Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 3249
Wismar S 293, Nr. 22 (W S 8 n. 293, Nr. 22)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 08. 1. Kläger H
(1740) 28.06.1743-06.07.1743; 23.01.1753-
Kläger: (2) Johann Heincke, ehemaliger Kutscher des Residenten im Niedersächsischen Reichskreis Carl Christoph von Strahlenheim, zu Hamburg
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning als gemeinsamer Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P); seit 1756: Dr. Joachim Christoph Ungnade (A & P)
Fallbeschreibung: Der Kl. fordert für 5 Monate Lohn und Unterhalt der Pferde 115 Rtlr aus der Konkursmasse seines ehemaligen Dienstherrn. Das Tribunal fordert den Bekl. am 01.07. auf, binnen 3 Tagen zu der Forderung Stellung zu nehmen, dieser weist sie am 04.07. als unbewiesen zurück. Das Tribunal fordert daraufhin am 05.07.1743 eine Stellungnahme des Kl.s, erhält diese aber nicht. Am 23.01.1753 legt der Kl. Beweise für seine Forderung vor und entschuldigt die Verspätung damit, daß sein Anwalt ein neues Amt angetreten habe. Das Tribunal fordert den Bekl. am 31.01. zur Stellungnahme binnen 6 Wochen auf und erneuert seine Aufforderung am 28.03. Am 10.05. weist der Bekl. die Ansprüche zurück, am 17.05. schließt das Tribunal die Akten, am 27.10. bittet der Kl., die Entscheidung auszusetzen und erhält am 27.10.1753 einen entsprechenden Bescheid. Am 05.12.1755 erbittet der Kl. ein Urteil, am 24.03.1756 weist das Tribunal seine Ansprüche an der Konkursmasse zurück. Am 04.05. ergreift der Kl. dagegen restitutio in integrum und erbittet Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes, die er am 05.05. erhält. Am 01.06. trägt der Kl. seine Argumente und Beweise vor, am 10.09.1756 beauftragt das Tribunal Kl., die Aussage des Gefreiten Wesche durch einen Eid legalisieren zu lassen. Am 19.01.1757 ergeht ein Requisitorial an den Oberstleutnant von Roepstorff zu Glückstadt, Wesche einen entsprechenden Eid abzunehmen. Am 30.03. berichtet der Kl., daß Wesche mittlerweile verstorben sei und bittet, ihn einen Eid über die Rechtmäßigkeit seiner Forderung schwören zu lassen. Das Tribunal fordert den Bekl. am 19.04. zur Stellungnahme binnen 3 Wochen auf und erhält diese am 10.06., in der der Bekl. die Forderungen des Kl.s ablehnt. Das Tribunal macht sich diesen Standpunkt am 08.07.1757 zueigen und weist die Bitte des Kl.s ab. Am 04.02.1758 meldet sich der Rat Hamburgs beim Tribunalspräsidenten und bittet um Hilfe für seinen Bürger Heincke. Das Tribunal nimmt das Schreiben zu den Akten.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1743-1756 2. Tribunal 1756-1758
Prozessbeilagen: (7) Rechnung Heinckes vom ??.??.1740; von den Notaren Melchior Gottfried Gerlach und Johann Hinrich Westphal aufgenommene Zeugenbefragung der Hamburger Branntweinbrenner Hinrich Wilhelm Bobe und Nicolaus Gottfried Oelcker vom 28.02.1752; Vollmacht des Kl.s für Dr. Ungnade vom 22.08.1755; Bestätigung Dietrich Albrecht Wesches über den Kutscherlohn Heinckes vom 20.04.1756; von Notar Laurentius Friedrich Laminit aufgenommene Zeugenbefragung des Kaufmanns Georg Friedrich Heckenberg vom 14.04.1756, des Schneiders Michael Bernhard Simon und des Litzenbruders Johann Jochim Petersen vom 17.04.1756; Schreiben Roepstorfs an Tribunal vom 02.02.1757; Verhörartikel für Wesche; Fürschreiben des schwedischen Residenten in Hamburg, König, für Kl. vom 24.10.1757
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning als gemeinsamer Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P); seit 1756: Dr. Joachim Christoph Ungnade (A & P)
Fallbeschreibung: Der Kl. fordert für 5 Monate Lohn und Unterhalt der Pferde 115 Rtlr aus der Konkursmasse seines ehemaligen Dienstherrn. Das Tribunal fordert den Bekl. am 01.07. auf, binnen 3 Tagen zu der Forderung Stellung zu nehmen, dieser weist sie am 04.07. als unbewiesen zurück. Das Tribunal fordert daraufhin am 05.07.1743 eine Stellungnahme des Kl.s, erhält diese aber nicht. Am 23.01.1753 legt der Kl. Beweise für seine Forderung vor und entschuldigt die Verspätung damit, daß sein Anwalt ein neues Amt angetreten habe. Das Tribunal fordert den Bekl. am 31.01. zur Stellungnahme binnen 6 Wochen auf und erneuert seine Aufforderung am 28.03. Am 10.05. weist der Bekl. die Ansprüche zurück, am 17.05. schließt das Tribunal die Akten, am 27.10. bittet der Kl., die Entscheidung auszusetzen und erhält am 27.10.1753 einen entsprechenden Bescheid. Am 05.12.1755 erbittet der Kl. ein Urteil, am 24.03.1756 weist das Tribunal seine Ansprüche an der Konkursmasse zurück. Am 04.05. ergreift der Kl. dagegen restitutio in integrum und erbittet Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes, die er am 05.05. erhält. Am 01.06. trägt der Kl. seine Argumente und Beweise vor, am 10.09.1756 beauftragt das Tribunal Kl., die Aussage des Gefreiten Wesche durch einen Eid legalisieren zu lassen. Am 19.01.1757 ergeht ein Requisitorial an den Oberstleutnant von Roepstorff zu Glückstadt, Wesche einen entsprechenden Eid abzunehmen. Am 30.03. berichtet der Kl., daß Wesche mittlerweile verstorben sei und bittet, ihn einen Eid über die Rechtmäßigkeit seiner Forderung schwören zu lassen. Das Tribunal fordert den Bekl. am 19.04. zur Stellungnahme binnen 3 Wochen auf und erhält diese am 10.06., in der der Bekl. die Forderungen des Kl.s ablehnt. Das Tribunal macht sich diesen Standpunkt am 08.07.1757 zueigen und weist die Bitte des Kl.s ab. Am 04.02.1758 meldet sich der Rat Hamburgs beim Tribunalspräsidenten und bittet um Hilfe für seinen Bürger Heincke. Das Tribunal nimmt das Schreiben zu den Akten.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1743-1756 2. Tribunal 1756-1758
Prozessbeilagen: (7) Rechnung Heinckes vom ??.??.1740; von den Notaren Melchior Gottfried Gerlach und Johann Hinrich Westphal aufgenommene Zeugenbefragung der Hamburger Branntweinbrenner Hinrich Wilhelm Bobe und Nicolaus Gottfried Oelcker vom 28.02.1752; Vollmacht des Kl.s für Dr. Ungnade vom 22.08.1755; Bestätigung Dietrich Albrecht Wesches über den Kutscherlohn Heinckes vom 20.04.1756; von Notar Laurentius Friedrich Laminit aufgenommene Zeugenbefragung des Kaufmanns Georg Friedrich Heckenberg vom 14.04.1756, des Schneiders Michael Bernhard Simon und des Litzenbruders Johann Jochim Petersen vom 17.04.1756; Schreiben Roepstorfs an Tribunal vom 02.02.1757; Verhörartikel für Wesche; Fürschreiben des schwedischen Residenten in Hamburg, König, für Kl. vom 24.10.1757
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ