Michel Fesenmayer, Hans Vetter, Christa Greiter, Hans Merk ("Märckh") und Jörg Tentzel Mayerhoffer, alle zu Legau in der Grafschaft Kempten, und Hans Vesenmayer zu Steinbach bekennen, daß ihnen Gerwig [Blarer], Abt von Weingarten und Ochsenhausen, zwei Wiesen zum Rotten (=Rotis), genannt die untere und obere Stockwiesen, für 16 Jahre gegen jährlichen, an Martini fälligen Zins von 15 fl Landswährung verliehen hat. In den ersten zehn Jahren dürfen sie Holz über die Wiesen abtransportieren, das sie im Wald genannt der Berg bei Legau fällen. Diesen Wald hat ihnen Abt Wolfgang [von Grünenstein] von Kempten zum Abholzen für zehn Jahre überlassen. Die Beliehenen dürfen auch das Holz, das sie in der Mühle des Abts genannt die Rotmühle schneiden lassen wollen, auf dem Wasser dorthin flößen. Der Abt wird ihnen einen Weg ausstecken, auf dem sie das Holz nach Lautrach fahren können. Sie dürfen das Wieslein genannt des Schmidlins Wieslein am Fuß des genannten Bergs nutzen. Beigelegt Schreiben des Abts Gerwig Blarer an den Abt von Kempten (Entwurf, Papier), 9. Februar 1555, und Antwortschreiben des letzteren, 11. Februar 1555 (Ausf. Papier).