Kaiser Friedrich [I.] beurkundet einen Gütertausch, der zwischen den an den Hof gekommenen Fürsten Burchard [von Nürings], Abt von Fulda, und Land...
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Acc. 45/1900
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1051-1250
1170 Juli 25
Ausfertigung, Pergament, durchgedrücktes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Acta sunt hec anno Dominice incarnationis M°C°LXX°, indictione IIIa regnante domino Frederico Romanorum imperatore gloriosissimo anno regni eius XVIII° imperii vero XV° feliciter amen; datum Frankenfurt VIII° Kalendas Augusti
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaiser Friedrich [I.] beurkundet einen Gütertausch, der zwischen den an den Hof gekommenen Fürsten Burchard [von Nürings], Abt von Fulda, und Landgraf Ludwig [von Thüringen] vorgenommen worden ist. Der Tausch ist erfolgt, nachdem Abt Burchard nach Beratung mit dem Kaiser sowie den Eigenleuten und Ministerialen seines Klosters das zuvor an Graf Hermann von Orlamünde verlehnte Allod in Creuzburg nach dessen Rückstellung an seine Abtei an den Landgrafen, dessen Gemahlin Jutta und dessen Söhne zu freiem Eigen übertragen hat, wofür der Landgraf mit Zustimmung des Vogtes Rudolf von Ziegenhain an Fulda sein Allod in (Wuodenesberg) [wohl: Gudensberg] sowie Einkünfte von jährlich acht Pfund in [Wüsten-]Streu (villa Strowe) [wüst im Quellgebiet der Streu, Lkr. Meiningen] und drei Pfund aus Ettenhausen (villa Hattenhusen) übergeben hat. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Strafandrohung von 100 Pfund Gold, zahlbar zur Hälfte an die Kammer und an den Geschädigten. Ausstellungsort: Frankfurt. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Kanzler Heinrich in Vertretung des Christian [I.] von Buch, Erzbischof von Mainz
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Philipp [I. von Heinsberg], Erzbischof von Köln
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Bischof Eberhard von Bamberg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Bischof Gero von Halberstadt
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Herzog Heinrich [der Löwe] von Bayern und Sachsen
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Pfalzgraf Otto von Wittelsbach
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Emicho von Leiningen
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Boppo von Hollende [auch: von Ziegenhain]
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Rudolf von Ziegenhain und sein Bruder Graf Gozmar
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Boppo von Hanstein
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Berthold von Schauenburg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Eberhard von Sayn
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Albert von Ballhausen und sein Sohn Konrad
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Marquard von Grumbach, Siboto von Frankenstein
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: MGH DD F I, Nr. 570; Regest: RI IV, 2, 3, Nr. 1893; Regesta Thuringiae II, S. 74, Nr. 401
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaiser Friedrich [I.] beurkundet einen Gütertausch, der zwischen den an den Hof gekommenen Fürsten Burchard [von Nürings], Abt von Fulda, und Landgraf Ludwig [von Thüringen] vorgenommen worden ist. Der Tausch ist erfolgt, nachdem Abt Burchard nach Beratung mit dem Kaiser sowie den Eigenleuten und Ministerialen seines Klosters das zuvor an Graf Hermann von Orlamünde verlehnte Allod in Creuzburg nach dessen Rückstellung an seine Abtei an den Landgrafen, dessen Gemahlin Jutta und dessen Söhne zu freiem Eigen übertragen hat, wofür der Landgraf mit Zustimmung des Vogtes Rudolf von Ziegenhain an Fulda sein Allod in (Wuodenesberg) [wohl: Gudensberg] sowie Einkünfte von jährlich acht Pfund in [Wüsten-]Streu (villa Strowe) [wüst im Quellgebiet der Streu, Lkr. Meiningen] und drei Pfund aus Ettenhausen (villa Hattenhusen) übergeben hat. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Strafandrohung von 100 Pfund Gold, zahlbar zur Hälfte an die Kammer und an den Geschädigten. Ausstellungsort: Frankfurt. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Kanzler Heinrich in Vertretung des Christian [I.] von Buch, Erzbischof von Mainz
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Philipp [I. von Heinsberg], Erzbischof von Köln
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Bischof Eberhard von Bamberg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Bischof Gero von Halberstadt
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Herzog Heinrich [der Löwe] von Bayern und Sachsen
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Pfalzgraf Otto von Wittelsbach
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Emicho von Leiningen
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Boppo von Hollende [auch: von Ziegenhain]
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Rudolf von Ziegenhain und sein Bruder Graf Gozmar
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Boppo von Hanstein
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Berthold von Schauenburg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Eberhard von Sayn
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Graf Albert von Ballhausen und sein Sohn Konrad
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Marquard von Grumbach, Siboto von Frankenstein
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: MGH DD F I, Nr. 570; Regest: RI IV, 2, 3, Nr. 1893; Regesta Thuringiae II, S. 74, Nr. 401
Online-Regest der Regesta Imperii (http://www.regesta-imperii.de/id/1170-07-25_1_0_4_2_3_118_1893)
Da der in der Zeugenreihe genannte Bischof Eberhard von Bamberg bereits am 17. Juli 1170 verstorben ist, könnte hier eine uneinheitliche Datierung anzunehmen sein, vgl. MGH DD F I, Nr. 570 nach Regesta Thuringiae II, Nr. 401.
Da der in der Zeugenreihe genannte Bischof Eberhard von Bamberg bereits am 17. Juli 1170 verstorben ist, könnte hier eine uneinheitliche Datierung anzunehmen sein, vgl. MGH DD F I, Nr. 570 nach Regesta Thuringiae II, Nr. 401.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
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