Bruder Thomas de Firmo, Professor der Theologie und Magister des Predigerordens, an den Provinzialprior und Vikar von Westphalen und den Magister Symon Dypenhem, Professor der heiligen Urkunde vom Predigerorden in der Privinz Sachsen: Er erlaubt den Klosterschwestern in Lemgo, ihre Mütter, Verwandte und andere weibliche Wohltäter höchstens viermal im Jahre zu empfangen oder bei sonstigen dringenden Anlässen. Priesterliche Brüder und Bekenner dürfen an Feiertagen die Messe feiern, aber nur in heiliger Gewandung, und müssen nach Vollendung der göttlichen Handlung gehen, bevor die heiligen Gewänder abgelegt sind. Für Arbeiten mit Bierfässern, Heringstonnen u.ä., die weiblichen Kräften zu schwer sind, können sie Knechte annehmen. Zu der Generalzählung der Priorin werden die dazu bestimmten Brüder zusammen mit den Provisoren des Klosters bis zum unteren Chor einmal im Jahre eingeführt. Datum Lubik supradicte privincie Saxonie die VIII. mensis aprilis. Da dieser Erlaß auf Papier geschrieben und der Gefahr der Zerstörung ausgesetzt war, hat auf Nachsuchen der Priorin und der Senioren des Konvents Brudr Jakob von Soest vom Predigerorden und Professor der heiligen Urkunde die auf Pergament abgeschriebene Urkunde verglichen, beglaubigt und besiegelt. Datum lemego anno domini 1420 do(minica) infra octava Ascensionis (1420 Mai 19). Original auf Pergament mit anhängendem Siegel