Kläger: Johann Jakob Mägelin, früher Lotterie-Schreiber, dann Seifensieder und Bürger zu Hamburg (Beklagter).- Beklagter: Amt der Kerzengießer in Hamburg (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione, nunc (1803) mandati de exequendo; Zitation des Klägers vor den Amtspatron, Verweisung des Verfahrens an das Amtsgericht und Desertwerden der Appellation in einem Streit um die Herstellung und den Verkauf gezogener und gegossener Kerzen in Hamburg; Hinweis des Klägers, dass Kerzen auch von Krügern, Tabak- und Käsehändlern in Hamburg und Altona frei verkauft würden
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Kläger: Johann Jakob Mägelin, früher Lotterie-Schreiber, dann Seifensieder und Bürger zu Hamburg (Beklagter).- Beklagter: Amt der Kerzengießer in Hamburg (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione, nunc (1803) mandati de exequendo; Zitation des Klägers vor den Amtspatron, Verweisung des Verfahrens an das Amtsgericht und Desertwerden der Appellation in einem Streit um die Herstellung und den Verkauf gezogener und gegossener Kerzen in Hamburg; Hinweis des Klägers, dass Kerzen auch von Krügern, Tabak- und Käsehändlern in Hamburg und Altona frei verkauft würden
211-2_M 3
M 47
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> M
1376,1752-1804
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Caspar Friedrich von Hofmann (senior). Beklagter: Dr. Johann Gotthard Hert. Nebenbeklagter: Dr. Friedrich Jakob Dietrich von Bostell (1783).- Instanzen: 1. Rat 1779. 2. Reichskammergericht 1781-1804 (1780-1804).- Darin: Aktenstücke aus Prozessen über ähnliche Fragen vor Hamburger Gerichten und dem Reichskammergericht 1752-1781, unter anderem mit einer Armutsbescheinigung von 1781 durch einen Hamburger Bürger; Aussagen von 1779 der Kunden des Klägers über die Qualität der gelieferten Kerzen sowie gutachtliche Äußerungen von Maklern unter anderem über Kerzen aus Russland; Quittung aus der Zeit 1780 über vom Kläger angekauftes Talg; Anhang zu den "Wöchentlichen Frankfurter Frag- und Anzeigungs-Nachrichten" vom 25.1.1780 unter anderem mit dem Heiratsaufgebot eines Seifen- und Lichtermachers in Frankfurt am Main; "Schreiben um Bericht" des Reichskammergerichtes von 1780; gutachtliche Äußerungen von 1780 und 1781 durch Hamburger Juristen über die Vereidigung von Zeugen und die Förmlichkeiten der Appellation; Auszug aus der Hamburgischen Chronik des Adam Tratziger über das Verhalten der Kerzengießer bei den Unruhen 1376; 2 kolorierte Zeichnungen der Laden-Schilder des Klägers; von der Zensur abgelehnte Werbe-Anzeige des Klägers für eine Hamburger Zeitung.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11251 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ