Süsternhaus Herford / Urkunden (Bestand)
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C 153u
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.3. Westfälische Fürstabteien (C) >> 1.3.2. Fürstabtei Herford >> 1.3.2.2. Stifte und Klöster
1449-1571
Bestandsgeschichte: Gegründet 1442 in der Neustadt Herford als Schwesternhaus auf dem Holland; 1459 auf die Augustinerregel verpflichtet; 1579 dem Stift St. Johann und Dionys in Herford übertragen.
Form und Inhalt: Das 1442 gegründete Süsternhaus in der Neustadt zu Herford (vgl. Doebner, Annalen und Akten der Brüder des gemeinamen Lebens S. 261), das 1459 auf die Augustinerregel verpflichtet wurde und 1461 Statuten nach dem Vorbild von Eldagsen erhielt, wude im Verlauf der Reformation zum Aussterben verurteilt (1560 noch 10 Süstern, alle ca. 60 Jahre alt). Als 1579 nur noch eine Süster lebte (Anna Lindemans), wurde das Süsternhaus von der Äbtissin von Herford dem Stift S. Johann und Dionys zu Herford verliehen.
Der Urkundenbestand ist eine Rekonstruktion aus den Beständen der Abtei Herford und des Stifts S. Johann und Dionys zu Herford, die im vorigen Jahrhundert im Staatsarchiv vorgenommen wurde. Bei der vorliegenden Verzeichnung wurde die Zuweisung überprüft und ergänzt. Früher diesem Bestand zugeschlagene Urkunden, die provenienzmäßig nicht hierher gehören, wurden entnommen und den zutreffenden Beständen zugefügt, Regesten dieser Urkunden wurden jedoch in das Repertorium des Süsternhauses aufgenommen. Außer den erhaltenen Originalen ist vom Süsternhaus Herford in Msc. VII 3327 die päpstliche Bestätigung der Gründung (1460) mit inserierten Vorurkunden überliefert.
Ferner enthält der Aktenbestand der Abtei Herford (Nr. 116a) ein im Auftrag der Äbtissin angefertigtes Archivinventar des Süsternhauses von 1564 (?), das zwar recht flüchtig geschrieben und wohl auch unvollständig ist, jedoch Urkundenregesten enthält, deren Vorlagen nicht erhalten sind. Einige weitere abschriftlich erhaltene Urkunden finden sich im Bestand Abtei Herford, Akten, Nachträge XII,2. Damit dürfte der ehemalige Urkundenbestand allerdings noch nicht ganz wiederhergestellt sein; es muß mit dem Verlust einer größeren Anzahl nicht mehr nachweisbarer Urkunden gerechnet werden.
Niemeyer
Vorliegendes Findbuch A 237 "Süsternhaus Herford“ wurde 2010 von Martina Schroers unter der Betreuung von Thomas Reich mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Unterzeichneter hat das Findbuch leicht überarbeitet.
Die nicht nummerierten Verzeichnungseinheiten liegen nur als Regesten vor.
Münster, den 08.10.2012 Dr. Thomas Reich
Form und Inhalt: Das 1442 gegründete Süsternhaus in der Neustadt zu Herford (vgl. Doebner, Annalen und Akten der Brüder des gemeinamen Lebens S. 261), das 1459 auf die Augustinerregel verpflichtet wurde und 1461 Statuten nach dem Vorbild von Eldagsen erhielt, wude im Verlauf der Reformation zum Aussterben verurteilt (1560 noch 10 Süstern, alle ca. 60 Jahre alt). Als 1579 nur noch eine Süster lebte (Anna Lindemans), wurde das Süsternhaus von der Äbtissin von Herford dem Stift S. Johann und Dionys zu Herford verliehen.
Der Urkundenbestand ist eine Rekonstruktion aus den Beständen der Abtei Herford und des Stifts S. Johann und Dionys zu Herford, die im vorigen Jahrhundert im Staatsarchiv vorgenommen wurde. Bei der vorliegenden Verzeichnung wurde die Zuweisung überprüft und ergänzt. Früher diesem Bestand zugeschlagene Urkunden, die provenienzmäßig nicht hierher gehören, wurden entnommen und den zutreffenden Beständen zugefügt, Regesten dieser Urkunden wurden jedoch in das Repertorium des Süsternhauses aufgenommen. Außer den erhaltenen Originalen ist vom Süsternhaus Herford in Msc. VII 3327 die päpstliche Bestätigung der Gründung (1460) mit inserierten Vorurkunden überliefert.
Ferner enthält der Aktenbestand der Abtei Herford (Nr. 116a) ein im Auftrag der Äbtissin angefertigtes Archivinventar des Süsternhauses von 1564 (?), das zwar recht flüchtig geschrieben und wohl auch unvollständig ist, jedoch Urkundenregesten enthält, deren Vorlagen nicht erhalten sind. Einige weitere abschriftlich erhaltene Urkunden finden sich im Bestand Abtei Herford, Akten, Nachträge XII,2. Damit dürfte der ehemalige Urkundenbestand allerdings noch nicht ganz wiederhergestellt sein; es muß mit dem Verlust einer größeren Anzahl nicht mehr nachweisbarer Urkunden gerechnet werden.
Niemeyer
Vorliegendes Findbuch A 237 "Süsternhaus Herford“ wurde 2010 von Martina Schroers unter der Betreuung von Thomas Reich mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Unterzeichneter hat das Findbuch leicht überarbeitet.
Die nicht nummerierten Verzeichnungseinheiten liegen nur als Regesten vor.
Münster, den 08.10.2012 Dr. Thomas Reich
27 Urkunden.; 27 Urkunden, Findbuch C 153u mit Index.
Bestand
German
Gerhard Rehm, Herford - Schwesternhaus auf dem Holland, in: Westfälisches Urkundenbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 435-437.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Archival tectonics)
- 1.3. Westfälische Fürstabteien (C) (Archival tectonics)
- 1.3.2. Fürstabtei Herford (Archival tectonics)
- 1.3.2.2. Stifte und Klöster (Archival tectonics)
- Süsternhaus Herford / Urkunden (Archival holding)