KG Letmathe (Bestand)
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FB Letmathe
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 10. Archive bei kirchlichen Körperschaften >> 10.2. KG Kirchengemeinden >> 10.2.13. Kirchenkreis Iserlohn
1843 - 1988
Zum BestandDer Archivbestand der Kirchengemeinde Letmathe setzt sich aus 270 Archiveinheiten zusammen, die den Zeitraum 1843 - 1988 umfassen. Sie wurden im September 1993 im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld geordnet. Da die Akten bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts als Serienakten geführt wurden, lohnt es sich, bei der Suche zu bestimmten Themen, die Akten mit dem Titel "Verschiedenes" auf die Enthält-Vermerke durchzusehen. Den überwiegenden Schwerpunkt der Überlieferung bildet das Schriftgut aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke „Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter „Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom19.12.1989. Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: Archiv der Ev. Kirchengemeinde Letmathe Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur der entsprechenden Archivalie).Zur GemeindegeschichteDas Gebiet der heutigen Kirchengemeinde Letmathe blieb im 16. Jahrhundert als einziges in der ehemaligen Grafschaft Limburg katholisch. Die Besitzer des Rittergutes Letmathe, die Herren von Brabeck, waren während der Reformation katholisch geblieben und verhinderten den Anschluss an die evangelische Konfession. Die im katholischen Kirchspiel Letmathe lebenden evangelischen Einwohner waren zunächst zur lutherischen Gemeinde Elsey orientiert, wurden dann aber 1845 zur evangelischen Kirchengemeinde Oestrich eingepfarrt. Die Kinder besuchten die katholische Schule in Letmathe, was zu Spannungen führte. Im Verlauf der Industrialisierung stieg die Zahl der evangelischen Einwohner in Letmathe an, so dass die Kirche in Oestrich zu klein wurde. Als 1873 ein neuer Kirchbau geplant wurde, machten mehrer Einwohner Letmathes eine Eingabe an die Königliche Regierung in Arnsberg, mit dem Wunsch um Errichtung einer eigenen evangelischen Kirchengemeinde. Im Juli 1875 erging die Errichtungsurkunde vom Konsistorium in Münster. Im November wurde der erste Pfarrer gewählt, im März 1877 die neu erbaute Kirche eingeweiht, 1888 konnte das Pfarrhaus bezogen werden, 1890 wurde der neue Friedhof eingeweiht, 1911 der Kindergarten errichtet. 1888 wurde der Evangelische Männerverein gegründet und 1912 der Evangelische Jugendbund.BielefeldKerstin Stockhecke
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 14:00 MEZ