Markgraf Christoph von Baden, Graf zu Sponheim, beurkundet: Johann (I.) von Pfalz-Simmern, ebenfalls Graf zu Sponheim, erteilt sein Einverständnis darüber, dass er, Markgraf Christoph, Schloss und Stadt Kastellaun ("Kesteln"), gelegen in der Vorderen Grafschaft Sponheim, zur Absicherung seiner Gemahlin Ottilie im Falle ihrer Verwitwung bestimmt. So lange, wie die verwitwete Markgräfin ihre Versorgung daraus bezieht, verzichten Herzog Johann von Pfalz-Simmern oder seine Erben auf die Nutzung ihrer Hälfte von Kastellaun. Als Ausgleich erhalten sie für den fraglichen Zeitraum die badischen Anteile an den Schlössern Birkenfeld und Dill. Falls die - noch zu veranschlagenden - Einkünfte einerseits aus Kastellaun und andererseits aus Birkenfeld und Dill sich als nicht gleichwertig erweisen, wird die eine Seite der anderen Seite die Differenz erstatten. Während der Zeit der alleinigen badischen Nutzung der Burgen Birkenfeld und Dill müssen die Gebäude in einem guten Zustand erhalten werden. Sollten bauliche Veränderungen geplant sein, muss die badische Seite vorab zustimmen. S = A.
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Markgraf Christoph von Baden, Graf zu Sponheim, beurkundet: Johann (I.) von Pfalz-Simmern, ebenfalls Graf zu Sponheim, erteilt sein Einverständnis darüber, dass er, Markgraf Christoph, Schloss und Stadt Kastellaun ("Kesteln"), gelegen in der Vorderen Grafschaft Sponheim, zur Absicherung seiner Gemahlin Ottilie im Falle ihrer Verwitwung bestimmt. So lange, wie die verwitwete Markgräfin ihre Versorgung daraus bezieht, verzichten Herzog Johann von Pfalz-Simmern oder seine Erben auf die Nutzung ihrer Hälfte von Kastellaun. Als Ausgleich erhalten sie für den fraglichen Zeitraum die badischen Anteile an den Schlössern Birkenfeld und Dill. Falls die - noch zu veranschlagenden - Einkünfte einerseits aus Kastellaun und andererseits aus Birkenfeld und Dill sich als nicht gleichwertig erweisen, wird die eine Seite der anderen Seite die Differenz erstatten. Während der Zeit der alleinigen badischen Nutzung der Burgen Birkenfeld und Dill müssen die Gebäude in einem guten Zustand erhalten werden. Sollten bauliche Veränderungen geplant sein, muss die badische Seite vorab zustimmen. S = A.
Grafschaft Sponheim Urkunden, BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 1298
Sp. U 103 (Abschrift); "Archives du Departement Bas-Rhin" (Stempel auf der Orig.ausf.)
Grafschaft Sponheim Urkunden
Grafschaft Sponheim Urkunden >> 1451-1500
1483 Juli 3
Enthält auch: Beglaubigte Abschrift, angefertigt am 1. März 1782 in Zweibrücken durch Horstmann [evtl. der Regierungsrat und Bibliotheks-Commissarius Philipp Ludwig Horstmann]
Grafschaft Sponheim Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Winterburg
Originaldatierung: " [...] zu dornstag nach unnserer lieben frawentag visitationis [...]"
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1483
Monat: Juli
Tag: 3
Äußere Beschreibung: 1 anhängendes Siegel an Pergamentstreifen (fehlt; eine Federzeichnung und Beschreibung davon enthält aber die beiliegende Abschrift); 25 x 42 cm
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Winterburg
Originaldatierung: " [...] zu dornstag nach unnserer lieben frawentag visitationis [...]"
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1483
Monat: Juli
Tag: 3
Äußere Beschreibung: 1 anhängendes Siegel an Pergamentstreifen (fehlt; eine Federzeichnung und Beschreibung davon enthält aber die beiliegende Abschrift); 25 x 42 cm
Pfalz-Simmern: Johann I. von
Baden: Christoph I. Markgraf von
Baden: Ottilie Markgräfin von (geb. Gräfin von Katzenelnbogen)
Horstmann: Philipp Ludwig, Regierungsrat und Bibliothekskommissar in Zweibrücken
Kastellaun (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz)
Dill ( Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz)
Birkenfeld (Rheinland-Pfalz): Burg
Sponheim, Grafschaft: Bestimmungen zum Kondominium
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 1:34 PM CEST
Hierarchy
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- Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Archival tectonics)
- 1 Abteilung I: Ältere Bestände (Archival tectonics)
- 1.12 Pfalz und Rheinlande (Archival tectonics)
- Grafschaft Sponheim (Archival tectonics)
- Grafschaft Sponheim Urkunden (Archival holding)
- 1451-1500 (Classification)
CC0 1.0 Universal