Heinsberg, Akten AA 0582 (Bestand)
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AA 0582 110.08.02
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.3. Herrschaften >> 1.3.1. A - M >> 1.3.1.8. Heinsberg
1213-1540
Handschriften; politische und Verwaltungsakten; Herrschaft Heinsberg; Registratur der nassauischen Amtleute zu Löwenberg
Bestandsbeschreibung: Die Besitzungen des Johann von Loen, genannt "Der alte Herr von Heinsberg" (+ 1439 Januar 27), waren zwischen seinen Enkeln endgültig 1444 Oktober 26 so aufgeteilt worden, dass Johann, Sohn des ältesten Sohnes Johann + 1443 März 1, "die slosse, stede lande ind lude" Heinsberg, Löwenberg, Dalenbroich und Geilenkirchen, sein Vetter Gerart, Graf zu Blankenheim, das Heinsbergische Viertel am Lande Jülich und ein Achtel am Lande Löwenberg erhielt (Kremer I Nr. 47). Der Anteil der Linie Blankenheim an Jülich war 1469 an Jülich-Berg gekommen (Lacomblet IV Nr. 346).
Herzog Wilhelm von Jülich-Berg, der 1472 durch seine Heirat mit Elisabeth, der ältesten Tochter des Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken und der Johanna von Loen, die Herrschaft Heinsberg erhalten hatte (Jülich-Berg, Urk. 1209), erwarb 1483 nach dem kinderlosen Tode seiner Frau die Herrschaften Heinsberg, Löwenberg, Diest und Siechem im Kauf von ihrer Schwester Johanna und deren Gatten, dem Pfalzgrafen Johann von Simmern (ebd. Urk. 1472ff.). Seitdem bilden Länder Heinsberg und Löwenberg zwei Ämter der Herzogtümer Jülich und Berg.
Über die "brieffe", die Jungherzog Wilhelm bei seinem Eintritt in Heinsberg 1472 Oktober 31 auf dem Schloss vorfand, liegt ein Verzeichnis vor (Heinsberg A 1). Um die Akten, die in Saarbrücken lagen, hat der Herzog sich noch 1500 bemüht (ebd.), anscheinend ohne Erfolg. Sie sind erst 1874/77 vom STA Idstein abgegeben worden (vgl. Hs. 12).
Bei der Einordnung des Jülich-Bergischen Urkundenarchivs 1909-12 hat man die Heinsberger Urkunden, d. h. die die man 1472 erworben hatte, wie die Urkunden der Linie Loen-Blankenheim, die nach dem Tode des Grafen Wilhelm von Blankenheim 1468 mit dem Heinsbergischen Anteil am Herzogtum Jülich angefallen waren, ausgesondert und 1929 mit der Idsteiner Abgabe zu einem Bestand vereinigt.
Die Urkunden der Herren von Diest (1213-96) (1301-1446), die mit den Heinsberger Urkunden aus Idstein abgegeben worden waren, sind 1941 an Belgien weitergegeben worden. Die Urkunden des Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken betr. Diest befinden sich noch im Bestand: Heinsberg.
Bestandsbeschreibung: Die Besitzungen des Johann von Loen, genannt "Der alte Herr von Heinsberg" (+ 1439 Januar 27), waren zwischen seinen Enkeln endgültig 1444 Oktober 26 so aufgeteilt worden, dass Johann, Sohn des ältesten Sohnes Johann + 1443 März 1, "die slosse, stede lande ind lude" Heinsberg, Löwenberg, Dalenbroich und Geilenkirchen, sein Vetter Gerart, Graf zu Blankenheim, das Heinsbergische Viertel am Lande Jülich und ein Achtel am Lande Löwenberg erhielt (Kremer I Nr. 47). Der Anteil der Linie Blankenheim an Jülich war 1469 an Jülich-Berg gekommen (Lacomblet IV Nr. 346).
Herzog Wilhelm von Jülich-Berg, der 1472 durch seine Heirat mit Elisabeth, der ältesten Tochter des Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken und der Johanna von Loen, die Herrschaft Heinsberg erhalten hatte (Jülich-Berg, Urk. 1209), erwarb 1483 nach dem kinderlosen Tode seiner Frau die Herrschaften Heinsberg, Löwenberg, Diest und Siechem im Kauf von ihrer Schwester Johanna und deren Gatten, dem Pfalzgrafen Johann von Simmern (ebd. Urk. 1472ff.). Seitdem bilden Länder Heinsberg und Löwenberg zwei Ämter der Herzogtümer Jülich und Berg.
Über die "brieffe", die Jungherzog Wilhelm bei seinem Eintritt in Heinsberg 1472 Oktober 31 auf dem Schloss vorfand, liegt ein Verzeichnis vor (Heinsberg A 1). Um die Akten, die in Saarbrücken lagen, hat der Herzog sich noch 1500 bemüht (ebd.), anscheinend ohne Erfolg. Sie sind erst 1874/77 vom STA Idstein abgegeben worden (vgl. Hs. 12).
Bei der Einordnung des Jülich-Bergischen Urkundenarchivs 1909-12 hat man die Heinsberger Urkunden, d. h. die die man 1472 erworben hatte, wie die Urkunden der Linie Loen-Blankenheim, die nach dem Tode des Grafen Wilhelm von Blankenheim 1468 mit dem Heinsbergischen Anteil am Herzogtum Jülich angefallen waren, ausgesondert und 1929 mit der Idsteiner Abgabe zu einem Bestand vereinigt.
Die Urkunden der Herren von Diest (1213-96) (1301-1446), die mit den Heinsberger Urkunden aus Idstein abgegeben worden waren, sind 1941 an Belgien weitergegeben worden. Die Urkunden des Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken betr. Diest befinden sich noch im Bestand: Heinsberg.
Archivbestand
Deutsch
Chr. J. Kremer, Akademische Beiträge zur Gülch- u. Bergischen Geschichte 1, Geschichte der Herren von Heinsberg des jüngeren Geschlechts, 1769.
Ritz, Burg, Stadt und Amt Heinsberg (v. Ledebur, Allg. Archiv f. d. Geschichtskunde des preuss. Staates, 18, 1835, 301 ff.) (mit Urkunden).
O. Merckens, Die Ahnenstämme "von Cleve" und "von Heinsberg" der Maria von Bongard oo 1554 Otto von Bylandt-Rheydt (Beihefte zu den Jül. Berg. Geschichtsbl. 3, 1943).
S. Corsten, Das Domanialgut im Amt Heinsberg (Rhein. Archiv 43, 1953).
Ritz, Burg, Stadt und Amt Heinsberg (v. Ledebur, Allg. Archiv f. d. Geschichtskunde des preuss. Staates, 18, 1835, 301 ff.) (mit Urkunden).
O. Merckens, Die Ahnenstämme "von Cleve" und "von Heinsberg" der Maria von Bongard oo 1554 Otto von Bylandt-Rheydt (Beihefte zu den Jül. Berg. Geschichtsbl. 3, 1943).
S. Corsten, Das Domanialgut im Amt Heinsberg (Rhein. Archiv 43, 1953).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 08:22 MESZ