Schenkung von Gütern (zu Mardorf) an Cappel durch Eberhard Schröder
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Urk. 18, 512
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1461 April 15
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1450-1469
1461 April 15
Ausf. Perg., Notariatsinstrument mit Signet des Homberger Priesters und kaiserlichen Notars Konrad Geltze, Abb. des Signets Küch: Siegel (wie Nr.5) S.297 Nr.9. - Beide Sg. ab
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: noch der geburt vnsers herren Ihesu Cristi vierczenhundert jar vnd dornach in deme eyn vnd sesczigesten jare, in der nunden indiction, in deme dritten jare der cronunghe vnsers aller heilgesten in gote vaters vnd herren hern Pii babestes von gotlicher vorsichtekeit, des andern an deme funffczenden tage des mondes genant Aprilis vmme die vesperczcziet adder gar nehe dorbye in deme cloester zcu Cappel gelegen ...
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: In Gegenwart des Notars Konrad Geltze und der aufgeführten Zeugen waren im Stift Cappel (in der appthie in deme refectorio) Abt Konrad und der Konvent sowie der Homberger Bürger Eberhard Schröder versammelt. Letzterer habe, da sein Tochtersohn Nikolaus Becker (Clauwese Begker) eine Pfründe im Stift bekommen habe, dem genannten Abt und Konvent eine Pergamenturkunde (eynen purgamenen briff) mit anhängendem Siegel übergeben. Das Stift könne über deren Inhalt frei verfügen. Eberhard bittet neben der Teilhaftigkeit am Gebet um eine lebenslange Pfründe für sich und seine Nichte Katharina Schauenburg (Schouwenburges), was ihm von seiten des Stifts in Form einer jährlichen Fruchtlieferung zu Michaelis von 12 Maltern halb Korn und halb Hafer Homberger Maßes bewilligt wird (a). Nach Eberhards Tod erhält sein Tochtersohn Nikolaus Becker, Konventuale zu Cappel, lebenslang 4 1/2 Malter guter Frucht, ebenso die genannte Katharina, deren Fruchtrente nach ihrem Tod an Nikolaus fällt. Sind alle drei gestorben, fallen die Fruchtrente sowie die in der oben genannten Urkunde von Eberhard geschenkten Güter an das Stift zurück, zur Hälfte an die Abtei und das Siechhaus.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Um 1525) Item obir die v malder [darunter: 'ii punt geldes'] zcu Martdorff von Erbirt Schroder, burger czu Homberk, vnß gegeben in recepcione filii filie eius, scilicet Claus Beckers, anno 1461 cum certis litteris. (16.Jh.) Marttorff, Ebirth Schroders brieffe. (Inventar 1527) Lxxxvii
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Laien Heinz Buchholz, Johann Schar (Schair) von Homberg, Werner Scheffer von Todenhausen (Thudenhusen), Peter Schmidt (Smet) von Wildungen, Henne Gisseln von Treysa
Vermerke (Urkunde): Siegler: der notariellen Beglaubigung: Abt und Konvent von Cappel
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.226 f.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: In Gegenwart des Notars Konrad Geltze und der aufgeführten Zeugen waren im Stift Cappel (in der appthie in deme refectorio) Abt Konrad und der Konvent sowie der Homberger Bürger Eberhard Schröder versammelt. Letzterer habe, da sein Tochtersohn Nikolaus Becker (Clauwese Begker) eine Pfründe im Stift bekommen habe, dem genannten Abt und Konvent eine Pergamenturkunde (eynen purgamenen briff) mit anhängendem Siegel übergeben. Das Stift könne über deren Inhalt frei verfügen. Eberhard bittet neben der Teilhaftigkeit am Gebet um eine lebenslange Pfründe für sich und seine Nichte Katharina Schauenburg (Schouwenburges), was ihm von seiten des Stifts in Form einer jährlichen Fruchtlieferung zu Michaelis von 12 Maltern halb Korn und halb Hafer Homberger Maßes bewilligt wird (a). Nach Eberhards Tod erhält sein Tochtersohn Nikolaus Becker, Konventuale zu Cappel, lebenslang 4 1/2 Malter guter Frucht, ebenso die genannte Katharina, deren Fruchtrente nach ihrem Tod an Nikolaus fällt. Sind alle drei gestorben, fallen die Fruchtrente sowie die in der oben genannten Urkunde von Eberhard geschenkten Güter an das Stift zurück, zur Hälfte an die Abtei und das Siechhaus.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Um 1525) Item obir die v malder [darunter: 'ii punt geldes'] zcu Martdorff von Erbirt Schroder, burger czu Homberk, vnß gegeben in recepcione filii filie eius, scilicet Claus Beckers, anno 1461 cum certis litteris. (16.Jh.) Marttorff, Ebirth Schroders brieffe. (Inventar 1527) Lxxxvii
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Laien Heinz Buchholz, Johann Schar (Schair) von Homberg, Werner Scheffer von Todenhausen (Thudenhusen), Peter Schmidt (Smet) von Wildungen, Henne Gisseln von Treysa
Vermerke (Urkunde): Siegler: der notariellen Beglaubigung: Abt und Konvent von Cappel
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.226 f.
(a) mit dem Zusatz: 'yme vorhandelogin kegen Homberg adder eyne myle weges von Cappel'
[Rede Eberhard Schröders (Z.12)]: Myne lieben herren, ir wisset du czur tziet so ir mynen son hern (Z.13) Clauwese Begker vnd myner dochter son vmme godes willen innomet yme vmme goddes willen die phrunde gebet du geretde ich en hoffte nicht zcu sterben, ich wulde uch vmme (Z.14) goddes willen myt ichte bedengken, vnd hirvmme so geben ich uch in der ere des almechtighin goddes dissen briff vnd alle das das dormidde das disser briff beruret vnd ynne hildet vnd sullet (Z.15) das erblich besiczen vnd haben in mossen so hirnoch berurt wird. [Rede des Abts und Konvents (Z.16)]: Begherthe her ichtes widder von (Z.17) yn wulden sie yme vmme godes willen gancz willig sin. [Antwort Eberhards]: Her beghere von yn allen irs gebedes vnd guden wergke kegen got teylhafftig zcu sin (Z.18) vnd das sie yme wullen geben by yn eyne phrunde zcu syme lybe vnd Katherinen Schouwenburges syner nyffteln ouch eyne phrunde.
[Rede Eberhard Schröders (Z.12)]: Myne lieben herren, ir wisset du czur tziet so ir mynen son hern (Z.13) Clauwese Begker vnd myner dochter son vmme godes willen innomet yme vmme goddes willen die phrunde gebet du geretde ich en hoffte nicht zcu sterben, ich wulde uch vmme (Z.14) goddes willen myt ichte bedengken, vnd hirvmme so geben ich uch in der ere des almechtighin goddes dissen briff vnd alle das das dormidde das disser briff beruret vnd ynne hildet vnd sullet (Z.15) das erblich besiczen vnd haben in mossen so hirnoch berurt wird. [Rede des Abts und Konvents (Z.16)]: Begherthe her ichtes widder von (Z.17) yn wulden sie yme vmme godes willen gancz willig sin. [Antwort Eberhards]: Her beghere von yn allen irs gebedes vnd guden wergke kegen got teylhafftig zcu sin (Z.18) vnd das sie yme wullen geben by yn eyne phrunde zcu syme lybe vnd Katherinen Schouwenburges syner nyffteln ouch eyne phrunde.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ