Supplicationis Auseinandersetzung um Bezahlung einer Entschädigung und Straferlaß
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0409
Rep. 29, Nr. 534
LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal
Wismarer Tribunal >> 01. Prozeßakten >> 01.15. 1. Kläger O
06.05.1713-27.01.1714
Kläger: (2) Kapitän Alexander Moritz von der Osten auf Unrow
Beklagter: Gläubiger des Jochim Hildebrandt zu Gingst
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: H. Gesterding (A), Dr. Joachim Everssen (P)
Fallbeschreibung: Beim Kl. haben sich zahlreiche Gläubiger des Bekl. angemeldet, die von ihm ihre Bezahlung in Höhe von 1.075 fl. fordern. Er ist im Jahre 1711 vom Tribunal aber nur dazu verurteilt worden, 800 fl. an Hildebrandt zu bezahlen und bittet darum, ihm die seinerzeit verhängte fiskalische Strafe von 200 Rtlr zu erlassen. Das Tribunal erläßt am 27.06. eine Kommission an den Landvogt von Rügen, Wulffrath, die Parteien vorzuladen, die 800 fl. entgegenzunehmen und an die Bekl. auszuzahlen und den Kl. in die Äcker wiedereinzusetzen. Am 04.11.1713 berichtet Wulffrath, daß die Kommission wegen des Krieges bisher nicht habe durchgeführt werden können und bei ihm kein Depositum vorhanden sei, da sein Vorgänger von Bohlen dies zinsbar angelegt habe. Am 08.01.1714 bittet der Kl., ihn in seine Äcker einzusetzen, das Tribunal teilt ihm am 19.01.1714 den Bericht Wulffraths vom 04.11.1713 mit.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1713-1714
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung der Gläubiger, die von dem Kl. ihre Bezahlung fordern; Schreiben Jochim Hildebrandts an den Landvogt Wullffrath vom 16.10.1713
Beklagter: Gläubiger des Jochim Hildebrandt zu Gingst
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: H. Gesterding (A), Dr. Joachim Everssen (P)
Fallbeschreibung: Beim Kl. haben sich zahlreiche Gläubiger des Bekl. angemeldet, die von ihm ihre Bezahlung in Höhe von 1.075 fl. fordern. Er ist im Jahre 1711 vom Tribunal aber nur dazu verurteilt worden, 800 fl. an Hildebrandt zu bezahlen und bittet darum, ihm die seinerzeit verhängte fiskalische Strafe von 200 Rtlr zu erlassen. Das Tribunal erläßt am 27.06. eine Kommission an den Landvogt von Rügen, Wulffrath, die Parteien vorzuladen, die 800 fl. entgegenzunehmen und an die Bekl. auszuzahlen und den Kl. in die Äcker wiedereinzusetzen. Am 04.11.1713 berichtet Wulffrath, daß die Kommission wegen des Krieges bisher nicht habe durchgeführt werden können und bei ihm kein Depositum vorhanden sei, da sein Vorgänger von Bohlen dies zinsbar angelegt habe. Am 08.01.1714 bittet der Kl., ihn in seine Äcker einzusetzen, das Tribunal teilt ihm am 19.01.1714 den Bericht Wulffraths vom 04.11.1713 mit.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1713-1714
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung der Gläubiger, die von dem Kl. ihre Bezahlung fordern; Schreiben Jochim Hildebrandts an den Landvogt Wullffrath vom 16.10.1713
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ