B Rep. 416 Krankenhaus am Urban (Bestand)
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B Rep. 416
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 2 Senat von Berlin >> B 2.2 Nachgeordnete Einrichtungen >> B Rep. 400 bis B Rep. 416 Städtische Krankenhäuser
Vorwort: B Rep. 416 Städtisches Krankenhaus am Urban
1. Krankenhausgeschichte
Von 1887-1890 wurde das Städtische Krankenhaus Am Urban im Pavillonstil errichtet und am 10. Juni 1890 als allgemeines Krankenhaus mit 574 Betten in Betrieb genommen.
1952 verfügte das Krankenhaus am Urban über 540 Betten in den Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie und HNO-Erkrankungen und wurde von Prof. Dr. Malener und Dr. Klausenberg geleitet.
Nach den zahlreichen Kriegszerstörungen war es notwendig, das Krankenhaus an seinem Standort Am Urban 12/18 nach neuzeitlichen Gesichtspunkten umzugestalten und flächenmäßig zu vergrößern. So erhielt das Krankenhaus 1954 Flächen der von der Melanchthon-Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt. 1958 betrug die Zahl der Normalbetten 497 in der Fachabteilungen (Innerlich Kranke, Chirurgie und HNO-Kranke). Als besondere Einrichtungen waren 1960 vorhanden: eine Krankenpflegeschule mit 38 Plätzen, die Apotheke und die Pathologie. In der Müllenhofstraße 17 war die Abteilung für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe mit 85 Normalbetten und 30 Säuglingsbetten untergebracht. Die Abteilung wurde an diesem Standort im Jahr 1969 aufgegeben.
1966 war Baubeginn des ersten Neubaus eines städtischen Krankenhauses in Berlin nach Kriegsende, die Grundsteinlegung nahm der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt am 15. Juni 1966 vor. Am 28. August 1970 erfolgte die Einweihung im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann des nach den Plänen des Architekten Peter Poelzig in Stahlbeton-Skelettbauweise errichteten Neubaues, bestehend aus einem Versorgungs- und Behandlungstrakt sowie dem neungeschossigen V-förmigen Bettenhauses. 1976 wurde es Akademisches Lehrkrankenhaus der Freien Universität. 1979 verfügte das Krankenhaus über 1091 Normalbetten in den Fachabteilungen für Innere Krankheiten, langfristig und chronisch Kranke, Chirurgie, Urologie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Der Neubau erhielt 1981 eine Intensivstation mit OP-Trakt als Erweiterung.
Am 1. Juli 1985 betrieb das Land Berlin in der Dieffenbachstraße 1 ein Krankenhaus mit Schwerpunktversorgung in zwei örtlichen Bereichen und verfügte über 1286 Betten. Es fungierte auch als Unfallkrankenhaus und akademisches Lehrkrankenhaus und hatte einen Notarztwagenstützpunkt. Im örtlichen Bereich Dieffenbachstraße betrug die planmäßige Bettenzahl 1052 in den drei Abteilungen für innere Medizin und je einer Abteilung für Chirurgie, Orthopädie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Neurologie sowie Psychiatrie (einschließlich Krieseninterventionszentrum). Als modernste Geräte standen 1985 zur Verfügung ein Computertomograph, Gammakameras, ein Angiographiegerät und ein Herzkathetermessplatz. Sanierungsmaßnahmen waren sowohl an den Altbaupavillons und dem Neubau notwendig. Im örtlichen Bereich Wartenburgstraße wurden 234 Betten für Chronischkranke betrieben.
Weitere umfangreiche Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen wurden 1987 vorgenommen.
1994 wurde ein Hubschrauberlandeplatz in Betrieb genommen, der bis 2008 existierte und inzwischen durch eine Grünanlage ersetzt wurde.
2001 übernahm der landeseigene Berliner Krankenhausbetreiber, die VIVANTES Gesundheit Netzwerk GmbH, das Krankenhaus.
Das Landesarchiv Berlin erhielt die Akten 2009 und 2015 vom VIVANTES Gesundheit Netzwerk GmbH.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 93 Akten (3,00 lfm) mit der Laufzeit 1945-1988. Er beinhaltet v.a. Unterlagen aus dem Bereich der Pathologie. Einige wenige Akten der Klinikleitung runden den Bestand ab.
Die Akten wurden im November 2015 mit der Software Augias-Archiv 8.3 erfasst und sind nun über die Datenbank nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin B Rep. 416 Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
B Rep. 008 - Senatsverwaltung für Arbeit und Sozialwesen
B Rep. 080 - Landesverwaltungsamt Berlin
B Rep. 206 - Bezirksverwaltung Kreuzberg
F Rep. 290 - Allgemeine Fotosammlung
F Rep. 290-02-14 - Sammlung Klaus Lehnartz
F Rep. 290-02-15 - Sammlung Günter Schneider
4. Literatur
Bericht über Krankenhausbettensituation und Bettenplanung, Sonderdruck des Senators für Arbeit, Gesundheit und Soziales.- Berlin 1970.
Denkschrift über eine Zielplanung für die Berliner Krankenanstalten (Bettenbilanz). Hrsg.: Der Senator für Gesundheitswesen.- Berlin 1960.
Die Krankenanstalten Berlins seit 1945. Hrsg.: Der Senator für Gesundheitswesen Berlin.- Berlin 1958.
Krankenhausplan 1986 für das Land Berlin. Sonderdruck des Senators für Gesundheit und Soziales.- Berlin 1986.
Döblin-Patienten-Bibliothek : Arzt und Dichter, Bearbeiter Ludger Bült für Krankenhaus Am Urban / Alfred-Döblin- Patienten-Bibliothek.- Berlin [um 2000]
Heisig, Matthias: 125 JAHRE KLINIKUM AM URBAN, 1890-2015.- Berlin 2015.
Krankenhaus "Am Urban" Berlin-Kreuzberg, Hrsg. Neue Heimat Städtebau .- Berlin 1970.
Berlin, Juni 2017 Kerstin Bötticher
1. Krankenhausgeschichte
Von 1887-1890 wurde das Städtische Krankenhaus Am Urban im Pavillonstil errichtet und am 10. Juni 1890 als allgemeines Krankenhaus mit 574 Betten in Betrieb genommen.
1952 verfügte das Krankenhaus am Urban über 540 Betten in den Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie und HNO-Erkrankungen und wurde von Prof. Dr. Malener und Dr. Klausenberg geleitet.
Nach den zahlreichen Kriegszerstörungen war es notwendig, das Krankenhaus an seinem Standort Am Urban 12/18 nach neuzeitlichen Gesichtspunkten umzugestalten und flächenmäßig zu vergrößern. So erhielt das Krankenhaus 1954 Flächen der von der Melanchthon-Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt. 1958 betrug die Zahl der Normalbetten 497 in der Fachabteilungen (Innerlich Kranke, Chirurgie und HNO-Kranke). Als besondere Einrichtungen waren 1960 vorhanden: eine Krankenpflegeschule mit 38 Plätzen, die Apotheke und die Pathologie. In der Müllenhofstraße 17 war die Abteilung für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe mit 85 Normalbetten und 30 Säuglingsbetten untergebracht. Die Abteilung wurde an diesem Standort im Jahr 1969 aufgegeben.
1966 war Baubeginn des ersten Neubaus eines städtischen Krankenhauses in Berlin nach Kriegsende, die Grundsteinlegung nahm der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt am 15. Juni 1966 vor. Am 28. August 1970 erfolgte die Einweihung im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann des nach den Plänen des Architekten Peter Poelzig in Stahlbeton-Skelettbauweise errichteten Neubaues, bestehend aus einem Versorgungs- und Behandlungstrakt sowie dem neungeschossigen V-förmigen Bettenhauses. 1976 wurde es Akademisches Lehrkrankenhaus der Freien Universität. 1979 verfügte das Krankenhaus über 1091 Normalbetten in den Fachabteilungen für Innere Krankheiten, langfristig und chronisch Kranke, Chirurgie, Urologie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Der Neubau erhielt 1981 eine Intensivstation mit OP-Trakt als Erweiterung.
Am 1. Juli 1985 betrieb das Land Berlin in der Dieffenbachstraße 1 ein Krankenhaus mit Schwerpunktversorgung in zwei örtlichen Bereichen und verfügte über 1286 Betten. Es fungierte auch als Unfallkrankenhaus und akademisches Lehrkrankenhaus und hatte einen Notarztwagenstützpunkt. Im örtlichen Bereich Dieffenbachstraße betrug die planmäßige Bettenzahl 1052 in den drei Abteilungen für innere Medizin und je einer Abteilung für Chirurgie, Orthopädie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Neurologie sowie Psychiatrie (einschließlich Krieseninterventionszentrum). Als modernste Geräte standen 1985 zur Verfügung ein Computertomograph, Gammakameras, ein Angiographiegerät und ein Herzkathetermessplatz. Sanierungsmaßnahmen waren sowohl an den Altbaupavillons und dem Neubau notwendig. Im örtlichen Bereich Wartenburgstraße wurden 234 Betten für Chronischkranke betrieben.
Weitere umfangreiche Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen wurden 1987 vorgenommen.
1994 wurde ein Hubschrauberlandeplatz in Betrieb genommen, der bis 2008 existierte und inzwischen durch eine Grünanlage ersetzt wurde.
2001 übernahm der landeseigene Berliner Krankenhausbetreiber, die VIVANTES Gesundheit Netzwerk GmbH, das Krankenhaus.
Das Landesarchiv Berlin erhielt die Akten 2009 und 2015 vom VIVANTES Gesundheit Netzwerk GmbH.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 93 Akten (3,00 lfm) mit der Laufzeit 1945-1988. Er beinhaltet v.a. Unterlagen aus dem Bereich der Pathologie. Einige wenige Akten der Klinikleitung runden den Bestand ab.
Die Akten wurden im November 2015 mit der Software Augias-Archiv 8.3 erfasst und sind nun über die Datenbank nutzbar.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin B Rep. 416 Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
B Rep. 008 - Senatsverwaltung für Arbeit und Sozialwesen
B Rep. 080 - Landesverwaltungsamt Berlin
B Rep. 206 - Bezirksverwaltung Kreuzberg
F Rep. 290 - Allgemeine Fotosammlung
F Rep. 290-02-14 - Sammlung Klaus Lehnartz
F Rep. 290-02-15 - Sammlung Günter Schneider
4. Literatur
Bericht über Krankenhausbettensituation und Bettenplanung, Sonderdruck des Senators für Arbeit, Gesundheit und Soziales.- Berlin 1970.
Denkschrift über eine Zielplanung für die Berliner Krankenanstalten (Bettenbilanz). Hrsg.: Der Senator für Gesundheitswesen.- Berlin 1960.
Die Krankenanstalten Berlins seit 1945. Hrsg.: Der Senator für Gesundheitswesen Berlin.- Berlin 1958.
Krankenhausplan 1986 für das Land Berlin. Sonderdruck des Senators für Gesundheit und Soziales.- Berlin 1986.
Döblin-Patienten-Bibliothek : Arzt und Dichter, Bearbeiter Ludger Bült für Krankenhaus Am Urban / Alfred-Döblin- Patienten-Bibliothek.- Berlin [um 2000]
Heisig, Matthias: 125 JAHRE KLINIKUM AM URBAN, 1890-2015.- Berlin 2015.
Krankenhaus "Am Urban" Berlin-Kreuzberg, Hrsg. Neue Heimat Städtebau .- Berlin 1970.
Berlin, Juni 2017 Kerstin Bötticher
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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