Kauf- und Kerfbrief
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 2217
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 6 Armenpflege: Quittungen, Obligationen
1722 September 24
Regest: Mit Bewilligung des Rats zu Reuttlingen hat Margaretha, Witwe des Daniel Rohmann selig, mit Beistand ihres Curators Georg Friedrich Engel an Johann jüngst Beckh, Seiler, verkauft den halben und zwar oberen Teil einer Behausung samt Zugehörd in der Metmannsgasse, woran Martin Lutz, Beck, die andere, untere Hälfte eigentümlich inne hat, zwischen Hauptprediger M. Christoph Kalbfell und Hans Jacob Zeyhle, wie auch Jacob Haußmann stehend. Zinst dem Spital jährlich 1 Pfund Heller; tut Kapital 20 fl. Sonst eigen. Der Kauf ist geschehen um 275 fl, hieran samt dem inliegenden, hievon abgehenden Kapital bar zu bezahlen 70 fl und zwar jetzt gleich 25 fl, desgleichen auf nächste Weihnachten 25 fl, sodann die restierenden 205 fl Zieler auf Michaelis, erstmals 1723, mit 10 fl und dies Häuslen auf Martini dieses Jahrs zu versteuern. Bis zur Bezahlung des letzten Pfennigs ist die genannte halbe Behausung als Unterpfand verschrieben. Von diesem Brief sind 2 Stücke gleichen Inhalts aufgerichtet, von einer Hand geschrieben, kerfsweis auseinandergeschnitten und jedem Teil einer davon zugestellt worden.
Dorsal-/Marginalvermerke: Vermerk: Auf den nächsten Zielern
nimmt das Steueramt 62 fl 47 Kr.
den Rest die Armenpfleg mit 141 fl 13 Kr.
205 fl.
Dorsal-/Marginalvermerke: Vermerk: Auf den nächsten Zielern
nimmt das Steueramt 62 fl 47 Kr.
den Rest die Armenpfleg mit 141 fl 13 Kr.
205 fl.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Siegel (Erhaltung): kein Siegel
Zeugen / Siegler / Unterschriften: keine Unterschrift
Genetisches Stadium: Or.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: keine Unterschrift
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ