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Bittschriften (Suppliken) von Untertanen im Amt Kirchberg an Graf Philipp Ernst von Hohenlohe-Langenburg
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Ki 40 Regierung, Kammer und Ämter der Herrschaft Kirchberg
Regierung, Kammer und Ämter der Herrschaft Kirchberg >> 2. Hohenlohische Verwaltung der Herrschaft Kirchberg und Verwaltung der Linie Hohenlohe-Kirchberg (bis 1806) >> 2.7. Angelegenheiten der Untertanen mit zwingendem Kontakt zu Behörden >> 2.7.10. Bittschriften (Suppliken) und Beschwerden von Untertanen >> 1601-1650
1616-1621
Enthält:
Albrecht Beck in Mistlau bittet darum, ihm angesichts seines kontrakten Leibs den Reitdienst (die Reiterei) zu erlassen und zum andern, ihn nicht zu zwingen, wegen einer rückständigen Schuld an seine Tochter sein Gut zu verkaufen, 1616;
Hans Greter in Kleinallmerspann bittet darum, ihm den Reitdienst wegen seines Alters und körperlichen Zustands zu erlassen, 1616;
Hans Hölzer, Markgräfischer Schmied in Lendsiedel, bittet, ihn gegen Angriffe durch Hans Schaffert und seinen Sohn, ebenfalls Schmiede in Lendsiedel, zu schützen, 1616;
Daniel Scheuermann, gewesener Schuldiener und Gerichtsschreiber in Bergrheinfeld, jetzt in Wallhausen, bittet, ihm das Amt der Gegenschreiberei in Lendsiedel zu übertragen, 1616;
Hans Ludwig in Niederwinden bittet um Aufschub mit Erlegung einer Schuld gegenüber dem Täter, der Michael Kaisers (Keisers) Sohn in Kirchberg entleibt hat, 1616;
Die hinterlassenen Erben der Brüder Hans, Michael und Endris Pröger in Kirchberg, Steinbächlein und Lendsiedel bitten, sie vom Erbe ihres Vetters Balthas Pröger nicht auszuschließen, 1616 (zwei Suppliken);
Margaretha Dürr, Witwe des Hans Dürr in Kirchberg, und Kinder bitten um Aufschub zur Bezahlung von Hauptrecht und Bestehengeld für die Hinterlassenschaft ihres Ehemannes bzw. Vaters, ohne Datum, vermutlich 1616;
Leonhard Schumann in Tiefenbach bittet um einen Handlohnnachlass für das ererbte Gut seiner Pflegekinder (des Leonhard Hölzers/Höltzers Kinder und Kindeskinder in Tiefenbach), 1616;
Georg Herterich als Vormünder und die nachgelassenen Kinder und sämtliche Erben des anderen Vormünders Jörg Obermüller bitten, es in Betreff der Erbschaft ihres in Ungarn verbliebenen Vetter Balthas Pröger bei dem ergangenen gräflichen Dekret zu belassen, 1616 (vgl. auch obige Pröger'sche Bittschriften);
Thomas Beck, Comburgischer Untertan in Mistlau, bittet darum, Michael Scherz in Mistlau anzuweisen, ihm eine Schuld zurückzuzahlen, 1616;
###Michael Klein in Elzhausen bittet darum, Leonhard Schuhmacher in Dörrmenz zur Rückzahlung einer Schuld aus verliehenem Vormundsgeld anzuhalten, 1616. Enthält auch: Der Vogt zu Kirchberg soll Knie Michels Tochtermann in Dörrmenz/Dörmitz in Verhaft nehmen bis er das ausstehende Vormundsgeld bezahlt hat, 1616;
Melchior Seybold in Tiefenbach bittet, den Käufer seines halben Hofes Simon Dasing die althergebrachten Brunnenrechte genießen zu lassen, die ihm von Leonhard Schuman streitig gemacht werden, 1616;
Die hinterlassenen Kinder von Burkhard Hornung in Gaggstatt bitten, Ihnen die ihrem in Creglingen im Gefängnis gestorbenen Stiefvater Endris Wüchner zukommenden Jahrzieler einzuräumen, 1616;
###Die Erben (Geschwister und Befreundete; Georg Habel , ... von Triftshausen?, Endris Büttner in Ruppertshofen, Leonhard Kraus in Lenkerstetten für sich und die mitinteressierten Erben) des Hans Kraus von seiner ersten Ehe her bitten, Ihnen zur Auszahlung eines Legats zu verhelfen, 1616 (wurde gütlich verglichen);
Hans Walck in Eichenau bittet um herrschaftlichen Konsens, einen zu seinem Gütlein gehörigen Acker an Michael Bullinger verkaufen und dagegen einen eigenen Acker zum Gut ziehen zu dürfen, 1616;
Die Kinder und Schwiegersöhne des Leonhard Greter in Hessenau (Die Witwe von Stephan Schürg? in Hessenau, Leonhard Seckel in Söllbot, Caspar Schumann in Dünsbach und Michael Dietz? in Unterweiler?) bitten darum, den (wegen ihres Stiefbruders und Schwagers Hans Greter in Büchenstegen auferlegten) Arrest über ihr Erbe aufzuheben und ihnen dieses zukommen zu lassen, 1616;
Georg Pflüger, Schreiner in Adolzhausen, bittet darum, seinen Kindern Andreas, Georg und Barbara die Leibeigenschaft zu erlassen, 1617;
Georg Trumpp in Eichenau bittet um herrschaftlichen Konsens, ein Äckerlein aus seinem Gut verkaufen und dafür ein anderes in sein Gut ziehen zu dürfen, 1618; Untertanen im Amt Kirchberg, die auf dem Hof der fürstlichen Witwe dienen (Leonhard Schumann, Simon Dasing und Hans Albrecht in Tiefenbach, Hans König und Michael Strecker in Helmshofen, Endris Stümpfich, Jörg Ziegler und Adam Mack in Bölgental, Leonhard Reinhards Witwe, Hans Schneider, Leonhard Krauß und Leonhard Walter in Lenkerstetten, Hans Schumm und N. N. in Gaggstatt) bitten darum, ihnen das Dienstholzführen zu erlassen, 1618-1619. Enthält auch: Liste der Bauern im Amt Kirchberg, die auf dem Hof der Fürstin in Kirchberg dienen sollen, und Interzession der Fürstinwitwe Elisabeth zu Braunschweig-Lüneburg, 1619;
Leonhard Laidig (Leidig) in Weckelweiler bittet um herrschaftlichen Konsens, sein erkauftes Gut weitere drei Jahre an Michael Knie, Schlosstorwart in Weikersheim, verpfänden zu dürfen, 1620;
Bastian Weber in Weckelweiler bittet um herrschaftlichen Konsens, sein Gut an die alte Klinglerin in Lendsiedel für drei Jahre verpfänden zu dürfen, 1620;
Wolf Fischer, Wirt in Laßbach, bittet darum, Hans Schumm in Gaggstatt zur Zahlung seiner Schulden zu veranlassen, 1621;
Hans Gentner in Tiefenbach bittet um herrschaftlichen Konsens, sein Gut weitere drei Jahre an Jörg Wagner den älteren in Tiefenbach verpfänden zu dürfen, 1621;
Hans Albrecht in Tiefenbach bittet um herrschaftlichen Konsens, sein Gut weitere drei Jahre an Georg Wagner den jüngeren in Tiefenbach verpfänden zu dürfen, 1621;
Simon Dasing in Tiefenbach bittet um herrschaftlichen Konsens, sein Gut weitere drei Jahre an Jörg Wagner den älteren in Tiefenbach verpfänden zu dürfen, 1621;
Endris Österreicher in Gaggstatt bittet herrschaftlichen Konsens, sein Gut weitere drei Jahre an die Witwe Georg Klinglers in Lendsiedel verpfänden zu dürfen, 1621;
Leonhard Krauß in Lenkerstetten bittet um herrschaftlichen Konsens, sein Gut mit erhöhter Schuldsumme weitere drei Jahre an Balthas Schmid in Gaggstatt verpfänden zu dürfen, 1621;
Georg Wagner, geschworener Kornmesser und Mühlmeister in Kirchberg, bittet, an seiner Statt jemand anderes in den militärischen Ausschuss zu wählen, damit er seinen anderen Aufgaben besser nachkommen könne;
Hans Manz der ältere in Gaggstatt bittet um herrschaftlichen Konsens, einen Acker und ein Wiesenstücklein am Weltes mit erhöhter Schuldsumme weitere drei Jahre an Leonhard Schumm in Mistlau verpfänden zu dürfen;
Leonhard Artzt, Wirt in Gaggstatt, bittet um herrschaftlichen Konsens zu einer Kreditaufnahme bei Peter Klingler in Lendsiedel auf drei Jahre unter Verpfändung seiner Wirtschaft, 1621;
Stefan Ziegler in Eichenau bittet darum, ihn mit der angesetzten hohen Schatzungsstrafe zu verschonen.
Amt Kirchberg (?)
1 Faszikel, 3 cm
Archivale
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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