Gutsarchiv Domnitz (Bestand)
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H 56 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1545) 1552 - 1950
Findhilfsmittel: Findbuch von 2017 (online recherchierbar).
Registraturbildner: Domnitz gehört zur Stadt Wettin-Löbejün, Saalekreis, Sachsen-Anhalt.
Domnitz lag im Erzstift Magdeburg, das 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg fiel und 1816 in der preußischen Provinz Sachsen aufging, die bis 1945 bestand. Es gehörte zur Gerichtsherrschaft der 1288 an das Erzstift gefallenen Burg Wettin, die jedoch mehrfach geteilt und verpfändet wurde. Domnitz stand dabei unter dem Gericht der Unterburg Wettin, das lange Zeit an die Herren aus dem Winckel verpfändet war und erst um 1804 wieder mit dem landesherrlichen Amt vereinigt wurde.
Im Pfarrdorf Domnitz existierte im Spätmittelalter ein Hof des Klosters Gerbstedt. Nach der Reformation ging dieser 1545 über die Grafen von Mansfeld als Vorwerk in den Besitz der Stadt Halle über, die ihn durch Hofmeister genannte Pächter verwalten ließ. Zu diesem Vorwerk gehörten das Kirchenpatronat über Domnitz sowie seit spätestens 1667 auch Anteile des Dorfes Dalena. 1787 kaufte der Kriegs- und Domänenrat Wilhelm Christian David Kemnitz das Gut. Als weitere Eigentümer werden 1792 ein Amtsrat Meyer und 1806 der Oberamtmann Johann Christian Schulenburg genannt. 1818 ersteigerte Johann Georg Bothe den Besitzkomplex.
1833 befand sich Domnitz im Besitz der Familie Gneist. Adolf Ludwig Gneist ließ 1848/49 ein herrschaftliches Gutshaus errichten. Das Gut blieb bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 im Familienbesitz.
Bestandsinformationen: Das Gutsarchiv wurde am 11.09.1986 unter Zugangs-Nr. 16/86 vom Staatsarchiv Magdeburg übernommen. Abgebende Stelle war das Volkseigene Gut Merbitz als Nachfolgeeinrichtung des Volkseigenen Gutes Domnitz. Der Bestand wurde 2009 verzeichnet.
Im Oktober 2014 wurde eine Sammelakte mit Unterlagen des Gutes Domnitz vom Polizeirevier Grimma dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt zur Verwahrung übergeben. Diese Akte wird unter der Signatur H 56, Nr. 80 verwahrt.
Im November 2016 wurde der Bestand zudem durch eine Schenkung im Umfang von 0,2 laufenden Metern ergänzt (Nrn. 81-97).
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Domnitz gehört zur Stadt Wettin-Löbejün, Saalekreis, Sachsen-Anhalt.
Domnitz lag im Erzstift Magdeburg, das 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg fiel und 1816 in der preußischen Provinz Sachsen aufging, die bis 1945 bestand. Es gehörte zur Gerichtsherrschaft der 1288 an das Erzstift gefallenen Burg Wettin, die jedoch mehrfach geteilt und verpfändet wurde. Domnitz stand dabei unter dem Gericht der Unterburg Wettin, das lange Zeit an die Herren aus dem Winckel verpfändet war und erst um 1804 wieder mit dem landesherrlichen Amt vereinigt wurde.
Im Pfarrdorf Domnitz existierte im Spätmittelalter ein Hof des Klosters Gerbstedt. Nach der Reformation ging dieser 1545 über die Grafen von Mansfeld als Vorwerk in den Besitz der Stadt Halle über, die ihn durch Hofmeister genannte Pächter verwalten ließ. Zu diesem Vorwerk gehörten das Kirchenpatronat über Domnitz sowie seit spätestens 1667 auch Anteile des Dorfes Dalena. 1787 kaufte der Kriegs- und Domänenrat Wilhelm Christian David Kemnitz das Gut. Als weitere Eigentümer werden 1792 ein Amtsrat Meyer und 1806 der Oberamtmann Johann Christian Schulenburg genannt. 1818 ersteigerte Johann Georg Bothe den Besitzkomplex.
1833 befand sich Domnitz im Besitz der Familie Gneist. Adolf Ludwig Gneist ließ 1848/49 ein herrschaftliches Gutshaus errichten. Das Gut blieb bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 im Familienbesitz.
Bestandsinformationen: Das Gutsarchiv wurde am 11.09.1986 unter Zugangs-Nr. 16/86 vom Staatsarchiv Magdeburg übernommen. Abgebende Stelle war das Volkseigene Gut Merbitz als Nachfolgeeinrichtung des Volkseigenen Gutes Domnitz. Der Bestand wurde 2009 verzeichnet.
Im Oktober 2014 wurde eine Sammelakte mit Unterlagen des Gutes Domnitz vom Polizeirevier Grimma dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt zur Verwahrung übergeben. Diese Akte wird unter der Signatur H 56, Nr. 80 verwahrt.
Im November 2016 wurde der Bestand zudem durch eine Schenkung im Umfang von 0,2 laufenden Metern ergänzt (Nrn. 81-97).
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 1.3
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST