Zu Dillenburg auf der Burg 1499 'uff montag, der 7. tag des monats octobri's, in der großen Stube bei dem obersten Tisch saß Johann Graf zu Nassau, Vianden und Diez und sprach mit Mathys Morungk, Pfarrer zu Dillenburg, er wisse wohl, daß der Aussteller den Gottesdienst in der Pfarrkirche zu Dillenburg als Kollator und Patron mit Hilfe frommer Leute mehren wolle, die Siebengezeiten, auch Wochenmessen, täglich zu singen, etliche Priester mit namhaftem Geld angenommen seien und auch er und sein Kaplan dabei sein sollten und erbat dessen Antwort. Der Pfarrer Matheyszu Dillenburg antwortete, er habe mit seinem Kaplan mit der Pfarrei und den Kapellen die Pfarrleute mit den Sakramenten zu versehen, daß niemand versäumt werde, genug zu tun, so könnten sie keine neue Last übernehmen, würden es sonst gerne tun. Wollten sich mit Wochenmessen gebührlich halten. Graf Johann bat ihn, die Messen, die er singen müsse, bald nach der Sext zu beginnen, Lesemessen nach seiner Gelegenheit.

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Hessisches Hauptstaatsarchiv
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