Kaspar [Schiegg], Abt zu Weingarten, und Hans Lantz, Propst zu Hofen und Konventual in Weingarten, verleihen Klaus Schuler in Unterteuringen, seiner Ehefrau Ottilie Schwäbin und ihren Kindern auf Lebenszeit das Klaimansgut in Teuringen ("Türingen"). Die Beliehenen müssen das Gut persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen es nicht schlaizen, veräußern oder belasten, auch keine Rodungen vornehmen und keine Eichen oder "ander schädlich perhaften bom" abhauen ohne Erlaubnis des Propsts. Jährlich liefern sie zu Martini als Zins und Hubgeld je 6 Viertel Vesen und Hafer, 7 Imi Korn und 8 ß d in Ravensburger Maß und guter Landswährung. Bei Nichterfüllung der Leihebedingungen kann das Gut eingezogen werden. Die Beliehenen müssen es dann mit Dritteil und Heurichte zurücklassen. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
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Kaspar [Schiegg], Abt zu Weingarten, und Hans Lantz, Propst zu Hofen und Konventual in Weingarten, verleihen Klaus Schuler in Unterteuringen, seiner Ehefrau Ottilie Schwäbin und ihren Kindern auf Lebenszeit das Klaimansgut in Teuringen ("Türingen"). Die Beliehenen müssen das Gut persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen es nicht schlaizen, veräußern oder belasten, auch keine Rodungen vornehmen und keine Eichen oder "ander schädlich perhaften bom" abhauen ohne Erlaubnis des Propsts. Jährlich liefern sie zu Martini als Zins und Hubgeld je 6 Viertel Vesen und Hafer, 7 Imi Korn und 8 ß d in Ravensburger Maß und guter Landswährung. Bei Nichterfüllung der Leihebedingungen kann das Gut eingezogen werden. Die Beliehenen müssen es dann mit Dritteil und Heurichte zurücklassen. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 513
B 522 II U 0423
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1483 August 24 (an sant Bartholomeuß des hailigen apostels tag)
26,3 x 50,6 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kaspar [Schiegg], Abt zu Weingarten, und Hans Lantz, Propst zu Hofen und Konventual in Weingarten
Empfänger: Klaus Schuler in Unterteuringen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Empfänger: Klaus Schuler in Unterteuringen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Hofen, Johannes Lantz; Propst
Lantz, Hans, Propst
Schiegg, Kaspar; Abt von Weingarten
Schuler, Klaus
Schuler, Ottilie
Schwab, Ottilie
Klaimansgut : Ober- und Unterteuringen FN
Ravensburg RV; Maß
Teuringen = Oberteuringen FN
Türingen = Oberteuringen FN
Unterteuringen : Oberteuringen FN; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Konventherr
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
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