Hans Schnell, Ammann von Tettnang, wird von seiner Herrschaft, Graf Haug von Montfort und Rotenfels, Herrn zu Tettnang und Argen, mit der Durchführung der Erbteilung unter Burkhard und Elisabeth, Kindern des +Burkhard von Schellenberg zu Tettnang, beauftragt. Anlaß für die Teilung ist die Heirat Elisabeths mit Konradin Kaufmann, Stadt- und Landschreiber der Herrschaft Tettnang. Zur Durchführung der Teilung ernennt Schnell Jakob Beck, Bürgermeister zu Tettnang, und Bartholomäus Bruder, Bürger daselbst, zu Vormündern Burkhards. Daraufhin wird die Teilung festgelegt. Burkhard erhält das mit 800 fl bewertete Lehen zu Tettnang, Elisabeth die mit 1400 fl bewerteten Höfe in Stockenweiler, die der Vater vom Spital Lindau gekauft hat. Sie sind zugunsten des Spitals belastet mit 400 fl Kapital und 125 fl an aufgelaufenen Zinsen, ferner für den Bauern Schuchmacher mit 20 fl Kapital und Konradin Kaufmann mit 103 fl 3 Batzen für Darlehen. Zum Ausgleich wurden an Elisabeth 45 fl 3 Batzen ausbezahlt. Der Zehnt zum Dürren gehört den Erben gemeinsam, und die Einkünfte werden hälftig geteilt. In der Folge werden das im einzelnen beschriebene Silbergeschirr, Kleinodien und Hausrat geteilt. Zur Bezahlung von Schulden werden 300 fl von der Ülin zu Ravensburg auf Zins aufgenommen, die von beiden Kindern hälftig verzinst werden. Ebenso soll es mit den Zinsen aus 140 fl Kapital gehalten werden, mit denen der Zehnt zum Dürren belastet ist.
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Hans Schnell, Ammann von Tettnang, wird von seiner Herrschaft, Graf Haug von Montfort und Rotenfels, Herrn zu Tettnang und Argen, mit der Durchführung der Erbteilung unter Burkhard und Elisabeth, Kindern des +Burkhard von Schellenberg zu Tettnang, beauftragt. Anlaß für die Teilung ist die Heirat Elisabeths mit Konradin Kaufmann, Stadt- und Landschreiber der Herrschaft Tettnang. Zur Durchführung der Teilung ernennt Schnell Jakob Beck, Bürgermeister zu Tettnang, und Bartholomäus Bruder, Bürger daselbst, zu Vormündern Burkhards. Daraufhin wird die Teilung festgelegt. Burkhard erhält das mit 800 fl bewertete Lehen zu Tettnang, Elisabeth die mit 1400 fl bewerteten Höfe in Stockenweiler, die der Vater vom Spital Lindau gekauft hat. Sie sind zugunsten des Spitals belastet mit 400 fl Kapital und 125 fl an aufgelaufenen Zinsen, ferner für den Bauern Schuchmacher mit 20 fl Kapital und Konradin Kaufmann mit 103 fl 3 Batzen für Darlehen. Zum Ausgleich wurden an Elisabeth 45 fl 3 Batzen ausbezahlt. Der Zehnt zum Dürren gehört den Erben gemeinsam, und die Einkünfte werden hälftig geteilt. In der Folge werden das im einzelnen beschriebene Silbergeschirr, Kleinodien und Hausrat geteilt. Zur Bezahlung von Schulden werden 300 fl von der Ülin zu Ravensburg auf Zins aufgenommen, die von beiden Kindern hälftig verzinst werden. Ebenso soll es mit den Zinsen aus 140 fl Kapital gehalten werden, mit denen der Zehnt zum Dürren belastet ist.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1218
fasc. 005 n. 07
13718
B 522 II U 1122
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1552 März 27 (zinstag nach dem sonntag Letare mittfasten)
34,3 x 73,6 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament 1 Riß
Aussteller: Jakob Beck, Bürgermeister zu Tettnang, und Bartholomäus Bruder, Bürger daselbst
Empfänger: Burkhard und Elisabeth, Kinder des +Burkhard von Schellenberg zu Tettnang
Siegler: Hans Schnell, Ammann in Tettnang
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Aussteller: Jakob Beck, Bürgermeister zu Tettnang, und Bartholomäus Bruder, Bürger daselbst
Empfänger: Burkhard und Elisabeth, Kinder des +Burkhard von Schellenberg zu Tettnang
Siegler: Hans Schnell, Ammann in Tettnang
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Beck, Jakob, Bürgermeister
Bruder, Bartholomäus
Kaufmann, Elisabeth
Kaufmann, Konrad(in), Stadt- und Landschreiber
Montfort-Tettnang, Haug Graf von
Rotenfels, Haug Graf von
Schellenberg, Burkhard von (Sohn)
Schellenberg, Burkhard von (Vater)
Schellenberg, Elisabeth von
Schnell, Hans; Ammann
Schuchmacher
Ülin
Dürren : Waltershofen, Kißlegg RV
Lindau (Bodensee) LI; Spital
Ravensburg RV; Einwohner
Stockenweiler : Hergensweiler LI
Tettnang FN; Ammann
Tettnang FN; Bürgermeister
Tettnang FN; Einwohner
Tettnang FN; Herrschaft
Tettnang FN; Landschreiber
Tettnang FN; Stadtschreiber
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ
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