Klage auf Inventarisierung und Teilung der beweglichen Hinterlassenschaft der am 11. Nov. 1738 zu Leerodt verstorbenen Mutter (Maria Katharina Margaretha von dem Bongart) des Appellanten und Appellaten. Während der Appellat behauptet, er habe nur 2000 Rtlr. an Barschaft gefunden, schätzt der Appellant die mütterliche Hinterlassenschaft auf über 100000 Rtlr. Berufung gegen das Urteil der 1. Instanz vom 6. Juli 1745, durch das der durch den Appellanten beantragte Arrest des Offizials von Lüttich, des Vogtmeiers von Aachen und des Vogts von Wilhelmstein auf die Einkünfte und Kisten der Mutter zu Lüttich und Aachen aufgehoben, eine Kommission eingerichtet und Verträge von 1683 und 1722 im Original vorgelegt werden sollen.
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Klage auf Inventarisierung und Teilung der beweglichen Hinterlassenschaft der am 11. Nov. 1738 zu Leerodt verstorbenen Mutter (Maria Katharina Margaretha von dem Bongart) des Appellanten und Appellaten. Während der Appellat behauptet, er habe nur 2000 Rtlr. an Barschaft gefunden, schätzt der Appellant die mütterliche Hinterlassenschaft auf über 100000 Rtlr. Berufung gegen das Urteil der 1. Instanz vom 6. Juli 1745, durch das der durch den Appellanten beantragte Arrest des Offizials von Lüttich, des Vogtmeiers von Aachen und des Vogts von Wilhelmstein auf die Einkünfte und Kisten der Mutter zu Lüttich und Aachen aufgehoben, eine Kommission eingerichtet und Verträge von 1683 und 1722 im Original vorgelegt werden sollen.
AA 0627, 3359 - L 228/693
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 3. Buchstabe L
1746 - 1766 (1746)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Hugo Franz Karl von Leerodt, Domherr von Halberstadt, jüngerer Bruder des Appellaten, zu Köln, (Kl.) Beklagter: Freiherr Ludwig Lambert Lothar von und zu Leerodt, Amtmann von Heinsberg, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach 1746 - Subst.: Dr. Johann Paul Besserer Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofrat (Präsident und Räte) zu Düsseldorf (1745) - 2. RKG 1746 - 1766 (1746) Beweismittel: Insinuationsgebühren (Q 11). Beschreibung: 1,5 cm, 36 Bl., lose; Q 1 - 13. Vgl. RKG 3356 (L 225/690).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:21 MESZ