Klage wegen unberechtigter Arrestierung des Dortmunder Weinwirts Johann von Münster durch das Hohe Weltliche Gericht in Köln auf Veranlassung Annas von Syberg. 1628 hatte Annas verstorbener Mann der Stadt Dortmund in einer Rentkauf/Rentverschreibung 3000 Rtlr. zu 5 % Zinsen „zur Bezahlung der kaiserlichen Soldatesca“ übergeben. Als Pfand wurden das Weinhaus und die Mahlakzise eingesetzt. Als Dortmund mit den Zahlungen weit im Rückstand war, ließ Anna von Syberg den Johann von Münster, dem Dortmund inzwischen das Weinhaus überlassen hatte, in Köln festnehmen, um ihn haftbar zu machen. Unter Berufung auf einen kaiserlichen Schutzbrief (Protectorium) vom 23. Dez. 1643 für Dortmund klagt die Stadt gegen die Festnahme.