Majolika Manufaktur Karlsruhe
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Archive von Anstalten, Körperschaften und Stiftungen >> Firmen
Überlieferungsgeschichte
Auf Anregung des Galeriedirektors und Professors der Karlsruher Akademie Hans Thoma sowie seines Freundes, des Malers und Keramikers Wilhelm Süs, und mit Zustimmung Großherzog Friedrichs I. wurde 1901 die "Großherzogliche Majolika-Manufaktur" in Karlsruhe gegründet. Trotz anfänglicher Absatzschwierigkeiten der Produkte übernahm 1903 das Karlsruher Kunstgewerbehaus C.F. Müller den Vertrieb. Dank der Errichtung neuer Fabrikgebäude am Rande des Karlsruher Schloßparks 1909-1913 konnte die Produktion durch die Herstellung von Baukeramik, Öfen, Brunnen, Grabmalkunst, Park- und Gartenschmuck erweitert werden; die Manufaktur gestaltete in ganz Deutschland vor allem Innenräume von, öffentlichen Gebäuden, Kauf- und Privathäusern aus. Für Baden wirkte die Produktion bei Kleinkunst und Gebrauchskeramik stil- und geschmacksbildend.
Nach Pachtverträgen mit den Großindustriellen Duensing und Bicheroux 1913 (Boitzenburg/Elbe) und der Firma Villeroy und Boch 1914-1921 gelang 1921 die Umwandlung des Betriebs in die " Großherzogliche Majolika-Manufaktur- Kunstkeramische Werkstätten GmbH". Das Land Baden hatte die Manufaktur bereits seit 1919 in seinem Besitz. Nach dem Ankauf der "Kunstkeramischen Werkstätten Dr. Baer" im März 1922 kam es zur Umwandlung der GmbH in die "Großherzogliche Manufaktur-Aktiengesellschaft". Erst 1927 erhielt die Firma die Bezeichnung "Staatliche Majolika-Manufaktur AG". Von 1978 bis 1983 lag die Aktienmehrheit bei den Katz Werken AG in Gernsbach. Seither ist das Land Baden-Württemberg alleiniger Träger der Manufaktur.
Das Archivgut der Majolika wurde in den Jahren 1979, 1981, 1983, 1985, 2006 durch das Badische Landesmuseum Karlsruhe im Generallandesarchiv hinterlegt.
Inhalt und Bewertung
Akten:
Betriebsleitung.- Organisation.- Produktion.- Verkauf, Korrespondenz mit Behörden, Künstlern und Verbänden
Fotographien und Drucke: Kleinkunst und Gebrauchskeramik.- Firmengeschichte und Werbematerial
Zeichnungen, Graphiken und Aquarelle: Baukeramik.- Brunnen.- Kachelöfen.- Garten- und Gebrauchskeramik.- Gustav Heinkel.- Karl Heinz Feist.- Dietmar Liedke.- Erwin Spuler u.a. künstler
Auf Anregung des Galeriedirektors und Professors der Karlsruher Akademie Hans Thoma sowie seines Freundes, des Malers und Keramikers Wilhelm Süs, und mit Zustimmung Großherzog Friedrichs I. wurde 1901 die "Großherzogliche Majolika-Manufaktur" in Karlsruhe gegründet. Trotz anfänglicher Absatzschwierigkeiten der Produkte übernahm 1903 das Karlsruher Kunstgewerbehaus C.F. Müller den Vertrieb. Dank der Errichtung neuer Fabrikgebäude am Rande des Karlsruher Schloßparks 1909-1913 konnte die Produktion durch die Herstellung von Baukeramik, Öfen, Brunnen, Grabmalkunst, Park- und Gartenschmuck erweitert werden; die Manufaktur gestaltete in ganz Deutschland vor allem Innenräume von, öffentlichen Gebäuden, Kauf- und Privathäusern aus. Für Baden wirkte die Produktion bei Kleinkunst und Gebrauchskeramik stil- und geschmacksbildend.
Nach Pachtverträgen mit den Großindustriellen Duensing und Bicheroux 1913 (Boitzenburg/Elbe) und der Firma Villeroy und Boch 1914-1921 gelang 1921 die Umwandlung des Betriebs in die " Großherzogliche Majolika-Manufaktur- Kunstkeramische Werkstätten GmbH". Das Land Baden hatte die Manufaktur bereits seit 1919 in seinem Besitz. Nach dem Ankauf der "Kunstkeramischen Werkstätten Dr. Baer" im März 1922 kam es zur Umwandlung der GmbH in die "Großherzogliche Manufaktur-Aktiengesellschaft". Erst 1927 erhielt die Firma die Bezeichnung "Staatliche Majolika-Manufaktur AG". Von 1978 bis 1983 lag die Aktienmehrheit bei den Katz Werken AG in Gernsbach. Seither ist das Land Baden-Württemberg alleiniger Träger der Manufaktur.
Das Archivgut der Majolika wurde in den Jahren 1979, 1981, 1983, 1985, 2006 durch das Badische Landesmuseum Karlsruhe im Generallandesarchiv hinterlegt.
Inhalt und Bewertung
Akten:
Betriebsleitung.- Organisation.- Produktion.- Verkauf, Korrespondenz mit Behörden, Künstlern und Verbänden
Fotographien und Drucke: Kleinkunst und Gebrauchskeramik.- Firmengeschichte und Werbematerial
Zeichnungen, Graphiken und Aquarelle: Baukeramik.- Brunnen.- Kachelöfen.- Garten- und Gebrauchskeramik.- Gustav Heinkel.- Karl Heinz Feist.- Dietmar Liedke.- Erwin Spuler u.a. künstler
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ