Winzerhausen, von Schützsche Herrschaft (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, GL 190
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Hofkammer des Hauses Württemberg (Depositum) >> Sonstiges
1726-1804 (Va ab 1568, Nt bis 1840)
Überlieferungsgeschichte
Der Ort Winzerhausen gehörte ursprünglich dem Stift Oberstenfeld, gelangte aber bis 1610 endgültig in württembergischen Besitz und war zwischen 1726 und 1804 der Familie von Schütz als Lehen überlassen. Nach dem Rückkauf wurde Winzerhausen Stabsamt und Kellerei; später unterstand es dem Hofkameralamt Lauffen.
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Bestand enthält Rechnungen insbesondere aus der Schützschen Zeit, bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Lagerbücher und andere Amtsbücher, sowie einige Besitzrechte betreffende Akten, die im Gefolge des Rückkaufs 1804 an das Haus Württemberg gelangt sind.
Zur Geschichte des Orts Winzerhausen: Der Stift oberstenfeld'sche Ort Winzerhausen, wo das Kloster bereits 1247 Güter besaß, kam 1588 teilweise, 1610 durch Kauf endgültig an Württemberg. 1726 belehnte Herzog Eberhard Ludwig seinen geheimen Konferenzminister, Komitialgesandten und Obervogt, Johann Heinrich von Schütz (gegen Überlassung des Lehens Deufringen) mit Winzerhausen als Mannlehen. Zu dem Lehen gehörten noch die auf Markung Winzerhausen liegenden Höfe Abstätterhof und Holzweilerhof sowie die Höfe Sauserhof und Herderichshof des Ortes Hof und Lembach. 1804 kaufte Württemberg das Lehen zurück. Die Johanniterkommende Rohrdorf war Inhaber des Großzehnten und des mit Württemberg strittigen Patronats. Bis zum Jahre 1806 steuerte Winzerhausen zu dem Ritterkanton Kocher, dessen Beamte auch zahlreiche Rechnungen der im vorliegenden Bestand enthaltenen Serie überprüften. Dem württembergischen Amt Großbottwar waren besondere Rechte (iura reservata) eingeräumt. Mit dem Kauf (1804) wurde Winzerhausen zunächst kurfürstliches, ab 1806 königliches Stabsamt und Kellerei und unterstand hernach dem Hofkameralamt Lauffen.
Zum Bestand: Der vorliegende Bestand, Teil der bislang im Schloß Monrepos gelagerten Archivalien der Herzoglichen Hofkammer, gelangte im Frühjahr 1961 als Depositum unter Eigentumsvorbehalt des Herzoglichen Hauses in das Staatsarchiv Ludwigsburg und wurde hier verzeichnet. Provenienzmäßig zu Stift Oberstenfeld, zur Johanniterkommende Rohrdorf und zur Geistlichen Verwaltung Großbottwar gehörige Archivalien, die vermutlich bei der Belehnung als Vorakten dienten oder später an die Hofkammer gelangten, wurden in den Bestand aufgenommen. Die Archivalien, besonders die Bände, weisen nahezu durchweg Schädlingsspuren auf. Archivalien gleicher Provenienz enthalten die im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrten staatseigenen Bestände A 327/328 (Bottwar, Weltliche und Geistliche Verwaltung). Archivalien fremder Provenienz betr. Winzerhausen bzw. die Herren von Schütz finden sich in den Beständen A 219 (Oberrat, Fürsten und Klöster, Band 5), A 222 (Oberrat, Edelleute) im HStAS und B 480 L bzw. B 480 S (Stift Oberstenfeld) im Staatsarchiv Ludwigsburg. Der Bestand, in der Hauptsache Bände, umfaßt in 101 Einheiten 3,6 lfd. m. Ludwigsburg, Juli 1961 Dr. B. Ottnad
Der Ort Winzerhausen gehörte ursprünglich dem Stift Oberstenfeld, gelangte aber bis 1610 endgültig in württembergischen Besitz und war zwischen 1726 und 1804 der Familie von Schütz als Lehen überlassen. Nach dem Rückkauf wurde Winzerhausen Stabsamt und Kellerei; später unterstand es dem Hofkameralamt Lauffen.
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Bestand enthält Rechnungen insbesondere aus der Schützschen Zeit, bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Lagerbücher und andere Amtsbücher, sowie einige Besitzrechte betreffende Akten, die im Gefolge des Rückkaufs 1804 an das Haus Württemberg gelangt sind.
Zur Geschichte des Orts Winzerhausen: Der Stift oberstenfeld'sche Ort Winzerhausen, wo das Kloster bereits 1247 Güter besaß, kam 1588 teilweise, 1610 durch Kauf endgültig an Württemberg. 1726 belehnte Herzog Eberhard Ludwig seinen geheimen Konferenzminister, Komitialgesandten und Obervogt, Johann Heinrich von Schütz (gegen Überlassung des Lehens Deufringen) mit Winzerhausen als Mannlehen. Zu dem Lehen gehörten noch die auf Markung Winzerhausen liegenden Höfe Abstätterhof und Holzweilerhof sowie die Höfe Sauserhof und Herderichshof des Ortes Hof und Lembach. 1804 kaufte Württemberg das Lehen zurück. Die Johanniterkommende Rohrdorf war Inhaber des Großzehnten und des mit Württemberg strittigen Patronats. Bis zum Jahre 1806 steuerte Winzerhausen zu dem Ritterkanton Kocher, dessen Beamte auch zahlreiche Rechnungen der im vorliegenden Bestand enthaltenen Serie überprüften. Dem württembergischen Amt Großbottwar waren besondere Rechte (iura reservata) eingeräumt. Mit dem Kauf (1804) wurde Winzerhausen zunächst kurfürstliches, ab 1806 königliches Stabsamt und Kellerei und unterstand hernach dem Hofkameralamt Lauffen.
Zum Bestand: Der vorliegende Bestand, Teil der bislang im Schloß Monrepos gelagerten Archivalien der Herzoglichen Hofkammer, gelangte im Frühjahr 1961 als Depositum unter Eigentumsvorbehalt des Herzoglichen Hauses in das Staatsarchiv Ludwigsburg und wurde hier verzeichnet. Provenienzmäßig zu Stift Oberstenfeld, zur Johanniterkommende Rohrdorf und zur Geistlichen Verwaltung Großbottwar gehörige Archivalien, die vermutlich bei der Belehnung als Vorakten dienten oder später an die Hofkammer gelangten, wurden in den Bestand aufgenommen. Die Archivalien, besonders die Bände, weisen nahezu durchweg Schädlingsspuren auf. Archivalien gleicher Provenienz enthalten die im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrten staatseigenen Bestände A 327/328 (Bottwar, Weltliche und Geistliche Verwaltung). Archivalien fremder Provenienz betr. Winzerhausen bzw. die Herren von Schütz finden sich in den Beständen A 219 (Oberrat, Fürsten und Klöster, Band 5), A 222 (Oberrat, Edelleute) im HStAS und B 480 L bzw. B 480 S (Stift Oberstenfeld) im Staatsarchiv Ludwigsburg. Der Bestand, in der Hauptsache Bände, umfaßt in 101 Einheiten 3,6 lfd. m. Ludwigsburg, Juli 1961 Dr. B. Ottnad
104 Bände (3,6 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:40 PM CET