Richter Hermann Quadheim ("Quaedheyn") gebietet für Herrn Heinrich Kremer als Zinsmeister von St. Agnes zum ersten Mal die Räumung von Haus und Spital St. Alexii wegen versessenen Zinses, und stellt Termin "uff mandag nemlichen sant Martins abent des jars [...] thusent vierhundert seschtzig und sehs" [10.11]. An diesem Tag gebietet er ein zweites Mal und stellt Termin auf Mittwoch darnach [12.11.]. An diesem Tag gebietet er ein drittes Mal und stellt Termin auf Samstag darnach [15.11.]. Zeugen: Tiele Scherer und Jost Hemsbecher. Zu Gericht saß am ersten Tag Richter Hermann Quadheim ("Quaedheyn"), am zweiten Tag Richter Clas Hirtzbecher, am dritten Tag Richter Dudo von Biberg. Ein Einspruch ist nicht erfolgt.
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Richter Hermann Quadheim ("Quaedheyn") gebietet für Herrn Heinrich Kremer als Zinsmeister von St. Agnes zum ersten Mal die Räumung von Haus und Spital St. Alexii wegen versessenen Zinses, und stellt Termin "uff mandag nemlichen sant Martins abent des jars [...] thusent vierhundert seschtzig und sehs" [10.11]. An diesem Tag gebietet er ein zweites Mal und stellt Termin auf Mittwoch darnach [12.11.]. An diesem Tag gebietet er ein drittes Mal und stellt Termin auf Samstag darnach [15.11.]. Zeugen: Tiele Scherer und Jost Hemsbecher. Zu Gericht saß am ersten Tag Richter Hermann Quadheim ("Quaedheyn"), am zweiten Tag Richter Clas Hirtzbecher, am dritten Tag Richter Dudo von Biberg. Ein Einspruch ist nicht erfolgt.
U / 1466 November 15 (in U / 1466 November 17)
(V 97/R)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
15.11.1466
St. Agnes Mainz
Enthalten in der Eidbesagung U / 1466 November 17.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ