Maria Hyacintha Scholastica Hagerin, Novizin des Klosters der Schwestern bei St. Michael in Ravensburg, errichtet eine Jahrtagstiftung mit 250 fl aus dem Erbe ihrer Eltern und ihres Bruders +Johann Baptist Hager. Für das Geld sollen in der Michaelskapelle am Montag vor Mariä Geburt (8. September) Messen gelesen werden für die eigene Seele und die der Eltern bzw. des Bruders und andere Verwandte. Am Jahrtag sollen die Schwestern Feiertag haben, d.h. sie sollen selbst bestimmen, was sie tun und arbeiten. Sie erhalten 3 lb Butter und 8 lb Kalbfleisch für Pasteten, auch soll ihnen doppelt eingeschenkt werden. Wegen des nötigen Dispenses für Fleischessen am Montag seitens der Obrigkeit können die Pasteten auch am Dienstag gegessen werden. Der Feiertag und das Einschenken soll aber immer am Montag gehalten werden. Unterschriften des Franz Dominicus Schenck, Commissarius generalis und Visitator, sowie der Mutter Maria Regina Maderin. Rückvermerk (teilweise unleserlich), in dem klargestellt wird, daß dieser Stiftungsbrief nur ein Auszug aus dem 1728 errichteten Testament der Novizin ist.
Vollständigen Titel anzeigen
Maria Hyacintha Scholastica Hagerin, Novizin des Klosters der Schwestern bei St. Michael in Ravensburg, errichtet eine Jahrtagstiftung mit 250 fl aus dem Erbe ihrer Eltern und ihres Bruders +Johann Baptist Hager. Für das Geld sollen in der Michaelskapelle am Montag vor Mariä Geburt (8. September) Messen gelesen werden für die eigene Seele und die der Eltern bzw. des Bruders und andere Verwandte. Am Jahrtag sollen die Schwestern Feiertag haben, d.h. sie sollen selbst bestimmen, was sie tun und arbeiten. Sie erhalten 3 lb Butter und 8 lb Kalbfleisch für Pasteten, auch soll ihnen doppelt eingeschenkt werden. Wegen des nötigen Dispenses für Fleischessen am Montag seitens der Obrigkeit können die Pasteten auch am Dienstag gegessen werden. Der Feiertag und das Einschenken soll aber immer am Montag gehalten werden. Unterschriften des Franz Dominicus Schenck, Commissarius generalis und Visitator, sowie der Mutter Maria Regina Maderin. Rückvermerk (teilweise unleserlich), in dem klargestellt wird, daß dieser Stiftungsbrief nur ein Auszug aus dem 1728 errichteten Testament der Novizin ist.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 2038
12727
B 522 II U 1953
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1737 Oktober 3 (den 31. Octobris)
31,2 x 45,1 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Ravensburg
Aussteller: Maria Hyacintha Scholastica Hagerin, Novizin des Klosters der Schwestern bei St. Michael in Ravensburg
Empfänger: Klosters der Schwestern bei St. Michael in Ravensburg
Siegler: Provinzial, Mutter und Schwestern bei St. Michael
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.; aufgedr. S., stark besch.
Aussteller: Maria Hyacintha Scholastica Hagerin, Novizin des Klosters der Schwestern bei St. Michael in Ravensburg
Empfänger: Klosters der Schwestern bei St. Michael in Ravensburg
Siegler: Provinzial, Mutter und Schwestern bei St. Michael
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.; aufgedr. S., stark besch.
Hager, Johann Baptist
Hager, Maria Hyacintha Scholastica
Mader, Maria Regina
Schenck, Franz Dominicus, Visitator
Ravensburg RV
Ravensburg RV; Klause St. Michael, Mutter und Schwestern
Ravensburg RV; Klause St. Michael, Mutter
Ravensburg RV; Klause St. Michael, Novizin
Ravensburg RV; St. Michael, Kapelle
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Bestand)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)