Reynhardus de Bomeneburg, Edelknecht (famulus), der sich ins Kloster Germarode in die Einsamkeit zurückziehen will, um dort dem Herrn zu dienen un...
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Urk. 24, 110
Urk. 24, A II, Kloster Germerode
Urk. 24 Kloster Germerode - [ehemals: A II]
Kloster Germerode - [ehemals: A II] >> 1325-1349
1335 Februar 22
Ausfert. auf Perg. mit 5 anh. Siegeln: 1 gut erhalten, 2-5 wenig beschäd. Rückw. Rubra saec. XIV und XVI.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Actum et datum in die kathedre b. Petri apostoli.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Reynhardus de Bomeneburg, Edelknecht (famulus), der sich ins Kloster Germarode in die Einsamkeit zurückziehen will, um dort dem Herrn zu dienen und für seine Seele zu sorgen, übergibt diesem Kloster mit Zustimmung seiner Brüder, des Bertoldus, Pfarrers zu Suebede, des Heynricus und Waltherus, und seiner anderen Erben die unten verzeichneten Güter und Einkünfte, behält sich jedoch, so lange er lebt, die Einkünfte in barem Gelde (mit Ausnahme von § 7) zur Bestreitung seiner Bedürfnisse vor. Nach seinem Tode soll von diesen Einkünften die eine Hälfte an seine beiden Schwestern und an die Tochter seines Oheims (avunculus) Hartradus de Hunoldeshusen fallen, die alle Nonnen zu Germarode sind, und zwar solange noch eine von diesen Nonnen lebt. Die andere Hälfte bestimmt er zu einem Jahrgedächtnis für sich und seine Eltern. Beim Kloster hat er einer Vereinbarung gemäß, solange er lebt, Kleidung und Lebensunterhalt. Die Güter und Einkünfte sind folgende: 1. Zu Hoeneychen: 5 ½ Malter Roggen, 5 ½ Malter Hafer, 8 ß Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Theodericus dictus Streßyng daselbst; 6 ß Eschw. d von Conradus Syffridi daselbst; 3 ß Eschw. d von Wwe. Rudolfus de Breytouwe daselbst; 2 ½ ß Eschw. d von Conradus Grebe; 18 Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Conradus de Breytouwe; 18 Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Wwe. Reynbotheshayn; 6 ß Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Hermannus Rychardi; 18 d von Heynricus Westval; 1 ß Eschw. d von Heynricus Helle daselbst. 2. Zu Hochusen 2 Viertel Weizen von den Gütern des Herrn Johannes de Gerstungen. 3. In Graneborn 18 ß Eschw. d von Bertoldus de Wangeheym daselbst; 2 ß Eschw. d von Johannes Ryche daselbst. 4. Zu Wychmanshusen 2 ß Eschw. d von Heydenricus Kaler; 6 d von Conradus Lapicida daselbst. 5. Zu Suntra 3 ß Eschw. d und 4 d von Henningus de Rotenberg daselbst. 6. 3 ½ ß Eschw. d von Hermannus Flemyng und zwar von den Gütern zu Honde. 7. 3 ½ Vierdung reines Silber am Christtage jährlich fällig vom Rat zu Witzenhusen. Der Propst soll die Einkünfte erheben.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johannes de Lychberge, Lodewicus Dythonis ,und andere'.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heymbradus, Propst zu Germarode, und der Aussteller, ferner Bertoldus de Hunoldeshusen, Pfarrer zu Rusteberg, Hermannus Dythonis und Albertus de Ouwa, beide Ritter, zugleich auch - zum Zeichen des Einverständnisses - für die Brüder des Ausstellers, Bertoldus, Pfarrer zu Suebede, Heynricus und Waltherus.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: J. Schmincke, UB Germerode nr. 94, S. 45 f.
Vermerke (Urkunde): Literatur: Erwähnt: J. Schmincke, Gesch. von Germerode S. 20, 21, 22, 23, vgl. ebenda S. 26, 27.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Reynhardus de Bomeneburg, Edelknecht (famulus), der sich ins Kloster Germarode in die Einsamkeit zurückziehen will, um dort dem Herrn zu dienen und für seine Seele zu sorgen, übergibt diesem Kloster mit Zustimmung seiner Brüder, des Bertoldus, Pfarrers zu Suebede, des Heynricus und Waltherus, und seiner anderen Erben die unten verzeichneten Güter und Einkünfte, behält sich jedoch, so lange er lebt, die Einkünfte in barem Gelde (mit Ausnahme von § 7) zur Bestreitung seiner Bedürfnisse vor. Nach seinem Tode soll von diesen Einkünften die eine Hälfte an seine beiden Schwestern und an die Tochter seines Oheims (avunculus) Hartradus de Hunoldeshusen fallen, die alle Nonnen zu Germarode sind, und zwar solange noch eine von diesen Nonnen lebt. Die andere Hälfte bestimmt er zu einem Jahrgedächtnis für sich und seine Eltern. Beim Kloster hat er einer Vereinbarung gemäß, solange er lebt, Kleidung und Lebensunterhalt. Die Güter und Einkünfte sind folgende: 1. Zu Hoeneychen: 5 ½ Malter Roggen, 5 ½ Malter Hafer, 8 ß Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Theodericus dictus Streßyng daselbst; 6 ß Eschw. d von Conradus Syffridi daselbst; 3 ß Eschw. d von Wwe. Rudolfus de Breytouwe daselbst; 2 ½ ß Eschw. d von Conradus Grebe; 18 Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Conradus de Breytouwe; 18 Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Wwe. Reynbotheshayn; 6 ß Eschw. d, 1 Schock Eier, 1 Gans, 2 Michelshühner und 1 Fastnachtshuhn von Hermannus Rychardi; 18 d von Heynricus Westval; 1 ß Eschw. d von Heynricus Helle daselbst. 2. Zu Hochusen 2 Viertel Weizen von den Gütern des Herrn Johannes de Gerstungen. 3. In Graneborn 18 ß Eschw. d von Bertoldus de Wangeheym daselbst; 2 ß Eschw. d von Johannes Ryche daselbst. 4. Zu Wychmanshusen 2 ß Eschw. d von Heydenricus Kaler; 6 d von Conradus Lapicida daselbst. 5. Zu Suntra 3 ß Eschw. d und 4 d von Henningus de Rotenberg daselbst. 6. 3 ½ ß Eschw. d von Hermannus Flemyng und zwar von den Gütern zu Honde. 7. 3 ½ Vierdung reines Silber am Christtage jährlich fällig vom Rat zu Witzenhusen. Der Propst soll die Einkünfte erheben.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johannes de Lychberge, Lodewicus Dythonis ,und andere'.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heymbradus, Propst zu Germarode, und der Aussteller, ferner Bertoldus de Hunoldeshusen, Pfarrer zu Rusteberg, Hermannus Dythonis und Albertus de Ouwa, beide Ritter, zugleich auch - zum Zeichen des Einverständnisses - für die Brüder des Ausstellers, Bertoldus, Pfarrer zu Suebede, Heynricus und Waltherus.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: J. Schmincke, UB Germerode nr. 94, S. 45 f.
Vermerke (Urkunde): Literatur: Erwähnt: J. Schmincke, Gesch. von Germerode S. 20, 21, 22, 23, vgl. ebenda S. 26, 27.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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