Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Bürgermeister, Schöffen, Rat und Bürgerschaft der Stadt Fulda
schließen zur Regelung der Angelegenheit mit Konrad [von Hanau], Abt von
Fulda, mit ...
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1381-1390
1382 Januar 28
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Nach Cristis geburt drutzenhundirt jar in dem czwei und achtzigistem jare an Dinstage nach sent Agneten tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Bürgermeister, Schöffen, Rat und Bürgerschaft der Stadt Fulda schließen zur Regelung der Angelegenheit mit Konrad [von Hanau], Abt von Fulda, mit den Administratoren des Klosters - Johann von Isenburg-Büdingen, Friedrich von Lisberg, Konrad von Waltratshausen, Kustos, Karl von Bibra, Pförtner des Klosters Fulda, Eberhard und Gottschalk von Buchenau, Ritter - einen Vertrag wegen der Steuern. Die Stadt bietet die Zahlung von 5000 kleinen Gulden Fuldaer Währung an. 1000 Gulden werden am kommenden Walpurgistag [1382 Mai 1] fällig, 1000 Gulden am folgenden Martinstag [1382 November 11]. Die restlichen 3000 Gulden werden nach Absprache mit Abt und Konvent am Walpurgistag in drei Jahren [1383 Mai 1] gezahlt. Für die dreijährige Stundung der 3000 Gulden zahlt die Stadt 10 Prozent Zinsen pro Jahr. Mit den Administratoren wird mit Wissen des Dekans Martin und des Konvents vereinbart, dass die Stadt über sieben Jahre, gerechnet vom vergangenen Weihnachtsfest [1381 Dezember 25], als Steuer 700 Pfund Heller, als Stadtsteuer 20 Pfund Heller und als Viehsteuer 80 Pfund Heller, alles in Fuldaer Währung, zahlen soll. Die Zahlung soll zur Hälfte an Walpurgis [Mai 1] und zur Hälfte an Michaelis [September 29] erfolgen. Weitere Steuern werden in den sieben Jahren nicht erhoben. Ebenso müssen sie die vorher vom Abt den Administratoren vorbehaltenen Abgaben und Renten nicht leisten. In den sieben Jahren wird der Stadt Fulda kein Bannwein auferlegt. Die Stadt verpflichtet sich zur Begleichung der aus vergangenen Jahren fälligen Steuerzahlungen. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Stadt Fulda]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.