Beurkundet wird: Am 27. August erschienen vor dem ausfertigenden Notar und gen. Zeugen der edle, feste Cesar Zacharias von Cremona, reichserbtruchsessischer Hofmeister, und Johann Jacob Frey, Untervogt zu Scheer [Ort und Uhrzeit wie Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a] und trugen vor, daß am 17. Juli 1601 an reichserbtruchsessischen Amtleuten und Dienern zu Unlingen Gewalttätigkeiten verübt worden seien [Schilderung wie in Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a]. Von Cremona und Frey baten den Notar mittels einer [inserierten] Requisition über den [inserierten] mündlichen Bericht Saurs, Ülins, Schelhaimers und Kellers ein Not.instr. auszufertigen. [Ferner inseriert: Schreiben der Gde. Unlingen an Saur vom 20. Juli 1601.] Am 28. August hat sich dann der Notar mit den Zeugen nach Unlingen begeben, um am folgenden Tag um 6 Uhr der vor dem Rathaus versammelten Gde. das Not.instr. zu verlesen, woraus sich weitere Unterhandlungen ergeben haben [im einzelnen wiedergegeben]. Gen. Personen: Jacob Unger von Unlingen, Unterammann daselbst; Enderlin Herman; Reichserbtruchsessin Anna Maria, geb. Gräfin zu Fürstenberg, Heiligenberg und Werdenberg; Hans Edle vom Gericht zu Unlingen.
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Beurkundet wird: Am 27. August erschienen vor dem ausfertigenden Notar und gen. Zeugen der edle, feste Cesar Zacharias von Cremona, reichserbtruchsessischer Hofmeister, und Johann Jacob Frey, Untervogt zu Scheer [Ort und Uhrzeit wie Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a] und trugen vor, daß am 17. Juli 1601 an reichserbtruchsessischen Amtleuten und Dienern zu Unlingen Gewalttätigkeiten verübt worden seien [Schilderung wie in Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a]. Von Cremona und Frey baten den Notar mittels einer [inserierten] Requisition über den [inserierten] mündlichen Bericht Saurs, Ülins, Schelhaimers und Kellers ein Not.instr. auszufertigen. [Ferner inseriert: Schreiben der Gde. Unlingen an Saur vom 20. Juli 1601.] Am 28. August hat sich dann der Notar mit den Zeugen nach Unlingen begeben, um am folgenden Tag um 6 Uhr der vor dem Rathaus versammelten Gde. das Not.instr. zu verlesen, woraus sich weitere Unterhandlungen ergeben haben [im einzelnen wiedergegeben]. Gen. Personen: Jacob Unger von Unlingen, Unterammann daselbst; Enderlin Herman; Reichserbtruchsessin Anna Maria, geb. Gräfin zu Fürstenberg, Heiligenberg und Werdenberg; Hans Edle vom Gericht zu Unlingen.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Nr. 672b
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Friedberg-Scheer: Urkunden
Friedberg-Scheer: Urkunden >> Urkunden Grafschaft Friedberg-Scheer >> 17. Jahrhundert >> 1600 - 1609
1601 August 27-1601 August 28
10 Blätter
Urkunden
Literatur: wie bei Nr. 891.
Zeugen: wie in Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; in Holzkapsel; stark besch.; Legende unkenntlich; nur noch ein Schild und ein Helm zu erkennen.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Bl. 9V: Not.signet und U. wie auf Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a.
Besonderheiten: Libell
Anmerkungen: Bl. 10v Item sub numero 7, mithin in duplo vorhanden. Not.instr. desselben Notars wie in Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a.
Zeugen: wie in Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; in Holzkapsel; stark besch.; Legende unkenntlich; nur noch ein Schild und ein Helm zu erkennen.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Bl. 9V: Not.signet und U. wie auf Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a.
Besonderheiten: Libell
Anmerkungen: Bl. 10v Item sub numero 7, mithin in duplo vorhanden. Not.instr. desselben Notars wie in Dep. 30/1 T 1 Nr. 672a.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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03.04.2025, 13:46 MESZ
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