Sebastian Ehinger von Balzheim, Vogt der Herrschaft (Ober-)Staufen, verkauft Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten seine Alpen zu Ehrenschwang laut der darüber ausgestellten, im folgenden mit Angabe der Austeller und Daten aufgeführten Kaufbriefe, im einzelnen über 40 Weiden, ausgestellt von Bastian Kinig, Schmied zu Ebertzhofen (=Ebratshofen), Montag nach Nikolai (8. Dezember) 1561; über 10 Rinderweiden, ausgestellt von Hans Bergmann auf dem Altensberg im Gericht Grünenbach, "dunstag" nach Othmar (17. November) 1568; über 2 Rinderweiden, ausgestellt von Polay Krettler, Metzger in Staufen, 24. März 1571; über 2 Weiden, ausgestellt von Peter Sauter, Leuti zum Pfalzen in der Pfarrei Staufen, Samstag nach St. Andreas (1. Dezember) 1571. Da aufgrund eines 1582 geschlossenen Vertrags über die Alpe Ehrenschwang jeder, der bisher 5 Rinderweiden hatte, künftig 6 Rinder auf die Weide treiben darf, können Abt und Konvent die Alpe mit 64 Rindern und "drey füessen" beschlagen.
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Sebastian Ehinger von Balzheim, Vogt der Herrschaft (Ober-)Staufen, verkauft Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten seine Alpen zu Ehrenschwang laut der darüber ausgestellten, im folgenden mit Angabe der Austeller und Daten aufgeführten Kaufbriefe, im einzelnen über 40 Weiden, ausgestellt von Bastian Kinig, Schmied zu Ebertzhofen (=Ebratshofen), Montag nach Nikolai (8. Dezember) 1561; über 10 Rinderweiden, ausgestellt von Hans Bergmann auf dem Altensberg im Gericht Grünenbach, "dunstag" nach Othmar (17. November) 1568; über 2 Rinderweiden, ausgestellt von Polay Krettler, Metzger in Staufen, 24. März 1571; über 2 Weiden, ausgestellt von Peter Sauter, Leuti zum Pfalzen in der Pfarrei Staufen, Samstag nach St. Andreas (1. Dezember) 1571. Da aufgrund eines 1582 geschlossenen Vertrags über die Alpe Ehrenschwang jeder, der bisher 5 Rinderweiden hatte, künftig 6 Rinder auf die Weide treiben darf, können Abt und Konvent die Alpe mit 64 Rindern und "drey füessen" beschlagen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M U 117
HSTAM Weingarten Nr. 139
HSTAM GU Weiler 090
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1583 August 19 (monntag nach Unser lieben Frawen himelfart)
21,3 x 59,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Sebastian Ehinger von Balzheim, Vogt der Herrschaft (Ober-)Staufen
Empfänger: Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Empfänger: Johann [IV.] Christoph [Raitner], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Bergmann, Hans
Ehinger von Balzheim, Sebastian
Kinig, Sebastian
Krettler, Polay
Raitner, Johann IV. Christoph; Abt von Weingarten, -1586
Sauter, Peter
Weingarten, Johann IV. Raitner; Abt
Altensberg : Grünenbach LI; Einwohner
Ebratshofen : Grünenbach LI; Einwohner
Ehrenschwang, Alpe : Oberstaufen OA
Grünenbach LI; Gericht
Oberstaufen OA; Einwohner
Oberstaufen OA; Herrschaft, Vogt
Oberstaufen OA; Pfarrei
Pfalzen : Oberstaufen OA; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Prior und Konvent
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ
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