, das der + Ehemann der A., Johann Jakob Hermann, von der fürstlichen Landschreiberei auf die Mühle aufgenommen hatte, wird samt 175 fl verfallenen Zinsen und 27 fl Strafgeldern von der Kaufsumme abgesetzt. Der Rest von 1 875 fl ist von der Kastkellerei in Raten zu 400 fl jährlich auf Ostern abzutragen.
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Ephrosina Barbara Hermann, geb. Stüber, Witwe von Esslingen, verkauft zusammen mit ihrem Kriegsvogt Jakob Vischer, Bm. zu Stuttgart, an Hz. Friedrich Karl, Administrator und Obervormund, die unweit von Berg gelegene Bannmühle mit 1 Gerb- und 3 Mahlgängen, gen. Zubehör, Rechten, Pflichten und Abgaben um 5 577 fl gangbarer Münzwährung, wovon 2 000 fl sofort aus der fürstlichen Kastkellerei bar zu erlegen sind. Ein Kapital von 1 000 Reichstalern, das der + Ehemann der A., Johann Jakob Hermann, von der fürstlichen Landschreiberei auf die Mühle aufgenommen hatte, wird samt 175 fl verfallenen Zinsen und 27 fl Strafgeldern von der Kaufsumme abgesetzt. Der Rest von 1 875 fl ist von der Kastkellerei in Raten zu 400 fl jährlich auf Ostern abzutragen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 403 U 296
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 403 I Stuttgart W, Urkunden
Stuttgart W, Urkunden >> 1 Urkunden >> 1.2 Urkunden 1501-1734 (Bestand A 403 Nr. 1-414)
1684 Mai 7 (Mai 17 st.n.)
Archiv Stuttgart. Berg. Lade E. 33. Büschel. F
Urkunden
Hermann, Ephrosina Barbara, geb. Stüber
Hermann, Johann Jakob
Stüber s. Hermann
Vischer, Jakob
Württemberg, Friedrich Karl; Herzogadministrator, 1652-1698
Berg : Stuttgart S; Mühlen
Esslingen am Neckar ES
Stuttgart S; Kastkellerei
Mühlensachen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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- 1 Urkunden (Gliederung)
- 1.2 Urkunden 1501-1734 (Bestand A 403 Nr. 1-414) (Gliederung)