Johann Baptist Heinzelmann, von Steinhilben gebürtig, Pfarrer zu Storzingen erscheint auf dem Oberamt Trochtelfingen und gibt an, daß er zur Förderung der Ehre Gottes und zum Nutzen des Seelenheils seiner Landsleute zu Steinhilben für die dortige Kirche den Kreuzweg malen lassen will, damit dort die Andacht gehalten wird. Er hat dazu 100 Gulden gestiftet, welche bei Michael Hummel, Kupferschmied in Troohtelfingen, stehen. Dieses Stiftsungskapital soll der Heiligenfabrik daselbst inkorporiert werden. Es folgen Bestimmungen über die Verteilung der 5 Gulden jährlichen Zinses 1) an die Heiligenfabrik zur Unterhaltung der Stationen und für Wachs, das bei der Andacht verbraucht wird, 2) für den Vorbeter des Kreuzwegs (möglichst Lehrer oder Mesner), 3) für den Heiligenpfleger. Der Kreuzweg soll gebetet werden in der ganzen Seelenoktav, mittwochs und freitags in der Fastenzeit bis Ostersamstag. Wenn diese Andacht unterbleibt, kann der Stifter die 100 Gulden als Erbe an sich ziehen. Falls die Stiftung durch Nachlässigkeit unterbleiben sollte, soll die Obrigkeit die Erfüllung veranlassen
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Johann Baptist Heinzelmann, von Steinhilben gebürtig, Pfarrer zu Storzingen erscheint auf dem Oberamt Trochtelfingen und gibt an, daß er zur Förderung der Ehre Gottes und zum Nutzen des Seelenheils seiner Landsleute zu Steinhilben für die dortige Kirche den Kreuzweg malen lassen will, damit dort die Andacht gehalten wird. Er hat dazu 100 Gulden gestiftet, welche bei Michael Hummel, Kupferschmied in Troohtelfingen, stehen. Dieses Stiftsungskapital soll der Heiligenfabrik daselbst inkorporiert werden. Es folgen Bestimmungen über die Verteilung der 5 Gulden jährlichen Zinses 1) an die Heiligenfabrik zur Unterhaltung der Stationen und für Wachs, das bei der Andacht verbraucht wird, 2) für den Vorbeter des Kreuzwegs (möglichst Lehrer oder Mesner), 3) für den Heiligenpfleger. Der Kreuzweg soll gebetet werden in der ganzen Seelenoktav, mittwochs und freitags in der Fastenzeit bis Ostersamstag. Wenn diese Andacht unterbleibt, kann der Stifter die 100 Gulden als Erbe an sich ziehen. Falls die Stiftung durch Nachlässigkeit unterbleiben sollte, soll die Obrigkeit die Erfüllung veranlassen
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 172 T 2 Nr. 40
Repert. XIX, B 4, Nr. 7 Kasten F, Fach 204 (dafür rot: B 52)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 172 T 2 Herrschaft Trochtelfingen: Urkunden
Herrschaft Trochtelfingen: Urkunden >> 1. Urkunden
1803 November 12
Urkunden
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke der fürstlich fürstenbergischen Oberamtskanzlei [Trochtelfingen]
Vermerke: Auszug aus dem Trochtelfinger Protokoll (prot. ordinarium) vom 12. November 1803, 2 Bl.||laut Conclusum soll der Schuldner das Kapital der Kirchenfabrik zu Steinhilben schuldig sein und dorthin die Zinsen entrichten.||liegt bei Urkunde 1803 Mai 27!
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Ankündigung der Unterschriften: 1) Aussteller, 2) Dekan und Stadtpfarrer Engelhart, 3) Hofrat und Obervogt Franz
Vermerke: Auszug aus dem Trochtelfinger Protokoll (prot. ordinarium) vom 12. November 1803, 2 Bl.||laut Conclusum soll der Schuldner das Kapital der Kirchenfabrik zu Steinhilben schuldig sein und dorthin die Zinsen entrichten.||liegt bei Urkunde 1803 Mai 27!
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Ankündigung der Unterschriften: 1) Aussteller, 2) Dekan und Stadtpfarrer Engelhart, 3) Hofrat und Obervogt Franz
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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