Kleinere Landesherrschaften: Grafschaft Solms (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
345
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Altes Reich >> Kleinere Landesherrschaften
1330-1891
Enthält: Urkunden und Urkundenabschriften, 1330-1813
Akten und Amtsbücher, (1351) 1450-1841: darunter ein Vasallenverzeichnis der Grafen von Solms aus dem Jahr 1450, Haus- und Familiensachen, Verordnungen, Grenzsachen, Kirchen- und Schulsachen, Gerichtsbücher und Protokolle des Amtes Greifenstein und der Landgerichte zu Lohe (bei Werdorf), Dillheim und Ulm, Steuer- und Rechnungssachen
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde 1936 vom Staatsarchiv Koblenz an das Staatsarchiv Wiesbaden abgegeben.
Es handelt sich hierbei um einen Pertinenzbestand, der vorwiegend aus hessischen und nassauischen Akten über die Beziehungen dieser Territorien zur Grafschaft Solms besteht sowie aus Vorakten der von 1815 bis 1848 unter preußischer Oberhoheit stehenden standesherrlichen Verwaltung der Grafen von Solms.
Die in der Solms'schen Verwaltung erwachsenen Akten werden in dem Fürstlich-Solms-Braunfels'schen Archiv in Braunfels und in dem Fürstlich-Solms-Lich'schen Archiv in Lich aufbewahrt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Grafschaft Solms ist vermutlich schon in der Salier- oder frühen Stauferzeit in dem Raum um Burgsolms, dem Stammsitz des Grafenhauses, und die im 13. Jh. errichteten Burgen Braunfels und Königsberg entstanden.
Nachdem sich das Grafenhaus seit 1260 in mehrere Linien geteilt hatte, besaßen gegen Ende des Alten Reiches die Fürsten von Solms-Braunfels und die Grafen von Solms-Lich folgende Anteile an der ursprünglichen Grafschaft Solms:
Fürst zu Solms-Braunfels:
Amt Braunfels: Albshausen, Bonbaden, Braunfels, Burgsolms, Griedelbach, Kraftsolms, Kröffelbach, Laufdorf, Münchholzhausen, Nauborn (zum Teil), Neukirchen, Niederquembach, Niederwetz (zum Teil), Oberndorf, Oberquembach, Oberwetz, Schwalbach, Steindorf und Tiefenbach.
Amt Leun: Leun, Niederbiel, Oberbiel.
Amt Greifenstein: Allendorf, Altenstädten, Aßlar, Bechlingen, Berghausen, Biskirchen, Bissenberg, Breitenbach, Daubhausen, Dillheim, Dreisbach, Edingen, Ehringshausen, Greifenstein, Greifenthal, Holzhausen, Katzenfurt, Kölschhausen, Niedergirmes, Niederlemp, Stockhausen, Ulm, Werdorf.
Graf zu Solms-Lich:
Amt Hohensolms: Ahrdt, Altenkirchen, Altenstädten, Bellersdorf, Bermoll, Blasbach, Erda, Hohensolms, Mudersbach, Oberlemp.
Findmittel: Akten: Repertorium, 1930 (hs.)
Findmittel: Urkunden: Repertorium von Leopold Eltester, 1862
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Akten und Amtsbücher, (1351) 1450-1841: darunter ein Vasallenverzeichnis der Grafen von Solms aus dem Jahr 1450, Haus- und Familiensachen, Verordnungen, Grenzsachen, Kirchen- und Schulsachen, Gerichtsbücher und Protokolle des Amtes Greifenstein und der Landgerichte zu Lohe (bei Werdorf), Dillheim und Ulm, Steuer- und Rechnungssachen
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde 1936 vom Staatsarchiv Koblenz an das Staatsarchiv Wiesbaden abgegeben.
Es handelt sich hierbei um einen Pertinenzbestand, der vorwiegend aus hessischen und nassauischen Akten über die Beziehungen dieser Territorien zur Grafschaft Solms besteht sowie aus Vorakten der von 1815 bis 1848 unter preußischer Oberhoheit stehenden standesherrlichen Verwaltung der Grafen von Solms.
Die in der Solms'schen Verwaltung erwachsenen Akten werden in dem Fürstlich-Solms-Braunfels'schen Archiv in Braunfels und in dem Fürstlich-Solms-Lich'schen Archiv in Lich aufbewahrt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Grafschaft Solms ist vermutlich schon in der Salier- oder frühen Stauferzeit in dem Raum um Burgsolms, dem Stammsitz des Grafenhauses, und die im 13. Jh. errichteten Burgen Braunfels und Königsberg entstanden.
Nachdem sich das Grafenhaus seit 1260 in mehrere Linien geteilt hatte, besaßen gegen Ende des Alten Reiches die Fürsten von Solms-Braunfels und die Grafen von Solms-Lich folgende Anteile an der ursprünglichen Grafschaft Solms:
Fürst zu Solms-Braunfels:
Amt Braunfels: Albshausen, Bonbaden, Braunfels, Burgsolms, Griedelbach, Kraftsolms, Kröffelbach, Laufdorf, Münchholzhausen, Nauborn (zum Teil), Neukirchen, Niederquembach, Niederwetz (zum Teil), Oberndorf, Oberquembach, Oberwetz, Schwalbach, Steindorf und Tiefenbach.
Amt Leun: Leun, Niederbiel, Oberbiel.
Amt Greifenstein: Allendorf, Altenstädten, Aßlar, Bechlingen, Berghausen, Biskirchen, Bissenberg, Breitenbach, Daubhausen, Dillheim, Dreisbach, Edingen, Ehringshausen, Greifenstein, Greifenthal, Holzhausen, Katzenfurt, Kölschhausen, Niedergirmes, Niederlemp, Stockhausen, Ulm, Werdorf.
Graf zu Solms-Lich:
Amt Hohensolms: Ahrdt, Altenkirchen, Altenstädten, Bellersdorf, Bermoll, Blasbach, Erda, Hohensolms, Mudersbach, Oberlemp.
Findmittel: Akten: Repertorium, 1930 (hs.)
Findmittel: Urkunden: Repertorium von Leopold Eltester, 1862
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
7,4 m (54 Urkunden und Urkundenabschriften; 7 m Akten und Amtsbücher)
Bestand
Literatur: Friedrich Uhlhorn: Geschichte der Grafen von Solms im Mittelalter. Leipzig 1931.
Literatur: August Schönwerk: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar. Wetzlar 1975 (2. Auflage).
Literatur: Friedrich Kilian Abicht: Der Kreis Wetzlar. 3 Bände. Wetzlar 1836-1837.
Literatur: August Schönwerk: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar. Wetzlar 1975 (2. Auflage).
Literatur: Friedrich Kilian Abicht: Der Kreis Wetzlar. 3 Bände. Wetzlar 1836-1837.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 MESZ