Heinrich v. Ense, Kanoniker zu Paderborn, bestätigt die Übernahme der Salzkottener (Saltkotten) Mühle vom Erzbischof Dietrich1 von Köln als Pfand für 800 Gulden sowie die damit eingegangenen Verpflichtungen. Er gibt als Insert den Wortlaut der Urkunde des Erzbischofs wieder. Siegelankündigung des Heinrich v. Ense und Siegelbitte an Reinhard von der Lippe (Reynken van der Lyppe), mit dem er verschwägert ist (mynen lieven swager), der das bestätigt. Datum 29. Juni 1446 (up sent Peter ind Pauwels dach der hilligen apostelen). Erzbischof Dietrich1 (Diederich) von Köln, verpfändet Heinrich v. Ense, Kanoniker zu Paderborn, auf Widerruf die Mühle zu Salzkotten (Saltkotten) für 800 Gulden, die er von Heinrich bei Millinghausen2 (Mylynchusen) bekommen hatte. Falls die Mühle wegen des Stifts Paderborn verloren geht, so wird er die 800 Gulden zurückzahlen sowie pro Jahr die entgangenen Einkünfte ersetzen. Heinrich muss die Mühle in gutem Zustand halten. Ein Widerruf kann jedes Jahr am Martinstag (11. November) erfolgen. Siegelankündigung des Erzbischofs und Siegelbitte an das Kölner Stift für das Siegel ad causas, das dies bestätigt. Datum 29. Juni 1446 (up sent Peter ind Pauwels dach der hilligen apostelen). Umschlag: Revers. Heinrichs van Ense, Kanonichs zu Paderborn, daß Erzb. Did. ihm für 800 Gulden seine Mühle zu Saltkotten versetzt habe. 1446 29. Juny. Registerblatt: zu Salzkotten die kuhrfürstliche Mühle. obige Mühle verschreibt und verpfändet kuhrfürst Diederich an Heinrich von Ense, Kanonich zu Paderborn auf Wieder- löse für 800 Gulden 1446 [andere Schrift] 29. Juny. Inhalt: Ich Heinrich van Ense, canonich der kirchen zo Paderborne, doin kunt, so als der hoegwirdige furste, myn gnedige lieve here, here Diederich, ertzbusschoff zo Colne, hertzoigh zo Westfalen ind zo Enger etc., myr nu syne moelen zom Saltkotten gelegen mit yrem zobehoere verschreven ind versatt hait, vur echthundert oeverlensche rynsche gulden, na lude synre gnaden brieff myr dar up sprechenn gegeven, der van woirde toa woirde her na geschreven volgt ind ludet alsus: ”Wir Diederich, van Goitz gnaden der hilliger kirchen zo Colne ertzbusschoff, des hilligen roemschen richs in Ytalien ertzcanceller, hertzoigh zu Westfalen ind zo Enger etc., doin kunt, so als wir schuldich syn dem eirberen unsem lieven andechtigen Heinrich van Ense, canonich unser kirchen zo Paderborne, echthondert gude oeverlensche rynsche gulden, van sulcher updracht hie uns zo Mylynchusen upgedragen hait, also bekennen wir vur uns, unse nakomen ind gestichte van Colne, dat wir yme, synen erven off helder dis brieffs, mit yren willen der helder, gheyn furst, here noch landhere syn en sall dar vur pantzgewyse verschreven han ind verschreyven overmitz dessen brief unse moelen zom Saltkotten mit yren zo behoeren, der zo gebruichen sund afflach der vurß. echthundert gulden ind zo behalden, bis so lange wir, unse nakomen ind gestichte yme die vurß. echthundert gulden gentzlich ind zo maile betzalt han, ain argelist. Ouch is bededinckt off sache, were dat den vurß. Heinrich, synen erven off behelder vurß., die moelen vurß. affhendich gemacht wurde van unses gestichtz wegen van Paderborne, dat wir, unse nakomen ind gestichte yme gelych wale, synen erven off heldere vurß., schuldich sullen syn zo geven ind zo betzalen die echthundert gulden vurß., ind die wyle yme die moelen off sich dat so geviele affhendich gemacht wurde als vurß. steit, so sullen wir, unse nakomen ind gestichte yme, synen erven off heldere vurß. alle jairs geven so vyll, as yme vanden moelen zo Saltkotten yeirlichs zo vallen plege. Die moelen hie ouch in gewoenlichen buwe halden sall. Ouch so moegen wir, unse nakomen ind gestichte, die vurß. moelen loesen van dem vurß. Heinrich van Ense, synen erven off helder vurß. mit den echthundert gulden vurß., wanner uns, unse nakomen ind gestichte dat gelustet ind guet syn duncket, up sent Mertyns dage, des hilligen busschoffs in dem hervest, der loesen Heinrich vurß., syne erven off helder vurß. uns, unsen nakomen ind gestichte altzyt also gehoursam syn sullen, ind uns, unsen nakomen ind gesticht der nyt weygern. Urkund unses sigels vur uns, unse nakomen ind gesticht her an gehangen ind vort gebeden die eirbern unse lieve andechtigen dechen ind capittell unser kirchen vamme doeme zo Colne, dat sy dis zo getzuge der wairheit yrs capittels sigel geheisschen ad causas an desen brieff gehangen hant. Des wir, dechen ind capittel der kirchen vamme doeme bekennen, wair zo syn ind han des zo getzuge unse sigel ad causas an desen brieff gehangen by des vurß. unsses gnedigen heren sigel. Gegeven in den jairen unsses heren duysent vierhundert ind seessindviertzich jair up sent Peter ind Pauwels dach der hilligen apostelen“. Also bekennen ich Heinrich van Ense vurß. vur mich ind myne erven, dat ich die vurß. moelen pandtzgewyse annomen han, ind sal ich ind myne erven den vurß. mynen gnedigen heren van Colne, synen nakomen ind gesticht, der loesen gehoirsam syn altzyt up sent Mertyns dach, wanner syne gnade, syne nakomen ind gesticht die loese der vurß. molen doin willen, mit echt- hondert gulden vurß. Als ich dit allet den vurß. myme gnedigen heren vur mich ind myme erven in guden truwen geloefft, gesichert ind lyfflichen zo den hilligen gesworen han, geloven, sicheren ind sweren overmitz desen brieff, alle ind eyn ygliche punt dis brieffs gentzlich ind zo male zo halden ind zo vollentzien, ind sall ich ind myne erven des nyt laissen umb eynche sache, die geschiet is off geschien mochte in eyncherwyse. Ind des zo getzuge der wairheit han ich myne sigel vir mich ind myne erven an desen brieff gehangen, ind hanb vort gebeden Reynken van der Lyppe, mynen lieven swager, dat hie des zo noch meirrem getzuge syn sigel heir an gehangen hait. Des ich Reynken vurß. bekennen, ouch myme sigel zo getzuge her an gehangen, ind umb beden willen Heinrichs van Ense vurß. [gerne] ged[an haven]. Gegeven in den jairen unsses heren ind up den dach als vur in myns gnedigen heren [brie]ff ges[chrieven] steit. Rückseite: [____] Heinrich van Ense uf die Mole zo Saltkotten versatzt [in anderer Schrift:] für 800 florin datum anno 1446. Original, Pergament, mnd., ca. 31,5 × 29 cm, zwei Siegel anhängend, das erste ist das des Heinrich von Ense, das Siegelbild gut erkennbar, die Umschrift nur schemenhaft. Vom zweiten ist das Siegelbild nur schemenhaft erkennbar, von der Umschrift sind Teile abgebrochen. Das Dokument hat im unteren Bereich etwas gelitten, wodurch einige wenige Worte nicht mehr lesbar sind. akorrigiert aus”van“. bein Wort darüber geschrieben. 1Dietrich II v. Moers, Erzbischof von Köln 1414 bis 1463, seit 1415 auch Administrator des Fürstbistums Paderborn. 2vermutlich Millinghausen (Erwitte) westlich von Erwitte

Show full title
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
Data provider's object view
Loading...