Urkunden Dekanatsarchiv Melsungen (Bestand)
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U 2 Melsungen
Landeskirchliches Archiv Kassel (Archivtektonik) >> Urkunden
Bestandsbeschreibung: Der Bestand geht auf die Pfarrei der niederhessischen Stadt Melsungen zurück. Da die erste Pfarrstelle mit dem Amt des Dekans für den Kirchenkreis Melsungen verbunden ist, gelangten die Urkunden in das Dekanatsarchiv Melsungen. Im Juli 1982 gab sie Dekan Linz an das Landeskirchenamt Kassel ab. Nachdem sie dort zwei Jahrzehnte in einem Tresor gelagert hatten, wurden sie am 15. Dezember 2001 dem Landeskirchlichen Archiv Kassel übergeben.
Es ließ sie restaurieren und von Juni bis Juli 2003 durch die Archivschule Marburg im Rahmen eines Werkvertrags transkribieren und regestrieren. Das Landeskirchliche Archiv erstellte im Frühjahr 2009 Digitalisate der Urkunden und bereitete sie nach einer kritischen Durchsicht der Regesten im Dezember 2009 für das Einstellen ins Internet vor.
Der Überlieferungsschwerpunkt der 76 Urkunden, die zwischen 1344 und 1619 ausgestellt wurden, betrifft zeitlich das 16. Jahrhundert und inhaltlich das "kleine Kirchengut" der Stadt Melsungen. Dokumentiert ist vorrangig die Vergabe von Geldsummen durch kirchliche Institutionen an Personen, die dafür jährliche Renten zahlten und ihre Liegenschaften als Sicherheit stellten. Die Einnahmen kamen den Altären der Stadtkirche, der Kirche in Obermelsungen oder dem Hospital zugute. In der Reformation wurden die Altarpfründen für den Gotteskasten umgewidmet, der die kirchlichen Sach- und Personalausgaben zu tragen hatte. Neben dieser allgemeinen Kasse bestand die Altarpfründe der Frühmessnerei an der Stadtkirche nach der Reformation als Stipendienfonds für Studenten der Stadt fort.
Die Urkunden enthalten Informationen unter anderem zu den Patrozinien der Altäre in der Stadtkirche und der späteren Vikariatskirche Obermelsungen, den an ihnen tätigen Geistlichen, zu Armenspenden und Bruderschaften als Formen der Frömmigkeit in einer spätmittelalterlichen Stadt und zu den Besitzverhältnissen in Melsungen und zahlreichen umliegenden Dörfern.
Es ist zu zitieren: Landeskirchliches Archiv Kassel, U Melsungen, Nr. ...
Kassel, 16. Dezember 2009
Peter Heidtmann-Unglaube
Es ließ sie restaurieren und von Juni bis Juli 2003 durch die Archivschule Marburg im Rahmen eines Werkvertrags transkribieren und regestrieren. Das Landeskirchliche Archiv erstellte im Frühjahr 2009 Digitalisate der Urkunden und bereitete sie nach einer kritischen Durchsicht der Regesten im Dezember 2009 für das Einstellen ins Internet vor.
Der Überlieferungsschwerpunkt der 76 Urkunden, die zwischen 1344 und 1619 ausgestellt wurden, betrifft zeitlich das 16. Jahrhundert und inhaltlich das "kleine Kirchengut" der Stadt Melsungen. Dokumentiert ist vorrangig die Vergabe von Geldsummen durch kirchliche Institutionen an Personen, die dafür jährliche Renten zahlten und ihre Liegenschaften als Sicherheit stellten. Die Einnahmen kamen den Altären der Stadtkirche, der Kirche in Obermelsungen oder dem Hospital zugute. In der Reformation wurden die Altarpfründen für den Gotteskasten umgewidmet, der die kirchlichen Sach- und Personalausgaben zu tragen hatte. Neben dieser allgemeinen Kasse bestand die Altarpfründe der Frühmessnerei an der Stadtkirche nach der Reformation als Stipendienfonds für Studenten der Stadt fort.
Die Urkunden enthalten Informationen unter anderem zu den Patrozinien der Altäre in der Stadtkirche und der späteren Vikariatskirche Obermelsungen, den an ihnen tätigen Geistlichen, zu Armenspenden und Bruderschaften als Formen der Frömmigkeit in einer spätmittelalterlichen Stadt und zu den Besitzverhältnissen in Melsungen und zahlreichen umliegenden Dörfern.
Es ist zu zitieren: Landeskirchliches Archiv Kassel, U Melsungen, Nr. ...
Kassel, 16. Dezember 2009
Peter Heidtmann-Unglaube
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 07:29 MEZ