Klage auf Herausgabe aller Güter und zurückgehaltenen Gütererträge, die der verstorbenen Margaretha Alexandrina von Hoensbroeck, verwitweten von Wolff gen. Metternich zu Gracht, als Nichte und nächsten Erbin des 1672 verstorbenen Werner von Harff zustehen sollen. Erwähnt werden, bei Düsseldorf gelegen, das Haus Eller, das Burghaus zu Hüls (Huls), der Hof Banckenkirch zu Düsseldorf-Hamm, der Vorsthof, der Elphof (Himmelgeist) und der Hof auf der Witkesfurth (Wilcherfurt, Düsseldorf-Eller), zu Nörvenich die Harffer Burg und zu Fischenich der Harffer Hof. Zum Erbanspruch der Margaretha Alexandrina von Hoensbroeck vgl. RKG 3786 (M 928/2466). Die Beklagten verweigern unter Berufung auf das Testament des Werner von Harff von 1672 die Herausgabe der Güter. Dieser hat darin seine Testamentsvollstrecker angeweisen, dem Erbanspruch seiner Nichte erst dann stattzugeben, wenn diese alle Verpflichtungen, neben den Schulden auch Stiftungen und Schenkungen, die der Erblasser eingegangen sei, erfüllt habe. Das RKG richtet 1713 eine Liquidationskommission ein.
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Klage auf Herausgabe aller Güter und zurückgehaltenen Gütererträge, die der verstorbenen Margaretha Alexandrina von Hoensbroeck, verwitweten von Wolff gen. Metternich zu Gracht, als Nichte und nächsten Erbin des 1672 verstorbenen Werner von Harff zustehen sollen. Erwähnt werden, bei Düsseldorf gelegen, das Haus Eller, das Burghaus zu Hüls (Huls), der Hof Banckenkirch zu Düsseldorf-Hamm, der Vorsthof, der Elphof (Himmelgeist) und der Hof auf der Witkesfurth (Wilcherfurt, Düsseldorf-Eller), zu Nörvenich die Harffer Burg und zu Fischenich der Harffer Hof. Zum Erbanspruch der Margaretha Alexandrina von Hoensbroeck vgl. RKG 3786 (M 928/2466). Die Beklagten verweigern unter Berufung auf das Testament des Werner von Harff von 1672 die Herausgabe der Güter. Dieser hat darin seine Testamentsvollstrecker angeweisen, dem Erbanspruch seiner Nichte erst dann stattzugeben, wenn diese alle Verpflichtungen, neben den Schulden auch Stiftungen und Schenkungen, die der Erblasser eingegangen sei, erfüllt habe. Das RKG richtet 1713 eine Liquidationskommission ein.
AA 0627, 3792 - M 933/2472
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1696 - 1778 (1623 - 1778)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Adolfvon Wolff gen. Metternich zu Gracht, wohnhaft im Harffer Hof zu Köln, als Erbe und Zessionar der verstorbenen Margaretha Alexandrina von Hoensbroeck, verwitweten von Wolff gen. Metternich zu Gracht, und namens seiner Gattin Freiin von Truchseß zu Wetzenhausen, seit 1722 seine Witwe, Wilhelm von Wolff gen. Metternich, Dompropst von Münster und Domdekan von Paderborn und Johann Jakob Waldbott von Bassenheim zu Bornheim als Vormünder seiner minderjährigen Kinder, seit 1737 Franz Joseph von Wolff gen. Metternich zu Gracht gen. Elmpt zu Burgau Beklagter: Werner Friedrich von Harff zu Dreiborn, Domsänger zu Trier, Peter Joseph Francken-Sierstorpff, Regens der Laurentianer Burse zu Köln, und Christian Neuendahl, Regens der Montaner Burse zu Köln, respective Harffsche Kuratoren und Testamentsvollstrecker, seit 1778 Joseph Klemens von Plettenberg zu Lenhausen und seine Geschwister als Intervenienten Prokuratoren (Kl..): Lic. Johann Konrad Albrecht 1696 - Subst.: Lic. J. P. Jung - Lic. Ambrosius Joseph Stephani 1737 - Subst.: Lic. A. F. Spoenla Prokuratoren (Bekl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1696 - Subst.: Lic. J. P. Jung - Subst.: Lic. J. C. Wigandt 1712 Prozeßart: Mandati de restituendo possessionem et fructus perceptos cum clausula Instanzen: RKG 1696 - 1778 (1623 - 1778) Beweismittel: Ehevertrag von 1630 zwischen Wilhelm von Hoensbroeck, Sohn des verstorbenen Hermann von Hoensbroeck und der Anna von Bocholtz zu Grevenbroich, und Maria Agnes von Harff, Tochter des verstorbenen Johann von Harff zu Geilenkirchen und der Katharina von Gymnich (Q 2). Testament des Werner von Harff zu Landskron, Geilenkirchen, Eller, Vellbrüggen und Hüls, pfalzneuburg. Geheimen Hof- und Kammerrats, Kämmerers, Erbhofmeisters des Herzogtums Jülich und Amtmanns von Geilenkirchen, von 1672 (Q 15). Schenkung unter Lebenden des Werner von Harff von 1647 für seinen Neffen Johann Ulrich von Hoensbroeck, Sohn seiner Schwester Maria Agnes von Harff (Q 18). Relation und Gutachten der RKG-Kommission von 1713 (Beilage). Inventar aller Briefschaften und Dokumente, die 1623 im Archiv der Katharina von und zu Gymnich, Witwe des Johann von Harff und Landskron zu Geilenkirchen, aufgefunden wurden (II 129ff.). Beschreibung: 2 Bde., 14 cm; Bd. I: 3 cm, 167 Bl., lose, Q 1 - 39, 41 - 44, 46 - 48, 3 Beilagen von 1697 und 1724, es fehlt Q 45*; Bd. II: 11 cm, 667 Bl., gebunden, Q 40 (Akten des als RKG-Liquidationskommission tätigen kurköln. Hofrats von 1713 - 1718).
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
11.05.2026, 9:19 AM CEST