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Carl Pantenius an Karl Weltzien

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
KIT-Archiv, 27072 / 371
Kontext:
27072 Nachlass Karl Weltzien >> 1 Korrespondenzstücke in der alphabetischen Folge der Absender >> 1.117 Pantenius, Carl
Laufzeit:
1835 August 2, Göttingen
Enthältvermerke:
Enthält: (1r) Pantenius erhielt einen Brief von Weltzien und erfuhr daraus zu seiner Überraschung, dass dieser sich nicht in Paris befindet, sondern durch die Schweiz reist. Pantenius stellt einen Gegensatz her zwischen seinem eigenen Zustand und dem Weltziens. Er thematisiert den Ehestand seiner beiden Freunde Weltzien und Scheel. Von Wright geht in Göttingen das Gerücht, er habe sich verlobt. Dass er selbst unverheiratet ist, erklärt Pantenius mit seinem zurückgezogenen Leben. (1r) Pantenius formuliert seine Vorstellungen vom Eheleben. Weltzien war über (Karl) Himlys (Einleitung zur Augenheikunde, für seine Vorlesungen geschrieben, 1830) "entzückt". Pantenius hebt dagegen die Vorlesung von (Conrad Johann Martin) Langenbeck hervor. Die Göttinger Anatomie verdankt Langenbeck eine einzigartige Sammlung von Zeichnungen und Präparaten gesunder und pathologischer Augen. Wenn Pantenius das Examen bestanden hat, will er sich ebenfalls mit Augenheilkunde befassen. Bei einem späteren Besuch Weltziens in Russland können sie dieses Fachgebiet gemeinsam durchgehen. Pantenius konnte im (Chirurgischen) "Hospital" interessante augenheilkundliche Fälle beobachten. Es gibt dort gerade mehr Augenkranke als andere Patienten. Himly (2r) hat sich das "Bad" Godelheim gekauft und ist mehr dort als in Göttingen. Seine "Klinik" leidet darunter, und es ist vielleicht sogar wünschenswert, dass er sie ganz aufgibt. (Johann Wilhelm Heinrich) Conradi ("Konradi") steht Himly nach, gibt sich aber mehr Mühe und "säuft" nicht. Böhme ist durch Arbeiten und vieles Sitzen an der "Phtisis" erkrankt. Kürzlich platzte wieder ein Blutgefäß ("venula"), Füße und Gesicht sind "ödematös geschwollen". Man vermutet, dass er nicht mehr lange leben wird. Niemand darf zu ihm, weil ihn der Anblick von Gesunden stört. Allein zwei "Badenser", mit denen er zur Schule ging, pflegen ihn. Pantenius verlässt Göttingen in sechs Wochen und reist über Berlin nach Russland. Er reist zunächst mit (Eduard Caspar Jakob von) Siebold, der seinen Bruder in Danzig besucht. Weltziens Briefe an Pantenius sind zu richten an den Oberhofgerichtsadvokaten A. Pantenius in Mitau (Jelgava). Pantenius hat weder von Wöhrmann noch von Elsham-Vorbeck gehört oder sie gesehen. Er würde gerne mehr von Weltzien erfahren. Pantenius' Leben in Göttingen ist noch das gleiche. Er arbeitet viel und hat Unterhaltung. Poststempel, Adressierung nach Lausanne, postlagernd; Lacksiegel: Totenkopf mit gekreuzten Knochen
Umfang:
2 Blatt
Archivalientyp:
Handschriften
Indexbegriffe Person:
Weltzien, Karl (*1813, +1870)
Pantenius, Carl
Pantenius, A./Mitau
Himly, Karl (*1772, +1837)
Wright (Student in Göttingen)
Langenbeck, Conrad Johann Martin (*1776, +1851)
Conradi, Johann Wilhelm Heinrich (*1780, +1861)
Scheel (Nachname)
Böhme (Nachname)
Siebold, Eduard Caspar Jakob von (*1801, +1861)
Wöhrmann (Student in Göttingen)
Elsham-Vorbeck (Student in Göttingen)
Indexbegriffe Ort:
Berlin/DE
Paris/FR
Mitau (Jelgava)/LV
Godelheim/DE
Jelgava (Mitau)/LV
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
27072 Nachlass Karl Weltzien