Äbtissin und Konvent des Klarissenklosters in Söflingen ("Seflingen") [Stadt Ulm] verleihen Anna Löhler, der Witwe des Friedrich Maier ("Maiger") von Kadeltshofen ("Kadlaszhofen") [Gde. Pfaffenhofen a. d. Roth/Lkr. Neu-Ulm], ihren Halbteil einer Selde in Kadeltshofen zu Erbrecht. Die andere Hälfte der Selde gehört Guardian und Konvent des Franziskanerklosters ("zu/e/ den Barfu/e/ssen") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150]. Sie soll davon jedes Jahr 7 Schilling Heller Ulmer Stadtwährung, 8 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn als Zins entrichten. Davon gefällt die Hälfte dem Kloster Söflingen und die andere Hälfte dem Franziskanerkloster. Bei ihrem Abzug von der Selde stehen den Klöstern 7 Schilling Heller als Weglöse von ihr zu. Ebenso erhalten sie beim Einzug eines neuen Pächters 7 Schilling Heller von diesem als Handlohn. Wird sie vom Kloster Söflingen dazu aufgefordert, soll sie auf ihre Kosten innerhalb eines Jahres ein Haus auf der Selde bauen. Bei Verstößen gegen diese Bestimmungen verliert sie ihr Recht an der Selde.